8700 Einfamilienhäuser auf dem Prüfstand

In den nächsten Jahren will der Kanton Luzern tausende Häuser und Grundstücke neu schätzen lassen. Damit soll die Rechtsgleichheit aller Eigentümer gewährleistet werden.

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Reiheneinfamilienhäuser in Reussbühl. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Reiheneinfamilienhäuser in Reussbühl. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Das Finanzdepartement des Kantons Luzern hat entschieden, die aktuelle Neuschatzungsperiode bis Ende 2012 zu verlängern und die Neuschatzung nichtlandwirtschaftlicher Grundstücke in den Jahren 2013 bis 2017 fortzusetzen. Damit werden Tausende von Einfamilienhäusern, Stockwerkeigentums-Grundstücken und Grundstücken ohne Bauten von Grund auf neu bewertet.

Wert an Marktverhältnisse anpassen

Diese Neuschatzung werde Nötig, weil die Katasterwerte (durchschnittlicher Wert für Objekte von ähnlicher Lage und Beschaffenheit) nicht mehr den heutigen Marktverhältnissen entsprechen, wie die Abteilung Immobilienbewertung des Kantons Luzern mitteilt.

Vor allem bei den Einfamilienhäusern, bei den Stockwerkeigentums-Grundstücken und bei den Grundstücken ohne Bauten liegen die Werte teils wesentlich unter den effektiven Verkaufspreisen. Das Finanzdepartement hat deshalb bestimmt, dass von 2013 bis 2017 rund 8700 Einfamilienhäuser, 8800 Stockwerkeigentums-Grundstücke und 1200 Grundstücke ohne Bauten neu geschätzt werden.

Schatzung ermöglicht Rechtsgleichheit

Die geschätzten Mietwerte dienen den Steuerbehörden jeweils für die Festlegung des Eigenmietwerts. Aktuelle Schatzungswerte sind nötig, um die Rechtsgleichheit aller Eigentümer zu gewährleisten und ersparen den Steuerbehörden den Aufwand, den eine Festsetzung des Eigenmietwerts im Veranlagungsverfahren mit sich bringen würde.

pd/bep