A 14: Eröffnung noch dieses Jahr

Bei Inwil entsteht eine neue Autobahn-Raststätte. Sie soll kleiner werden als der unrentable Stopp in Affoltern.

Beatrice Vogel
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Auf dem heutigen Rastplatz St. Katharina an der A 14 bei Inwil entstehen eine Tankstelle und ein Shop. (Bild: Visualisierung PD)

Auf dem heutigen Rastplatz St. Katharina an der A 14 bei Inwil entstehen eine Tankstelle und ein Shop. (Bild: Visualisierung PD)

Vor drei Jahren hat der Kanton Luzern eine Raststätte für den heutigen Rastplatz St. Katharina an der A 14 ausgeschrieben. Der Rastplatz befindet sich bei Inwil zwischen den Autobahnanschlüssen Buchrain und Gisikon-Root. Bereits im vergangenen Herbst wurde bekannt, dass die Socar Energy Switzerland GmbH definitiv den Zuschlag vom Kanton Luzern erhalten hat (Ausgabe vom 16. Oktober).

Nun zeigen die Betreiber auf Anfrage unserer Zeitung erstmals auf, wie die neue Raststätte aussehen wird: Sowohl im nördlichen Bereich (Fahrtrichtung Luzern) wie auch im südlichen Bereich (Fahrtrichtung Zug/Zürich) werden Socar-Tankstellen sowie ein einstöckiges Gebäude mit Migro­lino-Shop erstellt.

Im Shop wird es eine unbediente Kaffee-Ecke mit Sitzgelegenheiten geben, wo die vor Ort gekauften warmen und kalten Speisen und Getränke konsumiert werden können. «Im Freien gibt es zudem einen grösseren Bereich mit Tischen und Bänken», sagt Socar-Projektleiter Eros Minola. Über die Baukosten gibt er keine Auskunft.

Ohne Confiserie Bachmann

Die überdachte Tankstelle wird neben den üblichen Treibstoffen eine Ladestation für Elektro-Fahrzeuge anbieten. Ebenso haben die Betreiber an die Zukunft gedacht. «Es sind Plätze für Wasserstoff-Tankstellen vorgesehen, die spä­ter hinzugefügt werden können», sagt Minola. Neben Shop und Tankstelle soll es auf beiden Seiten einen Bancomaten geben und – zusätzlich zu den üblichen WCs – eine behindertengerechte Toilette mit Wickeltisch. Der nördliche Platz ist etwas grösser, weshalb hier 53 Parkplätze eingeplant sind. Beim südlichen Platz sind es 42 Parkfelder. Auf beiden Seiten wird es sieben Lastwagen-Parkplätze geben.

Auf nördlicher Seite, also in Fahrtrichtung Luzern, gibt es zudem eine Info-Tafel, die von Luzern Tourismus konzipiert wird. Darauf werden wohl Informationen über Sehenswürdigkeiten in der Region vermerkt sein. Die Confiserie Bachmann, die ursprünglich an einer Filiale auf der Raststätte interessiert war, hat sich gemäss Eros Minola aus dem Projekt zurückgezogen.

Grosser Zuspruch erwartet

Auf der Strecke Luzern–Zürich gibt es eine Raststätte in Affoltern am Albis, die – wie «NZZ Online» unlängst berichtete – verkauft werden soll, weil sie von Beginn weg rote Zahlen schrieb. Allerdings liefen dort die Tankstelle und der Kiosk gut, aber nicht die Shops und das Restaurant. Ist es nicht zu riskant, ganz in der Nähe eine weitere Raststätte zu bauen? Minola: «Socar hat das Potenzial des Standortes St. Katharina analysiert und ist überzeugt, dass diese Raststätte die Bedürfnisse der Besucher erfüllt und einen grossen Zuspruch gewinnen wird.» Die Zusammenarbeit von Socar und Migrolino habe sich bewährt, so Minola: «Migrolino verfügt über ein Sortiment und über Preise, die auf Reisende ausgerichtet sind.»

Während Umbau geschlossen

Socar plant, die Raststätte St. Katharina noch in diesem Jahr zu eröffnen. «Die zeitliche Detailplanung ist aber noch nicht abgeschlossen», so Minola. Zunächst müssen die üblichen Bewilligungsphasen der Behörden durchlaufen werden. Während des Umbaus werden die Rastplätze geschlossen sein.

Beatrice Vogel