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Ab heute wird das Publikum auf der Allmend verblüfft

Vorstellung Dienstagabend in Windisch, das imposante Zelt des Nationalzirkus Knie steht, die Zuschauer strömen hinein. Auch unsere Zeitung hat den Weg in den Kanton Aargau unter die Räder genommen, um einen Eindruck zu erhalten, was das Luzerner Publikum ab heute Abend auf der Allmend erwarten darf. Zusammenfassend kann man ­sagen: Das 99. Programm des Circus Knie mit dem vielversprechenden Titel «Wooow!» überzeugt über zwei Stunden durch eine optimale Legierung an Artistik, Clownerie und Dressurnummern.

Wer den Zirkus liebt, kommt auf seine Kosten und erlebt einige überraschende Nummern, die dieses spezielle Gefühl vermitteln, wie es nur eine Livenummer in der Manege kann: Man hält den Atem an, fiebert mit und klatscht erlöst, wenn alles gut ging. Spitzenakrobatik in weltbester Manier präsentiert die Xin­jiang Troupe des Chinesischen Staatszirkus. In einer ersten Nummer schwingen die 19 Männer das Lasso, als wäre es mit ­ihnen verwachsen. Und in einer zweiten Performance bieten sie eine ebenso kraftvolle wie poetische Hommage an Tschaikowskys Schwanensee. Sie widersetzen sich jeglicher Schwerkraft und sorgen mit verblüffenden Menschen­pyramiden für viele Wow-Momente.

Das Auge kommt nicht mehr mit

Noch höher in die Luft fliegen die Bälle von Jongleur Michael Ferreri – wie viele es schliesslich sind, ist nur schätzbar. Das Auge kommt nicht mehr mit. Wir wissen es natürlich: Neun Bälle rasen durch die Luft. Nach so vielen «Wows» wird es Zeit für den «Jöh-Effekt». Chanel (6), die Jüngste der Knie-Dynastie, verkörpert die Zirkusprinzessin, wie sie im Buche steht. Sie kokettiert mit den schönsten Pferden in der Manege und geniesst ihren Auftritt im Glitzerkleid offensichtlich. Der zweitjüngste Spross, Chris Riu (11), präsentiert mit seinen Eltern Franco junior und Linna die Neuheit dieser Tournee: Sie zeigen eine kindgerechte, liebevoll einstudierte Nummer mit zwölf Ziegen. Chris Riu – als «Geissenpeter» ausstaffiert – kommt sehr gut an. Überhaupt muss man den Kostümen aller 56 Artisten aus 11 Nationen besonders Beachtung schenken: Was an Zirkusmagie im Zelt entsteht, hat auch viel mit dem perfekten visuellen Erscheinungsbild der Artisten zu tun.

Mit Housch-ma-Housch und César Dias begeistern dieses Jahr gleich zwei Clowns mit interaktiven Sketchs und Beatbox-Können das Publikum – und dies so abwechslungsreich und amüsant, dass man versteht, wieso beide mit auf Tournee sind. Nicht fehlen dürfen im Nationalzirkus die Pferdenummern. Dressur und Akrobatik werden gleichermassen präsentiert, und wie jedes Jahr sind die anspruchsvollen Pferdenummern «Chefsache», also fest in den Händen der Familie Knie.

Sie fliegt ihm um die Ohren

Buchstäblich rund in der Manege geht’s beim Rollschuh-Duo Desire of Flight: Wenn die beiden nur durch eine Schlaufe am Hals miteinander verbunden sind und sie ihm um die Ohren fliegt, während er sich auf einem kleinen Plateau auf Rollschuhen dreht, vergisst man zu atmen. Die überraschend konzipierte Trampolin-Nummer, die Spicy Circus und die Fratelli Errani zusammen einstudiert haben, sorgt für einen weiteren Wow-Moment: Wo sieht man sonst Menschen die Wände hochgehen?

Yvonne Imbach

stadt@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Vorstellungen auf der Allmend Luzern ab heute bis 6. August, jeweils 20 Uhr. Sa/So/Mi auch um 15 Uhr. 1. August keine Vorstellung. Vorverkauf: bei allen Ticketcorner-Vorverkaufs-Stellen, auf www.ticketcorner.ch sowie an der Zirkuskasse.

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