Ab März kann man in der Dorfkapelle Dierikon essen

Die ungewöhnliche Sanierung der Kapelle im Dierikoner Dorfkern schreitet voran. Anfang Frühling will die Besitzerin Ursula Trucco erste Besucher empfangen.

Simon Mathis
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Im Kapellenschiff wird eine frei hängende Plattform installiert.
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Weitere Eindrücke von den Bauarbeiten.
Weitere Eindrücke von den Bauarbeiten.
Weitere Eindrücke von den Bauarbeiten.
Innenraum der Kapelle beim Spatenstich.
Der Chor der Kapelle im Dezember vergangenen Jahres.
Die Architektin Karin Simmen zeigt die Kapelle beim Spatenstich.
Von links: Bauleiter Patrick Abt, Besitzerin Ursula Trucco und Architektin Karin Simmen vollziehen den Spatenstich.
Die Drofkapelle in Dierikon 2016.

Im Kapellenschiff wird eine frei hängende Plattform installiert.

Bild: PD

Von aussen sieht die eingerüstete Dierikoner Dorfkapelle ganz gewöhnlich aus; im Innern findet jedoch ein origineller Umbau statt. Im Kapellenschiff wird eine frei hängende, ovale Plattform installiert. Sie soll künftig Platz für Sitz- und Arbeitsgelegenheiten bieten. Denn die Dorfkapelle wird zurzeit in ein Restaurant mit Bar und Lounge umgenutzt, das sich auch für Workshops, Kultur- und Geschäftsanlässe mieten lässt.

Die Bauarbeiten sollen Ende Februar im Innern abgeschlossen sein, wie die Besitzerin Ursula Trucco auf Anfrage mitteilt. Die Eröffnung sei im März 2020 geplant. Ausserdem verrät Trucco, wie das Lokal dereinst heissen wird: Omnia Dierikon. «Der lateinische Begriff ‹Omnia› steht in seiner ursprünglichen Bedeutung für ‹jeder, alles›», erläutert die Gymnasiallehrerin aus Ebikon, welche die Kapelle Anfang 2018 für einen Symbolpreis von 10'000 Franken von der Gemeinde Dierikon gekauft hatte.

«Mitten im Dörfli soll die ehemalige Kapelle von verschiedenen Gruppen für Vieles genutzt werden können»,

so Trucco, die künftige Geschäftsführerin des Betriebes Omnia Dierikon.

Besitzerin Ursula Trucco vor der Dorfkapelle Dierikon.

Besitzerin Ursula Trucco vor der Dorfkapelle Dierikon.

Bild: Manuela Jans-Koch (Dierikon, 22. Dezember 2018)

Grabungsarbeiten verzögerten die Eröffnung

Beim Spatenstich Ende 2018 war noch eine Eröffnung im November dieses Jahres geplant. Nun hat sich die Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten verzögert. Dies deswegen, weil der Baustart erst Monate später erfolgen konnte.

Das lag laut Ursula Trucco an einem eingeforderten geologischen Gutachten und an zusätzlichen, nicht eingeplanten Arbeiten am Fundament. «In drei Etappen mussten umfassende und weitreichende Grabungs- und Sicherungsarbeiten durchgeführt werden», erzählt Trucco. «Das Erdreich musste so tief abgetragen werden, bis die Kapelle auch im Eingangsbereich auf dem Felsen gesichert werden konnte.» Laut Trucco laufen die Sanierungsarbeiten in der Kapelle zurzeit auf Hochtouren.

Gymnastik unter dem Kapellendach

«Natürlich ist es ärgerlich, konnte der ursprüngliche Zeitplan nicht eingehalten werden», sagt Trucco. «Vor allem auch, da eingeplant war, Restaurant, Bar und Lounge in der Vorweihnachtszeit für Firmenanlässe und private Feiern zur Verfügung stellen zu können.» Sie weist darauf hin, dass man bereits heute Anlässe buchen oder Geschenkgutscheine kaufen kann. Wer einen Gutschein erwerbe, leiste einen Beitrag an die enormen Aufwendungen, die mit den Erhaltungsmassnahmen an der Kapelle verbunden seien. Wie viel die Arbeiten kosten, ist nicht bekannt.

Die Kapelle sei künftig in erster Linie ein Restaurant, das Gästen mittags und abends saisonale, regionale und frische Speisen in spezieller Atmosphäre anbiete. Die Bar- und Küchen-Elemente können je nach Anlass an verschiedenen Orten platziert werden. Im Dachstock entsteht ein Gymnastikraum, im Untergeschoss eine moderne Grossküche.

Hinweis: Weitere Informationen online unter: www.omnia-dierikon.ch

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