Ab- statt Ausbau von Gefängnisplätzen

Die längst geplante Erweiterung des Gefängnisses Grosshof soll verschoben werden – aus Spargründen. Bloss: Die Anzahl Haftplätze im Kanton ist jetzt schon knapp.

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Grosshof-Gefängnisdirektor Hanspeter Zihlmann in einer Einzelzelle, die für eine Doppelbelegung umgerüstet wurde. (Archivbild Roger Grütter)

Grosshof-Gefängnisdirektor Hanspeter Zihlmann in einer Einzelzelle, die für eine Doppelbelegung umgerüstet wurde. (Archivbild Roger Grütter)

Der Kanton Luzern muss sparen. Das hat auch Auswirkungen auf die Gefängnisplätze: Winkt der Kantonsrat das Budget und die langfristige Finanzplanung in der Form durch, müsste der Kanton die derzeit 97 Plätze im Haft- und Untersuchungsgefängnis Grosshof schon bald auf 82 Plätze reduzieren. Gemäss Aufgaben- und Finanzplan der Regierung müsste das Projekt Erweiterung Gefängnis Grosshof um mindestens 2 bis 3 Jahre verschoben werden. Statt 2014 soll der Umbau frühestens 2016 beginnen.

Der Grund: In den letzten Jahren wurden schrittweise Doppelbelegungen von Einzel- und Doppelzellen vorgenommen – diese können aus rechtlichen Gründen nur temporär geduldet werden. Insbesondere die Vorgaben zu den Zellengrössen können so nämlich nicht mehr eingehalten werden, wie die Regierung in der Botschaft zum Ausbau des Grosshofes selber schreibt.

Luzia Mattmann

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