ABFALL: Luzerner Stadtrat will keine unterirdische Güselabfuhr

Der Luzerner Stadtrat interessiert sich nicht für ein unterirdisches Rohrsystem für die Entsorgung von Abfällen. Er lehnt ein GLP-Postulat ab, das den Stadtrat auffordert, die Möglichkeit für ein solches Entsorgungssystem zu prüfen.

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Luzern will keine unterirdische Kehrichtabfuhr. Im Archivbild: Müllabfuhr in der Stadt Luzern. (Archivbild/Neue LZ)

Luzern will keine unterirdische Kehrichtabfuhr. Im Archivbild: Müllabfuhr in der Stadt Luzern. (Archivbild/Neue LZ)

Die Postulanten der GLP-Fraktion nehmen für ihren Vorstoss die Erfahrungen des Stockholmer Modellbezirks Hammarby Sjöstad mit 25'000 Einwohnern und 10'000 Arbeitsplätzen zum Anlass.

Mit einem unterirdischen Rohrsystem für die Abfallentsorgung könnten Kosten und Energie gespart werden, sind die Postulanten überzeugt. Weiter wäre weniger Entsorgungsverkehr nötig, der CO2-Verbrauch könnte gesenkt, die Abfälle müssten nicht mehr entlang der Strassen bereitgestellt und Synergien mit grossen Infrastrukturvorhaben könnten genutzt werden.

Der Stadtrat aber steht dem Vorhaben kritisch gegenüber. Möchte eine Investorin oder ein Investor für eine Überbauung ein Rohrsystem für die Abfallentsorgung einrichten, sei dies dann denkbar, wenn die Übergabe des Abfalls an den Entsorger für die bestehende Logistik geeignet sei, hält er in seiner am Montag veröffentlichten Antwortfest.

Entsprechende Rohrsysteme in bestehenden Quartieren zu realisieren und in den öffentlichen Grund auszuweiten, sei nach heutigem Kenntnisstand aus technischen, geologischen und finanziellen Gründen kaum opportun, schreibt der Stadtrat. Zur Klärung der zahlreichen damit verbundenen Fragestellungen wären umfassende Studien und Berechnungen notwendig. Er lehnt das Postulat ab. (sda)