ABFALLENTSORGUNG: Knapp 424 Kilo Abfall von jedem Luzerner

Im Kanton Luzern hat der Siedlungsabfall im vergangenen Jahr um 0,2 Prozent auf 163'600 Tonnen zugenommen. Jeder Luzerner hinterliess damit nicht ganz 424 Kilo Abfall.

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Gut die Hälfte des Abfalls in der Stadt Luzern wurde als Hauskehricht gesammelt. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Gut die Hälfte des Abfalls in der Stadt Luzern wurde als Hauskehricht gesammelt. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Etwas mehr als die Hälfte – rund 82'600 Tonnen – wurde als Hauskehricht in den Kehrichtverbrennungsanlagen energetisch genutzt. Rund 81'000 Tonnen wurden separat gesammelt und stofflich verwertet, wie die Statistikstelle LUSTAT am Freitag mitteilte.

Markant mehr angefallen waren Sonderabfälle, nämlich 95'000 Tonnen. Das waren rund 26'000 Tonnen mehr als ein Jahr zuvor.

Zu Buche schlugen mit je rund 40'000 Tonnen vor allem mineralische Abfälle wie verschmutzter Aushub sowie Schlämme. Grund sind gemäss LUSTAT die Bautätigkeit auf belasteten Standorten und Altlastensanierungen.

Stabil hingegen blieb das Recycling von Baustoffen. Insgesamt wurden 2013 rund 417'000 Kubikmeter alte Stoffe als Baumaterialien weiterverwertet. Dazu gehörte etwa Asphalt- und Betongranulat, Recyclingkiessand und Mischgranulat.

Überangebot an Kompostieranlagen

Bei den zwölf Kompostier- und Vergärungsanlagen im Kanton herrscht ein Überangebot. Sie waren im vergangenen Jahr nur gut zur Hälfte ausgelastet, wie aus der Mitteilung hervorgeht.

Die Kapazität für biogene Abfälle aller Kompostier- und Vergärungsanlagen im Kanton lag bei knapp 140'000 Tonnen pro Jahr. Sie verarbeiteten aber nur knapp 74'000 Tonnen.

Die neun landwirtschaftlichen Co-Vergärungsanlagen verarbeiteten wie im Vorjahr rund 7000 Tonnen biogene Abfälle. Rund 5'600 Tonnen davon stammten aus dem Kanton Luzern, der Rest von ausserhalb.

Die drei industriellen Vergärungs- und Kompostieranlagen verarbeiteten mit 54'000 Tonnen leicht mehr biogene Abfälle als im Vorjahr. Rund 34'500 Tonnen davon fielen im Kanton Luzern an, rund 19'600 Tonnen wurden eingeführt. (sda)