ABFALLENTSORGUNG: Luzerner haben ein neues Güselproblem

Luzerner müssen ihren Abfallsack in aller Früh auf die Strasse stellen. Das tun immer weniger. Jetzt will die Stadt härter durchgreifen.

Drucken
Teilen
Wer den Abfallsack zu früh rausstellt, riskiert eine Busse. (Karikatur Jals)

Wer den Abfallsack zu früh rausstellt, riskiert eine Busse. (Karikatur Jals)

Die Stadt Luzern hat ein neues Güselproblem: Immer mehr Gebührensäcke werden entweder zu früh oder zu spät für die Abfuhr bereitgestellt – und liegen dann tagelang auf der Strasse herum, wenn keine Container vorhanden sind. Erlaubt ist das nicht: Gemäss Strasseninspektorat dürfen die Abfallsäcke nur von 6 bis 7 Uhr am Abfuhrtage auf der Strasse bereitgestellt werden. Man darf die Säcke also nicht bereits am Vorabend vor die Haustüre stellen.

Oft genug wird diese Vorschrift missachtet. Die Folgen: Durch den Geruch des Sackinhaltes angelockt, machen sich Tiere an den Säcken zu schaffen und verstreuen den Inhalt auf den Strassen. Auch stören die Säcke das städtische Erscheinungsbild und führen laut Strasseninspektorat zu Behinderungen von Fussgängern und Fahrzeugen. Des weiteren bestehe eine erhöhte Brandgefahr, denn die meisten Abfälle seien leicht entflammbar.

Mehr Kontrollen und für Wiederholungstäter 100 Franken Busse
Luzerner stören sich ebenfalls ab diesem Unrat. Mehr und mehr Beschwerden über die nicht korrekte Abfallbereitstellung gehen beim Abfalltelefon ein. Den Mehraufwand auf Grund der Telefonate hat das Strasseninspektorat: Es muss die Sünder ausfindig machen und den Unrat wegräumen lassen. Wie hoch der Aufwand hierfür ist, kann  Franz Suter vom Strasseninspektorat  nicht beziffern.

Um das Problem in den Griff zu bekommen, plant das Inspektorat nun mehr Kontrollen. Wiederholungstäter erhalten eine Rechnung über die entstandenen Aufwendungen. Diese belaufen sich im Schnitt auf bis zu 100 Franken. Suter sagt, dass es manchmal mehr als 50 Ermahnung pro Woche gebe.

Auch Geschäfte stellen die Abfallsäcke zu früh raus
Es sind indes nicht nur Private, die ihre Abfallsäcke nach Lust und Laune auf die Strasse stellen. Auch Geschäfte halten sich nicht an die Vorschriften. Das Strasseninspektorat kämpft hier offenbar gegen Windmühlen. Suter erklärt, dass jedes Geschäft jedes Jahr den Abfuhrplan erhalte. Aber nicht immer gelangten die Informationen in die richtigen Hände. Wenn das Inspektorat die betreffenden Geschäfte ermahne, werde die Schuld oft von einem zum anderen, bis hin zum Abwart geschoben. 

Andrea Masek

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.