Abfallmengen im Kanton Luzern nehmen zu

Die Menge der Siedlungsabfälle ist im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr leicht gewachsen. Auch bei den anderen Abfällen sind Zunahmen zu verzeichnen.

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(pd/sre) Im Jahr 2018 fielen im Kanton Luzern 175'000 Tonnen Siedlungsabfälle (Hauskehricht und Separatabfälle) an. Der Anstieg um 4'400 Tonnen gegenüber dem Vorjahr ist auf die Separatabfälle zurückzuführen, welche hauptsächlich aufgrund des Grünguts zunahmen. Dies teilt das Statistikinstitut «Lustat» mit. Etwas mehr als die Hälfte der Siedlungsabfälle wurden der stofflichen Verwertung zugeführt. Der Rest wurde in den Kehrichtverbrennungsanlagen thermisch verwertet.

Mehr Abfallbiomasse verarbeitet

Die in Luzerner Kompostier- und Vergärungsanlagen verarbeitete Abfallbiomasse erhöhte sich im Jahr 2018 auf 91'700 Tonnen, der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1996. Die Zunahme sei vor allem darauf zurückzuführen, dass zwei landwirtschaftliche Vergärungsanlagen neu in Betrieb genommen wurden.

Mehr Aushub- und Ausbruchmaterial abgelagert

Die im Kanton Luzern auf Deponien und Abbaustellen abgelagerte Menge an unverschmutztem Aushub- und Ausbruchmaterial übertraf 2018 wieder die Marke von einer Million Kubikmetern. Dies, nachdem im Vorjahr mit 870'000 Kubikmetern ein langjähriger Tiefststand verzeichnet wurde. Im Jahr 2018 wurden im Kanton Luzern rund 486‘000 Kubikmeter (lose) Recyclingbaustoffe aus Bauschutt aufbereitet und wieder als Baumaterialien eingesetzt.

Mehr Sonderabfälle

Die Sonderabfälle nahmen im Jahr 2017 um 25 Prozent zu. Als Sonderabfälle gelten Abfälle, die einer besonderen Überwachung bei der Entsorgung und Behandlung bedürfen. Insgesamt fielen im Berichtsjahr 107'000 Tonnen Sonderabfälle an, 28'000 Tonnen mehr als im Durchschnitt der vorangehenden vier Jahre. Die anfallenden Mengen hängen eng mit der Bautätigkeit auf belasteten Standorten und mit Altlastensanierungen zusammen, die starken Schwankungen unterworfen sind.