Abschluss
Trotz hoher Schadensumme: Die Gebäudeversicherung Luzern schliesst mit Plus ab

Winterstürme und Überschwemmungen führten im Kanton Luzern 2020 zu hohen Schäden. Dennoch ist die finanzielle Lage der Gebäudeversicherung Luzern gut.

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(rt) Das Jahr 2020 war eines der schlechtesten Schadensjahre der letzten zwei Dekaden, wie die Gebäudeversicherung Luzern mitteilt. Grund waren Winterstürme zum Jahresbeginn und grössere Überschwemmungen im Juni und Juli 2020. Die Schadensumme beträgt 2020 rund 38,1 Millionen Franken (Vorjahr 18 Millionen). «Eine solche Schadensumme wurde in den letzten 20 Jahren nur viermal übertroffen», heisst es in der Mitteilung der Gebäudeversicherung Luzern. Die Winterstürme verursachten Schäden von rund 11 Millionen Franken, die Überschwemmungen ebenso viel. Im zweiten Halbjahr gab es kaum weitere Elementarschäden und die Feuerschäden waren durchschnittlich.

Nach einem Unwetter kam es am 2. Juli 2020 zu Hochwasser und Überschwemmung, wie hier an der Haldenstrasse beim Verkehrshaus Luzern.

Nach einem Unwetter kam es am 2. Juli 2020 zu Hochwasser und Überschwemmung, wie hier an der Haldenstrasse beim Verkehrshaus Luzern.

Bild: Philipp Schmidli

Trotz hoher Schadensumme schliesst das Geschäftsjahr der Gebäudeversicherung Luzern mit einem Plus von 22 Millionen Franken ab (Vorjahr 33,6 Millionen). Der Ertragsüberschuss ist laut der Versicherung auf Kapitalerträge zurückzuführen, wie mitgeteilt wird.

Gebäudeeigentümer sollen von Ergebnis profitieren können

Die Gebäudeeigentümer sollen von der guten finanziellen Lage bald profitieren können, führt die Versicherung aus. «Aufgrund der rechtlichen Grundlagen war es jedoch nicht möglich, eine Prämiensenkung für die Prämienrechnung 2021 zu gewähren.» Aktuell würden aber mit dem Regierungsrat konstruktive Gespräche geführt und man sei zuversichtlich, dass im Herbst 2021 Lösungen für eine nachhaltige Prämienpolitik präsentiert werden können, führt die Gebäudeversicherung Luzern aus. Der Hauseigentümerverband Luzern zeigte sich Anfang Jahr enttäuscht darüber, das kein Prämienrabatt gewährt wird.