«Abstände konnten nicht eingehalten werden» – in Luzern waren zuletzt sehr viele Menschen am See unterwegs

Die Coronaregeln werden von vielen Leuten in Luzern nur noch mangelhaft beachtet. Eine erneute Sperrung von Teilen des Seeufers ist derzeit aber kein Thema.

Stefan Dähler
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Am ersten Wochenende nach dem Ende des Lockdown und der Wiedereröffnung der Luzerner Seepromenade waren viele Leute unterwegs. «Es gab ein grosses Menschenaufkommen. Teils war es so eng, dass die Mindestabstände nicht eingehalten werden konnten», sagt Armida Raffeiner, Chefin des städtischen Gemeindeführungsstabs, der die Coronamassnahmen im öffentlichen Raum koordiniert.

Einer der Brennpunkte sei die Ufschötti gewesen. «Die Hinweise auf die Coronaregeln stiessen nicht immer auf Verständnis», so Raffeiner. «Ich kann den Wunsch der Bevölkerung, sich draussen aufzuhalten, gut verstehen. Doch die Abstandsregeln gelten nach wie vor und sind einzuhalten.» Dass die Stadt zur Unterstützung der Polizei und des Präventions-Ordnungsdienstes SIP eine private Sicherheitsfirma engagiert hatte, habe sich bewährt: «Diese zusätzlichen personellen Mittel sind nötig.»

Erneute Sperrung derzeit kein Thema

Der Gemeindeführungsstab werde die Situation weiter beobachten, sagt Raffeiner. Teile des Seeufers wieder abzusperren, sei derzeit aber kein Thema. «Das behalten wir uns allenfalls vor, falls die Gesamtsituation prekär wird.» Sprich, wenn die Corona-Ansteckungszahlen wieder stark ansteigen sollten und der Bund gestützt darauf eine Neubeurteilung vornimmt. 

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