Abstandsregeln an Schulen werden leicht gelockert: Wie reagieren die Luzerner Gymis?

Präsenzunterricht in ganzen Klassen gibt es an den Luzerner Gymnasien weiterhin nicht. Doch der Kanton prüft gewisse Lockerungen – und hält für das neue Schuljahr die Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht für möglich.

Julian Spörri
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Seit dem 8. Juni dürfen Gymnasien und Berufsschulen wieder vor Ort unterrichten – unter Einhaltung der aktuell geltenden Schutzbestimmungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Das Luzerner Bildungsdepartement entschied aber, die Kantonsschulen weiterhin geschlossen zu halten, weil der Bund die Einhaltung der Zwei-Meter-Abstände verlangt.

Nun hat das BAG das Schutzkonzept leicht angepasst. Neu heisst es darin nicht mehr, dass der Abstand von zwei Metern «konsequent», sondern «wann immer möglich» eingehalten werden müsse. Zudem entfällt die Vorgabe, dass jede Person vier Quadratmeter Platz haben muss.

Regierungsrat stellt weitere Entscheide in Aussicht

Gemäss Marcel Schwerzmann, Bildungsdirektor des Kantons Luzern, verunmöglicht auch das aktualisierte Schutzkonzept weiterhin die Rückkehr in einen Präsenzbetrieb mit ganzen Klassen. Wie weit die leichte Lockerung dennoch für vermehrte Anwesenheit im Schulzimmer genutzt werden könne, werde derzeit abgeklärt. «Was die 3. bis 5. Klassen an den Gymnasien betrifft, entscheiden wir voraussichtlich am Dienstag über den weiteren Verlauf», so Schwerzmann. Die 1. und 2. Klassen des Langzeitgymnasiums sind bereits heute im Präsenzunterricht an den Schulen, die Schüler der 6. Klasse haben ihre Maturaprüfungen bereits beendet.

Gemäss dem Bildungsdirektor setzt sich der Kanton Luzern bei der Konferenz der Erziehungsdirektoren für die «schnellstmögliche Rückkehr» zum Präsenzunterricht ein. Bezüglich weiterem Zeitplan sagt Schwerzmann: «Ich gehe davon aus, dass wir zu Beginn des neuen Schuljahrs mit vollständigem Präsenzunterricht starten werden.»