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ABSTIMMUNG: 46 Stimmen gaben den Ausschlag: Ja zur Revitalisierung der Sure in Oberkirch

Die Stimmbürger haben der Revitalisierung der Sure mit 1092 Ja gegenüber 1046 Nein zugestimmt. Das knappe Resultat sorgt bei der Gegnerschaft für grosse Enttäuschung.
Berufsfischer Thomas Hofer ist enttäuscht über das Ja zur Revitalisierung der Sure. (Bild: Boris Bürgisser (Oberkirch, 6. Februar 2018))

Berufsfischer Thomas Hofer ist enttäuscht über das Ja zur Revitalisierung der Sure. (Bild: Boris Bürgisser (Oberkirch, 6. Februar 2018))

Evelyne Fischer

evelyne.fischer@luzernerzeitung.ch

War es die No-Billag-Initiative, die generell mobilisiert hat? Oder sorgte der Widerstand im Vorfeld dafür, dass satte 67,5 Prozent der Oberkircher an die Urne gingen? So oder so zeigt die hohe Beteiligung: Die Zukunft der Sure ist der Bevölkerung ein Anliegen. Knapp hat sie sich für deren Revitalisierung ausgesprochen.

Damit fliessen in die Sure im Bereich Hofbach 2,6 Millionen Franken. Kiesbänke und flache Ufer sollen zum Verweilen einladen, Fuss- und Velowege das Gebiet besser erschliessen. 80 Prozent der Kosten übernimmt der Bund. Die Gemeinde trägt rund 320 000 Franken. Finanziert werden diese und der jährliche Unterhalt von 21 000 Franken über einen kommunalen Fonds.

«Hätten uns grössere Zustimmung gewünscht»

Froh über das Ja und doch ernüchtert zeigt sich Bauvorsteher Sacha Heller (FDP): «Für ein Projekt, das verbindend wirken sollte, hätten wir uns eine Zustimmung von der grossen Mehrheit gewünscht.» In der Vergangenheit habe sich Oberkirch stark gewandelt – weg von der landwirtschaftlich geprägten Siedlung, hin zur dienstleistungsorientierten Gemeinde. «Viele stimmten gegen die Revitalisierung aus Angst, auch dieser Lebensraum könnte sein Gesicht verändern.» Trotz Litteringsorgen und drohender Nachtruhestörung sagt Heller: «Ein Benützungsreglement ist künftig unnötig.»

«Sehr glücklich» über das Resultat hingegen ist Samuel Wechsler, Sprecher des Ja-Komitees mit 47 Unterstützern. Er freut sich auf die Umsetzung: «Vom Naherholungsgebiet wird die ganze Bevölkerung profitieren.» Ganz anderer Meinung ist Berufsfischer Thomas Hofer vom 230 Mitglieder starken Nein-Komitee: «Es wird nicht lange gehen, bis der erste Kiosk vor Ort ist, ein WC installiert wird und die Sure zur Partymeile verkommt. Ich bin über das Resultat sehr enttäuscht.» Immerhin habe die Hälfte der Bevölkerung erkannt, dass die «verführerische Revitalisierung eine Mogelpackung ist».

Nach dieser Konsultativabstimmung wird die Gemeinde nun eine positive Stellungnahme zuhanden des Kantons als Bauherr abgeben. Liegt die Bewilligung der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur vor, werden sich die Bauarbeiten über zwei Winter erstrecken. Heller: «Die Eingriffe erfolgen etappiert, es ist nicht mit einer eineinhalb Jahre langen Baustelle zu rechnen.»

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