ABSTIMMUNG: 90-Prozent-Mehrheit für Hooligan-Konkordat

Der Kanton Luzern tritt dem Konkordat über Massnah­men gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen bei. Dies hat das Volk überdeutlich beschlossen.

Drucken
Teilen
Fans werden im April 2007 bei einem Spiel FCL gegen FCZ voneinander ferngehalten. (Archivbild Adrian Stähli/Neue LZ)

Fans werden im April 2007 bei einem Spiel FCL gegen FCZ voneinander ferngehalten. (Archivbild Adrian Stähli/Neue LZ)

Die Vorlage wurde mit 85'358 Ja-Stimmen gegen 9262 Nein-Stimmen angenommen. Das entspricht einem Verhältnis von 90 zu 10 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 38 Prozent.

Damit können die befristeten Sicherheitsbestimmungen, die im Hinblick auf die Euro 08 und die Eishockey-WM 2009 eingeführt worden waren, nahtlos weitergeführt werden. Somit ist es möglich, Rädelsführer und Täter in einem nationalen Informationssystem (Hooligan-Datenbank) zu registrieren, sowie Ausreisebeschränkungen, Rayonverbote, Meldeauflagen oder Polizeigewahrsam von maximal 24 Stunden zu verhängen.

Der Kantonsrat hatte dem Beitritt zum Konkordat im September 2008 mit 94 Ja gegen 8 Nein zugestimmt. Ein Komitee «Nein zu Polizeiwillkür» erreichte daraufhin mittels Referendum die Durchführung einer Volksabstimmung.

bac

Mehr zum Thema am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.