ABSTIMMUNG: Allmendplanung: Der Ton wird schärfer

Der Abstimmungskampf zur Allmend kommt in seine entscheidende Phase. Befürworter und Gegner machen sich gegenseitig Vorwürfe.

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Eine Passantin läuft beim Bahnhof Luzern an «Nein»-Plakaten vorüber. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Eine Passantin läuft beim Bahnhof Luzern an «Nein»-Plakaten vorüber. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Die Komitees setzen zum Endspurt an. Knapp zwei Wochen vor der Abstimmung über die Allmend-Umzonung und den Projektierungskredit luden die Befürworter zum zweiten Mal zur Pressekonferenz. Sie legten gestern noch einmal ihre Argumente für eine Umzonung dar diesmal mit prominenter Unterstützung. Der Grüne Nationalrat Louis Schelbert betonte: «Neben der Kultur muss es in der Stadt Luzern auch Platz für den Spitzenfussball haben. Das jetzige Stadion ist eine Zumutung.» Der Preis für eine Veränderung seien die beiden Hochhäuser der privaten Investoren. Doch ihn als Anwohner der Horwerstrasse störten sie nicht. Es gelte, die gesamte Planung für die Allmend im Auge zu behalten und nicht nur die beiden Wohnbauten.

Vorwürfe an den Gegner
FDP-Grossstadträtin Claudia Portmann-de Simoni zielte mit ihren Voten auf die Gegner der Allmendvorlage. Das Nein-Komitee habe sich mangels guter Argumente gegen das Gesamtprojekt auf den Nebenschauplatz Wohnhochhäuser eingeschossen. Die Darstellung der Hochhäuser im Internet sei «manipuliert», das «Theater um die Ballone unseriös». Portmann: «Es wäre wünschenswert, wenn im Abstimmungskampf Fairness und Wahrheit nicht völlig unter die Räder gerieten.»

Grossstadtrat Markus T. Schmid, einer der acht Co-Präsidenten des Gegenkomitees «Allmend ohne Hochhäuser», ortet bei den Befürwortern Nervosität. Gegen die Vorwürfe wehrt er sich: «Wenn die Befürworter von Manipulation sprechen, sollten sie ihre eigenen Fotos genauer anschauen. Auf dem grossen Bild in der Abstimmungszeitung fehlt das Restaurant Schützenhaus vor dem Stadion.»

Michael Widmer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.