Abstimmung

Alters- und Gesundheitszentrum Adligenswil: Genossenschaft stimmt dem Zusammenschluss mit der AG zu

Fast einstimmig sprach sich die Genossenschaft «Wohnen und Leben am Riedbach» in Adligenswil für den Zusammenschluss mit der Pflegezentrum Riedbach AG aus. Jetzt folgt am Wochenende die Abstimmung über den Sonderkredit der Gemeinde.

Hugo Bischof
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Das Alters- und Gesundheitszentrum Riedbach in Adligenswil.

Das Alters- und Gesundheitszentrum Riedbach in Adligenswil.

Bild: Boris Bürgisser (Adligenswil, 20. September 2020)

Mit überwältigendem Mehr spricht sich die Genossenschaft «Wohnen und Leben am Riedbach» in Adligenswil für den Zusammenschluss mit der Pflegezentrum Riedbach AG aus. Im Rahmen einer ausserordentlichen Generalversammlung, die wegen der Coronabeschränkungen auf schriftlichem Weg stattfand, stimmten 217 von 219 Genossenschafter für die gemeinsame Lösung. Die Stimmbeteiligung betrug 94 Prozent. Das teilte die Genossenschaft mit.

Die Zustimmung der Genossenschaft ist eine Voraussetzung für den Weiterbestand des Alters- und Gesundheitszentrums Adligenswil. Der zweite Schritt steht an diesem Wochenende mit der Urnenabstimmung über die finanzielle Unterstützung der Gemeinde an.

Zusätzliche Betriebsbeiträge von 8,9 Millionen Franken

Insgesamt 27,7 Millionen Franken beträgt der Sonderkredit zur Finanzierung des Alters- und Gesundheitszentrums, über den die Adligenswiler Bevölkerung am 29. November abstimmt. Allerdings gehen nur 8,9 Millionen davon zu Lasten der Erfolgsrechnung der Gemeinde. Dabei handelt es sich um Betriebsbeiträge zur Deckung der kumulierten Betriebsverluste und zur Sofortabschreibung von Anlagevermögen, um künftige Belastungen der Betriebsrechnung zu eliminieren. Die vom Gemeinderat ebenfalls beantragte Umwandlung eines bestehenden Darlehens von 3,9 Millionen Franken in Aktienkapital und die Übertragung einer Solidarbürgschaft von 14,9 Millionen Franken belasten die Gemeindekasse nicht zusätzlich. Bei der Planung und Inbetriebnahme des Alters- und Gesundheitszentrum Riedbach im Februar 2019 waren hohe Mehrkosten entstanden.