ABSTIMMUNG: Alters- und Pflegeheim in Rothenburg wird eine gemeinnützige AG

Die Bevölkerung gibt grünes Licht zur Umwandlung des Heims – deutlicher als erwartet.

Merken
Drucken
Teilen
Das Alters und Pflegeheim Fläckematte in Rothenburg. (Bild: Manuela Jans, 7. März 2012)

Das Alters und Pflegeheim Fläckematte in Rothenburg. (Bild: Manuela Jans, 7. März 2012)

Das Alters- und Pflegeheim Fläckematte wird in die gemeinnützige Aktiengesellschaft Fläckematte AG umgewandelt. Mit rund 66 Prozent haben die Rothenburger der Heimauslagerung gestern zugestimmt – 1766 Ja- standen 900 Nein-Stimmen gegenüber. Die Stimmbeteiligung lag bei 51 Prozent.

Im Vorfeld der Abstimmung hielt der Gemeinderat fest, dass die Bewohner und auch die Mitarbeitenden zu vergleichbaren Bedingungen von der neuen Trägerschaft übernommen werden. Gisela Doenni, parteilose Gemeinderätin und Leiterin des Ressorts Dienstleistungen, freut sich über das Resultat: «Eigentlich haben wir eine Zustimmung erwartet, aber nicht in dieser Klarheit. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und gut kommuniziert haben.»

2018 soll die AG den Betrieb übernehmen

Der Verwaltungsrat wird dereinst aus fünf Personen, die noch zu bestimmen sind, bestehen. Eine davon wird ein Gemeinderat sein. Doenni sagt zum weiteren Vorgehen: «Im Mai werden die Verwaltungsratsmandate ausgeschrieben, und im Juni startet das Selektionsverfahren.» Ziel sei es, dass die Aktiengesellschaft auf den 1. Januar 2018 den Betrieb der Fläckematte übernimmt. Die Aktien der gemeinnützigen AG bleiben zu 100 Prozent im Besitz der Gemeinde. Doenni präzisiert: «Sollte es einmal sinnvoll sein, einen Teil der Aktien zu verkaufen, so geht das nur mit Zustimmung der Stimmbevölkerung. Denn ein Verkauf hätte unweigerlich eine Reglementsänderung zur Folge.» Die Gemeinde verspricht sich von der Auslagerung mehr Flexibilität. Das Heim könne so schneller auf die veränderten Verhältnisse im Arbeitsmarkt und die Bedürfnisse der Bewohner eingehen.

Luzern, Emmen und Hochdorf haben ihre Heime bereits ausgelagert. Kriens und Horw wollen diesen Schritt ebenfalls bis 2018 vollziehen. (sam)