ABSTIMMUNG: Fusion: Oberkirch will eigenständig bleiben

Soll sich Oberkirch an weiteren Fusionsabklärungen beteiligen? Diese Frage hat das Stimmvolk an der Urne klar verneint.

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Mit 943 (67,6%) gegen 452 Stimmen hat sich der Souverän dazu entschieden, dass Oberkirch autonom in die Zukunft steuern soll, wie die Gemeinde mitteilt. Die Stimmbeteiligung lag bei hohen 58,8%.

«Kleineres Konstrukt» ohne Oberkirch
Hätte Mehrheit mit Ja beantwortet, hätte der Gemeinderat mit möglichen Fusionspartnern (Sursee, Mauensee, Knutwil, Geuensee) Kontakt aufgenommen und sich an Fusionsprojekten beteiligt. Der Entscheid wurde mit Spannung erwartet, denn das Zustandekommen eines grösseren Fusionsprojektes hängt wesentlich von Oberkirch ab. Auch wenn Gemeindepräsident Ernst Roth im Vorfeld betont hatte: «Eine Fusion in der Region Sursee steht und fällt nicht mit dem Entscheid von Oberkirch.» Ein «kleineres Konstrukt» sei auch ohne Oberkirch möglich, da sich Mauensee, Knutwil und Sursee bereits für Fusionsabklärungen ausgesprochen haben. Die Knutwiler Bevölkerung hat dies allerdings unter dem Vorbehalt getan, dass auch Oberkirch mitmacht.

CVP dafür, SVP dagegen
Die CVP stellte sich mehrheitlich hinter weitere Abklärungen und hatte die Ja-Parole beschlossen. Die FDP hatte auf eine Parolenfassung verzichtet. Die SVP empfahl, auf weitere Fusionsabklärungen zu verzichten.

Alle weiteren Vorlagen – die Einzonung Teilgrundstück Seehäusern, der Landerwerb Seehäusern (Ausübung Kaufrecht) durch die Gemeinde, der Sonderkredit für die Erschliessung des Teilgrundstücks und die Verkaufsermächtigung für den Verkauf von Einzelparzellen an den Gemeinderat – wurden sehr deutlich angenommen.

scd/red