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ABSTIMMUNG: Grünes Licht für die Wegmatt-Umzonung in Horw

Die Planung für die Überbauung auf dem Horwer Wegmatt-Areal kann fortgesetzt werden. Das Stimmvolk hat die dafür nötige Umzonung abgesegnet. Damit endet eine lange Leidensgeschichte.
Wegmatt_Areal_2017

Wegmatt_Areal_2017

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

Bald werden auf der Wegmatt-Brache die Bagger auffahren. Die Horwer Stimmbürger haben der Umzonung des Areals in die Wohn- und Arbeitszone am Sonntag deutlich mit 85 Prozent zugestimmt. Die Stimmbeteiligung lag bei 36 Prozent. Die Umzonung ist Voraussetzung für eine Überbauung, welche die Grundeigentümerin Schappe AG realisieren will. Neu ist ein höherer Wohnanteil möglich.

Vorgesehen sind zwei Wohnhäuser und ein Gewerbegebäude mit Platz für laute Betriebe im Erdgeschoss und Büros (siehe Grafik). Die Baukosten dürften rund 35 Millionen Franken betragen. Noch in diesem Jahr will die Schappe AG den Gestaltungsplan bei der Gemeinde eingeben, die Bauarbeiten sollen Mitte 2018 starten. Die Fertigstellung ist 2021 bis 2022 vorgesehen.

Turbulenzen und jahrelange Verspätung

Bei der Schappe AG ist man erleichtert über das Abstimmungsresultat. «Das war für uns eine längere Leidensgeschichte», sagt Andreas Schoch, Architekt der geplanten Überbauung. Die Umzonung war schon lange pendent, 2010 sollte eigentlich eine Wohnzone ohne Gewerbe entstehen. Danach änderte der Einwohnerrat immer wieder seine Meinung, zwischenzeitlich war eine Gleisüberführung vorgesehen, inzwischen ist daraus eine Unterführung geworden. Zuletzt wurde die Umzonung diesen März zurückgewiesen – durch eine unheilige Allianz von SVP und L20. In der Folge konnte der Gemeinderat Einsprachen von Anwohnern durch eine Reduktion der Bauhöhe bereinigen und andere Forderungen des Einwohnerrats umsetzen. Im Juni schliesslich sagte das Parlament dann Ja zur Umzonung (wir berichteten).

Mit dem gestrigen Volksentscheid wurde übrigens auch beschlossen, dass die Gemeinde Horw und die Schappe AG sich gegenseitig je ein Stück Land abkaufen. Das ist eine Voraussetzung für die erwähnte Gleisunterführung. «Bis spätestens im Sommer wollen wir dem Parlament den Baukredit vorlegen», sagt Bauvorsteher Thomas Zemp (CVP), der sich über das Abstimmungsresultat freut.

Anders ist die Gemütslage bei der SVP, die sich als einzige Partei gegen die Umzonung aussprach, weil ihr der Gewerbeanteil bei der Überbauung zu klein ist. Sie verzichtete im Vorfeld der Abstimmung jedoch auf eine aufwendige Kampagne. «Das Resultat konnte man so erwarten», sagt Fraktionschef Oliver Imfeld. «Dass es nun auf dem Wegmatt-Areal weitergeht, ist auch in unserem Sinne. Wir wollten aber ein Zeichen setzen für Gewerberäume, auch hinsichtlich zukünftiger Bauprojekte.»

Bezüglich Gewerberäume sagt Thomas Zemp: «Die Wegmatt wäre früher sicher geeigneter dafür gewesen, doch zuletzt sind in der Nachbarschaft mehrere neue Wohnbauten entstanden, die Bedingungen haben sich verändert.» Raumplanerisch handle es sich nun um eine gute Lösung. «Mit dem südlichen Gewerbegebäude markiert das Areal künftig den Übergang zwischen Gewerbe- und Wohngebiet.» Wie man andernorts Gewerberäume fördern könnte, will der Gemeinderat nun in einem Planungsbericht aufzeigen.

Luftaufnahme mit den eingezeichneten Grundstücken. (Bild: Gemeinde Horw)

Luftaufnahme mit den eingezeichneten Grundstücken. (Bild: Gemeinde Horw)

Heutige Situation der Wegmatt. (Bild: Gemeinde Horw)

Heutige Situation der Wegmatt. (Bild: Gemeinde Horw)

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