ABSTIMMUNG: Haushohes Ja zur Siedlungsentwässerung

Die Stadt Luzern kann ihre Abwasserkanäle sanieren. Das Volk sagte wuchtig Ja zum 31-Millionen-Kredit.

Rem
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Die Stadt Luzern (im Bild Stadtrat Adrian Borgula) wird die Kanäle sanieren. (Bild: Remo Naegeli)

Die Stadt Luzern (im Bild Stadtrat Adrian Borgula) wird die Kanäle sanieren. (Bild: Remo Naegeli)

Das Stadtluzerner Stimmvolk hat den Kredit zur Erneuerung der öffentlichen Siedlungsentwässerungsanlagen
der Stadt Luzern mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 90,6 Prozent wuchtig angenommen. Damit wurde die Rekordzustimmung aus dem Jahr 2006 knapp verpasst, als 92 Prozent der Stadtluzerner Ja sagten zu den Instandstellungsarbeiten. Die Stimmbeteiligung lag bei 44,1 Prozent.

Im Untergrund der Stadt Luzern verläuft ein 224 Kilometer langes Abwasser-Kanalisationsnetz. Dessen
Wiederbeschaffungswert beläuft sich auf gut eine halbe Milliarde Franken. Die Rechnung ist einfach: Bei einer
mittleren Lebensdauer der Kanal-Infrastruktur von 80 Jahren ergibt sich ein jährlicher Wertverlust von zirka 6,6 Millionen Franken. Diese Summe muss Jahr für Jahr investiert werden, um den Zustand der Anlagen auf einem konstanten zufrieden stellenden Niveau zu halten. Entsprechend kommen alle fünf bis sechs Jahre grössere Kredite vors Volk.

Nichts zu tun mit der Abstimmung hat die Erhöhung der Abwasserbetriebsgebühr von 1.20 auf neu 1.60 Franken pro 1000 Liter Frischwasser per 1. April: Ein 4-Personen-Haushalt zahlt nun jährlich 70 bis 80 Franken mehr.