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ABSTIMMUNG: Herdschwand wird bald abgerissen

Nach einem heftig geführten Abstimmungskampf gibt das Volk abermals grünes Licht für die Neuüberbauung des Areals Herdschwand. Der Emmer Gemeinderat will nun rasch vorwärtsmachen.
Freuen sich über das Abstimmungsergebnis: Tobias Käch (CVP), Franz Räber (FDP) und Markus Schumacher (SVP) vom Komitee Pro Herschwand. (Bild: Roger Grütter (Emmen, 4. März 2018))

Freuen sich über das Abstimmungsergebnis: Tobias Käch (CVP), Franz Räber (FDP) und Markus Schumacher (SVP) vom Komitee Pro Herschwand. (Bild: Roger Grütter (Emmen, 4. März 2018))

Beatrice Vogel

beatrice.vogel@luzernerzeitung.ch

Das Resultat zu den umstrittenen Vorlagen ist erstaunlich deutlich: 56 Prozent der abstimmenden Emmer sagen Ja zum Bebauungsplan Neuschwand, der Umzonung des Areals Herdschwand von der öffentlichen Zone in die spezielle Wohnzone sowie zum Abriss der bestehenden Gebäude des ehemaligen Alterszentrums. Dies bei einer Stimmbeteiligung von 49 Prozent.

«Ich bin sehr erleichtert», sagt Bauvorsteher Josef Schmidli (CVP). «Es ist ein klarer Entscheid und bestätigt die Strategie, die der Gemeinderat seit Jahren verfolgt.» Zwar hat der Einwohnerrat bereits letztes Jahr den erwähnten Vorhaben zugestimmt, dank dem Referendum wurden diese Entscheide nun durch das Volk legitimiert.

Regierungsrat muss den Bebauungsplan genehmigen

Ebenfalls erfreut zeigt sich Finanzdirektor Urs Dickerhof (SVP). «Das ist ein klares Signal», sagt er und fügt an, nun habe man genügend über die Herdschwand abgestimmt. Gemäss Dickerhof soll der Abriss bald angepackt werden, «damit wir die Gebäude nicht weiter unterhalten müssen und laufende Kosten einsparen können». Stehen bleiben soll von den Gebäuden des ehemaligen Alterszentrums nur das Personalhaus. «Jetzt können wir weiterarbeiten wie geplant», sagt auch Josef Schmidli. Als Nächstes müssen der Bebauungsplan und die Umzonung noch vom Luzerner Regierungsrat genehmigt werden. Daneben muss die Projektentwicklerin Losinger Marazzi AG der Gemeinde einen Investor präsentieren. Für das Grundstück, dessen Verkauf vor drei Jahren beschlossen wurde, soll die Gemeinde rund 16,5 Millionen Franken erhalten.

Die Befürworter der Vorlage vom Komitee Pro Herdschwand sehen den Hauptgrund für das Ja im Argument, dass die Verdichtung im Innern der Gemeinde stattfinden soll. «Es ist sinnvoller, im bebauten Siedlungsgebiet zu verdichten, als neues Kulturland zu überbauen», sagt Komiteemitglied und FDP-Einwohnerrat Franz Räber. Der demokratische Entscheid sei wichtig und unterstreiche den Verkaufsbeschluss von 2015. Erfreut sei man auch über das Resultat zur Abriss-Frage. Räber: «Die Gebäude können zurückgebaut und das Grundstück bis zum Neubau der Natur überlassen werden.»

Gross ist die Enttäuschung natürlich beim «Komitee Herdschwand erhalten», das sich jahrelang gegen den Verkauf, den Abriss und die geplanten Neubauten auf der Herdschwand engagiert hat. Es respektiere den Volksentscheid, teilt das Komitee mit, und es sei stolz, dass man der Bevölkerung durch die Referenden ermöglichen konnte, direkt zu entscheiden und die Verantwortung für die künftige Entwicklung des Areals zu übernehmen. «Es ist zu hoffen, dass der Erlös nun nicht nur vergangene Defizite deckt, sondern auch für die Sanierung und künftige Entwicklung der Gemeinde Emmen verwendet wird.»

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