Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ABSTIMMUNG: Hochdorf heisst in der Stichfrage den Gegenentwurf zur Bodeninitiative gut

Die Gemeindeinitiative «Boden behalten – Hochdorf gestalten» erhielt vom Volk zwar mehr Zuspruch als der Gegenentwurf des Gemeinderats. In der Stichfrage machte aber gestern trotzdem Letzterer das Rennen.
Der Landverkauf in der Gemeinde Hochdorf soll eingeschränkt werden. (Symbolbild LZ)

Der Landverkauf in der Gemeinde Hochdorf soll eingeschränkt werden. (Symbolbild LZ)

«Das ist mehr als ein Achtungserfolg für unsere Initiative. Das Ja zum Gegenvorschlag entspricht hingegen einem Zufallsergebnis.» So interpretiert Hans Bächler, Präsident der SP ad interim, das Abstimmungsergebnis von Hochdorf. Dieses liess eine Prise Skurrilität nicht missen: Denn die Stimmbürger befürworteten sowohl die Gemeindeinitiative «Boden behalten – Hochdorf gestalten» des Vereins Aktives Hochdorf/Grüne und der SP (862 Ja zu 828 Nein) wie auch den Gegenentwurf des Gemeinderates (840 Ja zu 836 Nein). In der Stichfrage sprach sich das Volk mit 860 zu 800 dann aber für die Vorlage des Gemeinderats aus. Die Stimmbeteiligung lag bei 28 Prozent.

Gemäss Gegenentwurf gilt damit ein Verbot für Landverkäufe für kommunale Grundstücke in der Zone für öffentliche Zwecke sowie in der Zone für Sport- und Freizeitanlagen. Rund 40 Prozent der insgesamt 55 Hekt­aren Gemeindeland können somit nur noch im Baurecht abgegeben werden. Zieht man davon den Anteil Strassen ab, entsprechen diese Zonen zwei Dritteln des Gemeindeeigentums.

Mit dieser Beschränkung verwässere der Gegenentwurf das ursprüngliche Begehren, sagt Hans Bächler. Immerhin komme es dank der Initiative zu einer ­Veränderung. «Darauf sind wir stolz.» Trotz Gewinn der Stich­frage müsse der Gemeinderat anerkennen, dass die Initiative mehr Stimmen erhielt als der Gegenentwurf. «Im Schach hiesse so etwas Patt und somit Remis», so Bächler. «Umso mehr erwarten wir nun, in die Ausarbeitung des entsprechenden Reglements eingebunden zu werden.»

Die Mitsprache finde im Zuge der Vernehmlassung statt, so Gemeindepräsidentin Lea Bischof (CVP). «Unser Ziel ist es, das Reglement im Mai 2018 an der Urne zur Abstimmung zu bringen.» Bischof ist «sehr dankbar», wurde der Gegenentwurf angenommen. Dies zeige: «Die Stimmbürger halten die Vorlage für zukunftsweisend und umsetzbar.» Nach dem Begehren «Hochdorf wächst langsam» war dies in ihren drei Präsidialjahren bereits die zweite Initiative, die vors Volk kam. «Ich finde es positiv, engagieren sich die Bürger stärker. Aber es fordert uns Politiker auch heraus.»

Ein Ja gab’s am Sonntag ferner zum Budget 2018: Dieses sieht ein Plus von 571 000 Franken vor mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 2,1 Einheiten. (fi)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.