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ABSTIMMUNG: Inseli: Schon 2019 sollen die Car-Parkplätze weg

Der Luzerner Stadtrat und die Abstimmungs-Sieger wollen die Inseli-Initiative rasch umsetzen. Der Stadtrat knüpft dies allerdings an eine Bedingung, die zurzeit noch nicht erfüllt ist.
Die Abstimmungssieger auf dem Inseli: Juso-Präsident Linus Petermann (Mitte) und die Stadträte Manuela Jost (GLP) und Adrian Borgula (Grüne). (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 24. September 2017))

Die Abstimmungssieger auf dem Inseli: Juso-Präsident Linus Petermann (Mitte) und die Stadträte Manuela Jost (GLP) und Adrian Borgula (Grüne). (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 24. September 2017))

Robert Knobel

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

Die Grünanlage am Inseli wird erweitert. «Damit wird wertvoller innerstädtischer Raum für die Bevölkerung zugänglich gemacht», freut sich die SP in einer Mitteilung – und gratuliert ihrer Jungpartei zum Abstimmungssieg. Lanciert hatte die Inseli-Initiative bekanntlich die Juso. Deren Präsident Linus Petermann sieht nun den Stadtrat in der Pflicht. «Er muss jetzt vorwärtsmachen», sagt Petermann und macht deutlich, dass die Initianten auf eine rasche Aufhebung der Car-Parkplätze pochen. Beim Stadtrat stösst dies auf offene Ohren. Gemäss Baudirektorin Manuela Jost (GLP) sieht der Fahrplan folgendermassen aus:

  • 2018 startet die Testplanung für die Umgestaltung des linken Seeufers Inseli–Wagner-Museum.
  • 2019 soll die Aufhebung der Parkplätze am Inseli beginnen.
  • 2020 Projektwettbewerb für die Umgestaltung des Inselis.
  • 2023 Eröffnung der Parkanlage.

Doch eine entscheidende Frage bleibt offen: Wohin mit den 32 Car-Parkplätzen, die nun der Grünanlage weichen müssen? Manuela Jost bekräftigt, dass der obige Fahrplan nur unter der Bedingung gilt, dass für die Parkplätze eine Ersatzlösung gefunden wird. «Das Inseli wird nicht carfrei, solange wir keine Lösung haben.» Wie eine solche Lösung aussieht, ist noch völlig unklar.

Für Stadtrat Adrian Borgula (Grüne) wie auch für die Initianten steht einzig fest, dass die Inseli-Parkplätze nicht im Zentrum kompensiert, sondern an die Peripherie verlagert werden müssen. Borgula nennt Standorte wie Ibach, Friedental, Eichwald oder Allmend – einen Favoriten gibt es aber nicht. Borgula erwähnt zudem langfristige Ideen wie die privaten Parkhausprojekte Musegg und Schweizerhof. «Wer weiss, vielleicht gibt es irgendwann eines von diesen Projekten.»

Enttäuscht vom Resultat ist man bei der SGV, welche viele Schiffspassagiere hat, die per Car anreisen. «Das ist ein schwarzer Tag für den Luzerner Tourismus», sagt SGV-Direktor Stefan Schulthess. Zwar sehen die Pläne des Stadtrats vor, weiterhin maximal fünf Anhalteplätze für Cars im Bereich KKL-Seeufer anzubieten. Wie praktikabel dies sein wird, sei aber noch offen, findet Schulthess.

Enttäuscht sind die Bürgerlichen. Die CVP schreibt etwa: «Die Rahmenbedingungen für den Tourismus als wichtigen Wirtschaftszweig werden erheblich verschlechtert.» Für André Bachmann, Präsident der City- Vereinigung, gilt es nun vorwärts- zuschauen. «Es ist offensichtlich, dass die innerstädtischen Quartiere den Car-Verkehr nicht wollen. Das gilt es zu akzeptieren.» Das Dilemma zu lösen, sei aber eine Knacknuss.

In Sachen Määs werde man den Stadtrat zudem beim Wort nehmen. Dieser hatte stets betont, dass die Herbstmesse mit Lunapark auf einem begrünten Inseli bleiben kann. Die Frage nach den Inseli-Parkplätzen wurde übrigens auch in der grossen Verkehrs-Umfrage von FDP-Kantonsrat Herbert Widmer gestellt (wir berichteten). Das Umfrageresultat wurde aufgrund einer Vereinbarung mit dem Befragungsinstitut bis nach der Abstimmung zurückgehalten – und zeigt nun Überraschendes: Bei der Befragung Anfang August lehnten noch 61 Prozent der Städter die Initiative ab.

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