ABSTIMMUNG: Keine Bildkopien auf der Luzerner Kapellbrücke

Die Mehrheit der Luzernerinnen und Luzerner scheinen kein Interesse an Bildkopien auf der Luzerner Kapellbrücke zu haben. Die Initiative "Die Bilder gehören auf die Kapellbrücke" wurde abgelehnt.

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Mitte Oktober wurden auf der Kapellbrücke Luzern testweise acht Kopien der beim Brand 1993 zerstörten Originalbilder aufgehängt. Die Stadtluzerner konnten sich im Vorfeld der Abstimmung somit vor Ort selbst ein Bild machen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Mitte Oktober wurden auf der Kapellbrücke Luzern testweise acht Kopien der beim Brand 1993 zerstörten Originalbilder aufgehängt. Die Stadtluzerner konnten sich im Vorfeld der Abstimmung somit vor Ort selbst ein Bild machen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

11'578 Stadtluzerner sagten am Sonntag Ja zur Initiative «Die Bilder gehören auf die Kapellbrücke», 14'280 waren dagegen. Das entspricht einem Nein-Anteil von 55 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 51 Prozent.

Damit wird weiterhin der Stadtrat und nicht das Stadtparlament bestimmen können, welche Bilder auf den Luzerner Holzbrücken hängen dürfen. Wäre die Initiative angenommen worden, wäre insbesondere ermöglicht worden, dass auf der Kapell- und auf der Spreuerbrücke Bildkopien anstelle der Originale aufgehängt werden könnten.

Beim Brand der Kapellbrücke am 18. August 1993 wurden 78 der 111 Giebelgemälde zerstört. Ziel der Initianten rund um die Stadtluzerner Jungfreisinnigen war es, dass die Kopien, die der Luzerner Anwalt und Kunstliebhaber Jost Schumacher für rund zwei Millionen Franken anfertigen liess, aufgehängt werden dürfen. Die Replika aus Öl und Tempera sollten die Lücken auf der Kapellbrücke schliessen, die seit dem Brand in den Bilderzyklen klaffen.

nop/bac

Ein Originalbild von der Kapellbrücke... (Bild: Pius Amrein)

Ein Originalbild von der Kapellbrücke... (Bild: Pius Amrein)

... und die Kopie davon, gemalt im Auftrag des Luzerner Kulturmäzens Jost Schumacher. (Bild: Pius Amrein)

... und die Kopie davon, gemalt im Auftrag des Luzerner Kulturmäzens Jost Schumacher. (Bild: Pius Amrein)