ABSTIMMUNG: Kriens möbelt sein Dorfzentrum auf

Das Zentrum der Luzerner Vorortsgemeinde Kriens soll attraktiver werden. Die Gemeinde will dazu zusammen mit Privaten vier Bauprojekte realisieren. Die Stimmberechtigten befinden am 9. Februar über den Bruttokredit von 61 Millionen Franken.

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So soll der neue Gemeindehausplatz neben dem Teiggi-Areal aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll der neue Gemeindehausplatz neben dem Teiggi-Areal aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Das Dorfzentrum von Kriens hat in den vergangenen Jahrzehnten seine Funktion weitgehend eingebüsst. Die Gemeinde will deshalb Impulse setzen und so dafür sorgen, dass das Zentrum wieder attraktiver wird. Dank der Zusammenarbeit mit Privaten muss die öffentlichen Hand nur die Hälfte der gesamten Investitionen finanzieren.

Zwei Projekte trägt die Gemeinde zu 100 Prozent selbst. Für den Werkhof und die Feuerwehr gibt es im Eichenspes neben dem Schulhaus Feldmühle einen Neubau. Dort, wo der Werkhof und die Feuerwehr heute untergebracht sind, im Gebiet Schappe Süd bei der alten Busschleife, soll das Vereins- und Kulturleben der Gemeinde ein neues Zentrum erhalten. Geplant sind dort Sanierungen sowie ein Neubau.

Auf verschiedene Wohnbedürfnisse ausgerichtet

Zusammen mit Privaten will die Gemeinde das Zentrum Pilatus realisieren. Es handelt sich um ein Wohn- und Geschäftshaus, in dem auch die Gemeindeverwaltung ihren Sitz haben wird. Das neue Gebäude, das den Bau des einstigen Hotel Pilatus ersetzt, soll dem Dorfzentrum wieder ein Gesicht geben.

Gänzlich von Privaten realisiert wird der Wohnpark, der auf dem Areal der ehemaligen Teigwarenfabrik Teiggi und auf dem Gemeindehaus-Areal zu stehen kommt. Dort, wo es heute Kultur-, Gewerbe- und Verwaltungsräume gibt, soll es Wohnraum für Familien und pflegebedürftige Menschen geben.

Das Engagement der Gemeinde kostet brutto 61 Millionen Franken. Mit Verkäufen unter anderem des Teiggi-Areals und Auflösungen von Reserven kann dieser Betrag auf netto 37 Millionen Franken reduziert werden.

Für die Finanzierung der Investitionen geht die Gemeinde von jährlichen Kosten von 1,3 Millionen Franken aus. Der Gemeinderat rechnet aber, dass das attraktivere Dorfzentrum zu zusätzlichen Steuereinnahmen führt, so dass der Aufwand teilweise kompensiert wird.

Bis auf die SVP unterstützen alle Parteien das Vorhaben. Der Gemeinderat betont, dass ein Nein die Gemeinde finanziell nicht weniger belasten würde als eine Realisierung der Vorhaben, dies weil umfassende Sanierungsarbeiten unumgänglich seien. (sda)