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ABSTIMMUNG LUZERN: Cheerstrasse: 281 Stimmen gaben den Ausschlag

Die Umfahrungsstrasse vom Dorf Littau zum Littauerboden kann realisiert werden. Der Entscheid kam denkbar knapp zu Stande – auch weil die meisten Littauer der Urne fernblieben.
Abstimmungssieger und SVP-Präsident Peter With vor dem Bahnübergang in Littau, der dereinst autofrei werden soll. (Bild: Pius Amrein (Littau, 24. September 2017))

Abstimmungssieger und SVP-Präsident Peter With vor dem Bahnübergang in Littau, der dereinst autofrei werden soll. (Bild: Pius Amrein (Littau, 24. September 2017))

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch


Erstmals konnte die ganze Stadt Luzern über ein Projekt abstimmen, das den neuen Stadtteil Littau direkt betrifft. Damit nicht genug: Die Littauer selber hatten sich 2009, kurz vor der Fusion, zur Umfahrung Cheerstrasse geäussert. Das damals deutliche Ja wurde gestern äusserst knapp bestätigt. Nur gerade 281 Stimmen gaben den Ausschlag. Auffallend sind dabei zwei Dinge: Sehr viele Stimmberechtigte – 1447 Personen – legten ihren Stimmzettel leer ein. Zweitens war die Stimmbeteiligung im direkt betroffenen Stadtteil Littau nur marginal höher als sonst. Selbst im Kreis Thorenberg, wo die neue Umfahrungsstrasse zu stehen kommt, ging nur jeder Dritte zur Urne.



Zu den engagiertesten Kämpfern für die neue Umfahrungsstrasse gehört SVP-Präsident Peter With. Er nimmt die magere Stimmbeteiligung in Littau zur Kenntnis, stellt aber auch fest, dass die direkt betroffenen Quartiere mit grosser Mehrheit für die neue Strasse votierten. «Hier gab es auch wenige Leerstimmen.»

Stadtrat will «zügig vorwärts machen»

With fügt hinzu: «Jetzt ist es am Stadtrat, den Zeitplan einzuhalten und nicht weiter zu verzögern.» Auch Stadtrat Adrian Borgula (Grüne) verspricht, man wolle nun «zügig vorwärts gehen». Konkret soll die neue Umfahrungsstrasse 2023 eröffnet werden. Als Wermutstropfen bezeichnet Borgula die Tatsache, dass das Parlament die Fussgänger-/Velounterführung aus dem Projekt gekippt hat. Für die SP, welche die Cheerstrassen-Vorlage bekämpft hatte, zeigt das knappe Resultat denn auch, dass «viele gegenüber dem reinen Autoprojekt eine grosse Skepsis haben», wie Präsident Claudio Soldati sagt. Gleichzeitig ortet er ein grosses Desinteresse bei der Bevölkerung an der Cheerstrasse, die wohl im Schatten der Inseli-Abstimmung stand. «Die Vorlage lief leider unter ferner liefen. Deshalb ist die hohe Anzahl von leeren Stimmzetteln augenfällig», so Soldati. Für die linken Gegner war das Projekt aber auch zu teuer, denn die Gesamtkosten belaufen sich inzwischen auf rund 24 Millionen Franken – viel mehr, als 2009 vom Littauer Volk bewilligt.

Noch offen ist, was mit dem oberirdischen Bahnübergang beim Bahnhof Littau geschieht, wenn der Autoverkehr dereinst über die neue Umfahrung fliesst. Da die Velounterführung nicht mehr zum Projekt gehört, bleibt die Barriere vorläufig bestehen – als Übergang für Velos und Fussgänger. Der Stadtrat will aber die Situation rund um den Bahnhof Littau zusammen mit den SBB klären. Diese planen in den nächsten Jahren einen grösseren Umbau des Bahnhofs.

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