ABSTIMMUNG: Mehr Geld für Solaranlagen in der Stadt Luzern

Das Stimmvolk der Stadt Luzern hat die SP-Initiative zur Energie­politik knapp angenommen. In der Stich­frage gab es jedoch dem Gegen­vorschlag des Stadtrats den Vorzug.

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Sonnenkollektoren auf einem Dach in der Stadt Luzern (Archivbild Esther Michel/Neue LZ)

Sonnenkollektoren auf einem Dach in der Stadt Luzern (Archivbild Esther Michel/Neue LZ)

Die Volksinitiative «Für eine aktive Energiepolitik in der Stadt Luzern» ist am Sonntag mit 9424 gegen 9305 Stimmen hauchdünn angenommen worden (50,32 zu 49,68 Prozent). Der Gegenvorschlag des Stadtrats wurde hingegen viel deutlicher mit 13'172 gegen 4816 Stimmen angenommen (73 zu 27 Prozent). Da es sowohl zur Initiative wie zum Gegenvorschlag ein Ja gab, war die Stichfrage entscheidend. Mit 44,5 zu 55,5 Prozent gab das Volk dem Gegenvorschlag den Vorzug. Die Stimmbeteiligung lag bei 48 Prozent.

Die Initiative foderte eine Erhöhung der jährlichen Einlage in den städtischen Energiefods von heute 500'000 auf mindestens 2 Millionen Franken. Mit den Geldern aus dem Fonds sollen die erneuerbaren Energien und insbesondere die Sonnenenergie breit gefördert werden.

Stadtrat und Parlament unterstützten das grundsätzliche Ziel der Initiative, hielten jedoch eine Erhöhung auf jährlich 1 bis 1,5 Millionen Franken für ausreichend. Die Erhöhung soll zudem auf sechs Jahre befristet bleiben.

bac/hb.

Stimmen und Analysen zum Abstimmungsergebnis lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.