ABSTIMMUNG: Nidwaldner lehnen Harmos-Vorlage ab

Der Kanton Nidwalden tritt dem Konkordat über die Harmonisierung der Volksschulen nicht bei. Die Vorlage scheitert an der Urne trotz Entschärfungen deutlich.

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Lehrerin Andrea Künzli mit Kindern im Frühkindergarten von Stansstad. (Bild Urs Rüttimann/Neue NZ)

Lehrerin Andrea Künzli mit Kindern im Frühkindergarten von Stansstad. (Bild Urs Rüttimann/Neue NZ)

An der Volksabstimmung vom Sonntag standen sich 6332 Ja- und 10'471 Nein-Stimmen gegenüber (38 zu 62 Prozent). Die Stimmbeteiligung lag bei 58 Prozent.

Zur Abstimmung war es gekommen, weil die SVP das Referendum gegen einen Beschluss des Landrats ergriffen hatte.

Ablehnung trotz entschärftem «Kindergartenalter»
Umstrittenster Punkt beim Projekt der Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS) war der Eintritt in den Kindergarten mit vier Jahren und ein zweites obligatorisches Kindergartenjahr. Das hat auch zur Ablehnung des Konkordat-Beitritts in Luzern, Thurgau und Graubünden geführt.

Wie in Uri und Schwyz hätte auch in Nidwalden diese Regelung entschärft werden sollen. Ein Aufschub des Kindergarteneintritts hätte auf ein schriftlich begründetes Gesuch der Eltern sowie ein gemeinsames Gespräch hin gewährt werden können. Ausserdem hätte der spätere Schuleintritt auch nach Vorliegen medizinischer oder psychologischer Fachgutachten erfolgen können. 

red