ABSTIMMUNG: Reusswehr-Ja: Nun wieder Flussbad in Luzern?

Eine Badeanstalt in der Reuss – eine alte Idee wird wiederbelebt. Nun, wo das Wehr saniert werde, sei die Zeit reif dafür, sagt eine grüne Politikerin.

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Die Badeanstalt unterhalb der Spreuerbrücke. Sie wurde 1971 abgerissen. (Bild Stadtarchiv)

Die Badeanstalt unterhalb der Spreuerbrücke. Sie wurde 1971 abgerissen. (Bild Stadtarchiv)

Beim Ausfluss der Reuss aus dem Vierwaldstättersee hat sich im Lauf der Jahrhunderte vieles verändert. Das einzige Beständige ist die aus dem frühen 15. Jahrhundert stammende Spreuerbrücke. Dass gleich anschliessend flussabwärts einst eine imposante Badeanstalt stand - wer erinnert sich noch daran? «Mississippi-Dampfer» nannte der Volksmund das mitten im Flusslauf stehende Gebäude, das mehr als Waschanstalt diente denn einer modernen Vergnügungsbadi entsprach. Ende 1971 wurde der «Dampfer» abgerissen.

«Beliebte Treffpunkte»
Viele Luzernerinnen und Luzerner haben die Idee eines neuen Flussbads in der Reuss seither nie ganz aus den Augen verloren. Eine von ihnen ist die grüne Stadtparlamentarierin Katharina Hubacher. «In Bern, Basel und anderen Städten haben Flussbäder eine lange Tradition und sind beliebte Treffpunkte für die Bevölkerung», sagt sie. «So etwas müsste auch in Luzern möglich sein.»

Bereits im September 2003 bat Hubacher zusammen mit Fraktionskollegin Christa Stocker den Stadtrat in einem Postulat, «zu prüfen, ob zwischen Spreuerbrücke und Reussinsel ein geeigneter Standort für ein Reussbad gefunden werden kann». Das Postulat wurde mit der Zustimmung einer Mehrheit des Grossen Stadtrats überwiesen. Seither ist aber nichts mehr passiert. Der Stadtrat hat das Anliegen auf die lange Bank geschoben.

«Anliegen ernst nehmen»
Ob die Badi an gleicher Stelle wie der frühere «Mississippi-Dampfer» oder weiter flussabwärts zu stehen käme, ist für Hubacher zweitrangig: «Wichtig ist einfach, dass man das Anliegen ernst nimmt.» Sie verweist auf ein zweites Posulat der Grünen, das ebenfalls vor vier Jahren vom Parlament überwiesen wurde. Darin wurde der Stadtrat dazu aufgefordert, eine Neugestaltung des St.-Karli-Quais zu prüfen. «Diese zwei Anliegen müssen zusammen geprüft werden», sagt Hubacher, «und am besten jetzt, wo in und an der Reuss baulich sowieso vieles in Bewegung ist.»

Hugo Bischof

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.