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ABSTIMMUNG: Ruswiler lehnen neuen Dorfkern ab

Mit 58 Prozent Nein-Stimmen versenken die Stimmbürger das 15-Millionen-Projekt Dorfkern West um das Chrämerhus. Während Gemeindepräsident Leo Müller enttäuscht ist, freut sich die SVP.
So stellen sich die Planer den neuen Dorfplatz in Ruswil vor. (Bild: Visualisierung: Studio 12 GmbH)

So stellen sich die Planer den neuen Dorfplatz in Ruswil vor. (Bild: Visualisierung: Studio 12 GmbH)

Alexander von Däniken

alexander.vondaeniken@luzernerzeitung.ch

Im Zentrum von Ruswil bleibt alles beim Alten. Mit 1802 zu 1313 Stimmen haben die Stimmbürger am Sonntag einen 15,3-Millionen-Franken-Kredit für das Projekt Dorfkern West abgelehnt. Das entspricht einem Neinstimmenanteil von 58 Prozent. Für die Summe hätte das denkmalgeschützte Chrämerhus saniert und mit einem Neubau ergänzt werden sollen. In diesen wäre die Gemeindeverwaltung gezogen, die derzeit an zwei Standorten untergebracht ist. Im Geschäft enthalten war auch der Kaufvertrag für die betreffenden Grundstücke. Die Stimmbeteiligung lag bei hohen 63 Prozent.

Die Abstimmungsvorlage war umstritten. Insbesondere die SVP wehrte sich gegen die ihrer Meinung nach zu hohen Kosten. Die Volkspartei machte mit Flugblättern mobil. Als Alternative brachte sie die beiden Standorte Rosswöschstrasse und Wolfsmatte ins Spiel. Das seien bedeutend preisgünstigere Varianten.

Gemeindepräsident: Zurück auf Feld 1

Gemeindepräsident Leo Müller (CVP) reagierte am Sonntag enttäuscht: «Es ist schade und in der Deutlichkeit auch überraschend.» Offenbar hätten die Flugblätter Wirkung gezeigt. «Der giftige Abstimmungskampf hat wohl zum Resultat beigetragen.» Nun gelte für Ortskern und Gemeindeverwaltung: Zurück auf Feld 1. «Offenbar ist jetzt nicht die Zeit der Visionen.» Anders ist die Gemütslage bei SVP-Ortspräsident Fabian Stadelmann: «Selten ergab ein Nein bei einer Abstimmung so viele Gewinner.» Was er damit meint: Jetzt könne für weniger Geld auf gemeindeeigenem Boden auf der Wolfsmatte ein neues Projekt geplant werden.

Die Ruswiler genehmigten mit 68 Prozent Ja-Anteil eine neue Gemeindeordnung und mit 62 Prozent Ja-Anteil das Budget.

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