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ABSTIMMUNG SCHÖTZ: Neues Pflegeheim – alter Standort

Eine deutliche Mehrheit der Schötzer Stimmbürger hat sich auf den Standort Biffig festgelegt. Jetzt kann das Mauritiusheim an derselben Stelle neu gebaut werden. Dieser Entscheid freut auch den Schötzer Chilbibetrieb.
Das Mauritiusheim bleibt am Standort Biffig – und erhält mehr Platz. (Bild: Roger Grütter (Schötz, 26. Mai 2017))

Das Mauritiusheim bleibt am Standort Biffig – und erhält mehr Platz. (Bild: Roger Grütter (Schötz, 26. Mai 2017))

Die Würfel sind gefallen: Eine klare Mehrheit der Schötzer Stimmbürger will am bisherigen Standort Biffig festhalten. Mit dem Resultat von 1169 Ja- gegenüber 363 Nein-Stimmen (Ja-Anteil: 76,3 Prozent) kommt es beim rund 600 Meter vom Dorfkern entfernten Mauritiusheim zu einem Neubau. Die Stimmbeteiligung lag bei 58 Prozent.

Das Volk befürwortet mit dem Entscheid die Übertragung von gemeindeeigenen Grundstücken und Gebäuden, die beim jetzigen Standort liegen, im Wert von 2,481 Millionen Franken als Sacheinlage der Mauritiusheim Schötz AG. Des Weiteren sagte der Souverän Ja zur Aufstockung des Gesellschaftskapitals um fünf Millionen. Diese Bareinlage soll der AG, die der Gemeinde gehört, zur soliden Finanzierung der zu realisierenden Investition in den Neubau dienen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 25 Millionen Franken. Damit stehen den Betagten künftig statt 53 Betten deren 60 zur Verfügung. Weiter gibt es 10 bis 12 Wohnungen mit Assistenz. Zudem möchte man im Biffig auch der Spitex und einer Kindertagesstätte Platz bieten.


«Akzeptieren den demokratischen Entscheid»

«Mit diesem deutlichen Resultat habe ich nicht gerechnet», zeigte sich Sozialvorsteherin Ruth Bachmann-Schärli (CVP) hocherfreut. Die Überraschung war umso grösser, da der Abstimmungskampf zuweilen sehr hohe Wellen geworfen hatte und «eine Tendenz nicht wirklich absehbar war», betont die Gemeinderätin.

Vreni Kunz dagegen konnte eine «gewisse Enttäuschung» nicht verbergen. Sie gehört zur Gruppe «Daheim im Dorfkern», die für den Standort im Zentrum die Werbetrommel gerührt hatte. Sie sagt: «Wir akzeptieren diesen demokratischen Entscheid. Wir konnten mit unserem Engagement zu einer breiten Diskussion und hohen Stimmbeteiligung beitragen. Das ist umso nötiger gewesen, weil Gemeinderat und Verwaltungsrat nur häppchenweise informiert haben – dies auf unsere hartnäckige Fragerei hin.» Es sei jetzt notwendig, dass nebst dem Pflegeheim Biffig auch aktive Angebote für das Wohnen im Alter, vor dem Pflegeheimeintritt, im Dorfkern angeboten würden.

Sozialvorsteherin Ruth Bachmann kann mit dem klaren Entscheid für den Standort Biffig erst einmal aufatmen. «Jetzt können wir weiterplanen. Das ist umso wichtiger, da ein hoher Sanierungsbedarf im Heim besteht und ein Neubau zwingend ist.» Bachmann hofft, dass alle Arbeiten «bis spätestens 2023 abgeschlossen sind». Dass das Resultat so deutlich ausfiel, ortet sie in einer «wirklich guten Botschaft, in die viel Know-how eingeflossen ist». Zudem seien nun im Dorfkern alle Möglichkeiten zur Weiterentwicklung – auch für die kommenden Generationen – offen, sagt die Gemeinderätin. Sie habe nämlich im Vorfeld der Abstimmung festgestellt, dass sich viele Junge für das Geschäft interessierten.

Und noch etwas: Die Chilbi, die ausgerechnet gestern auf dem Gelände stattfand, wo die Gegner den Neubau bevorzugten, dürfte mit dem Entscheid für Biffig ihren Standort für die nächsten Jahre gesichert haben.


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