Abstimmungskampf um Kampfjets: 1320 Vollzeitstellen sind in der Zentralschweiz direkt von der Luftwaffe abhängig

Braucht die Schweiz eine Luftwaffe? Die Antwort auf die Abstimmungsfrage kann für die Zentralschweiz wirtschaftliche Folgen haben, sagen die Armee und der Luzerner Regierungsrat Paul Winiker. Laut SP-Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo bietet ein Nein mehr Chancen.

Alexander von Däniken
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Ein F/A-18 im Anflug auf den Flugplatz Emmen.

Ein F/A-18 im Anflug auf den Flugplatz Emmen.

Pius Amrein (Emmen, 4. Juli 2018)

Am 27. September entscheiden die Schweizer Stimmbürger, ob sich der Bund bis 2030 für sechs Milliarden Franken neue Kampfflugzeuge beschaffen soll. Die Frage ist für das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) um Bundesrätin Viola Amherd existenziell. Denn die bestehenden Tiger- und F/A-18-Flugzeuge müssen in zehn Jahren altershalber ausser Betrieb genommen werden. Ohne neue Kampfjets gibt es keine Luftwaffe mehr. Das wäre im Sinn der Mehrheit von SP, Grünen und der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA): Das Geld soll besser für das Gesundheitswesen, den Katastrophenschutz oder die Bekämpfung des Klimawandels eingesetzt werden. Die Linksparteien und die GSoA haben deshalb das Referendum gegen den Bundesbeschluss ergriffen.