Acht Hotels in Luzerner Tourismuszone

In der umstrittenen Frage des Schutzes der repräsentativen Luzerner Hotels ist eine Einigung zustande gekommen. Acht Luzerner Hotels kommen in eine spezielle Tourismuszone, in der nur Hotels, Restaurants und Casinos zulässig sind.

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Die Luzerner Hotelzone am rechten Seeufer. (Bild: Roger Gruetter/Neue LZ)

Die Luzerner Hotelzone am rechten Seeufer. (Bild: Roger Gruetter/Neue LZ)

Im Rahmen der Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) sprach sich der Luzerner Stadtrat für eine Tourismuszone aus. Sie soll sicherstellen, dass Hotelanlagen erhalten bleiben, die das Image und das Ortsbild von Luzern prägen und für den Tourismus wichtig sind, wie es in einem Communiqué heisst.

Dagegen haben sich die betroffenen Hoteliers zur Wehr gesetzt. Sie sahen in den Plänen der Stadt einen Eingriff in ihre Freiheit. Stadt und Hoteliers setzten daraufhin eine gemeinsame Taskforce unter der Leitung von Hanspeter Balmer, der Balmer-Etienne AG, ein. Diese erarbeitete nun eine Lösung, mit der alle Beteiligten leben können.

In die Tourismuszone kommen demnach die Hotels Schweizerhof, Palace, National, Europe, Montana, Hermitage, Seeburg und Gütsch.

Spekulationsverkäufe verhindern

In der Tourismuszone sind nur Bauten, Anlagen und Nutzungen für Hotel, Restaurants und Casinos zulässig. 20 Prozent der Fläche können für Wohn- und Arbeitsnutzungen verwendet werden. Weitere solche Nutzungen sind nur möglich, wenn sie den touristischen Zweck sichern oder optimieren.

Für Luzern sei wichtig, dass der Verkauf eines in der Tourismuszone liegenden Hotels aus Gründen der Spekulation verhindert werden kann, heisst es weiter.

Kann ein Hotel nicht mehr wirtschaftlich geführt werden, besteht die Möglichkeit mit den Behörden eine nicht touristische Nutzung zu vereinbaren. Auch aus Sicht der Stadt sei es nicht sinnvoll, einen Hotelbetrieb aufrecht erhalten zu wollen, der im Markt nicht bestehen könne.

Die Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) kommt im nächsten Jahr – voraussichtlich im Sommer – vor den Grossen Stadtrat. Da sie dem fakultativen Referendum untersteht, geht die Stadt davon aus, dass es auch zu einer Volksabstimmung kommen wird.

sda/ks