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ACHTERBAHNEN: Aus 80 Metern in die Tiefe

Der Lunapark ist in diesem Jahr so spektakulär wie nie. Der freie Fall beim «Spin-Tower» lässt einem das Blut in den Adern gefrieren.
Raphael Gutzwiller
Die grosse Attraktion im Lunapark: der «Spin Tower». (Bild Pius Amrein)

Die grosse Attraktion im Lunapark: der «Spin Tower». (Bild Pius Amrein)

Raphael Gutzwiller

«Einfach nicht nach unten schauen», sagt der 12-jährige Julian Müller aus der Stadt Luzern. Dabei ist die Plattform erst auf halber Höhe angekommen und dreht sich um sich selber. Dann geht es nochmals höher. Über 80 Meter hoch ist der Turm «Spin-Tower» des Frauenfelder Schaustellers Hanspeter Maier.

Die Aussicht ist atemberaubend: auf die Fussballfelder, die Hochhäuser daneben, ins Fussballstadion bis in die Innenstadt, wo die Museggtürme und die Hofkirche zu erkennen sind. Auf Bildern oder in einem Film würde man wohl nur staunen: So schön ist Luzern. Doch wenn sich unter den Füssen nur 80 Meter Luft befinden, kriegt man es mit der Angst zu tun. Die Menschen sind nur ganz klein, erkennen tut man auf diese Distanz schon längst niemanden mehr – wenn man denn nach unten sähe.

«The Final Countdown»

Ganz oben angekommen dreht die Plattform des «Spin-Tower» wieder eine Runde. Geniessen kann Julian seine Fahrt schon lange nicht mehr. Wenn es dort oben einen Knopf gäbe, bei dem man den Entscheid, auf die Bahn zu gehen, rückgängig machen könnte: Ein Grossteil der Luga-Besucher würde dies wohl tun.

Dann ertönt das Lied «The Final Countdown», und man weiss – jetzt geht es los. Im freien Fall rauscht die Plattform in die Tiefe – mit ihr 24 Menschen. Die Herzen rutschen in die Hosen.

Sobald man unten angekommen ist, macht sich das Gefühl von Erleichterung breit. Man hat die Fahrt überlebt. Und es hat ja doch ein bisschen Spass gemacht. «War ja gar nicht so schlimm», sagt nun auch Julian strahlend.

Achterbahn ist weltweite Neuheit

Der «Spin-Tower» ist längst nicht die einzige neue Attraktion an der diesjährigen Luga. Insbesondere die weltweit neue Achterbahn «Drifting ­Coaster» mit frei schwingenden Gondeln macht zuerst Angst – und dann Spass. Statt sich wie eine «gewöhnliche» Achterbahn nur zu drehen, reisst es die Gondeln beinahe aus der Verankerung. Fast so, als würde die Gondel herunterfallen. Nach ein paar Drehungen weiss man aber immerhin: Es passiert schon nichts. Dass man von seiner Fahrt wie im Europa-Park sogar ein Bildchen kaufen könnte, ist noch das Tüpfelchen auf dem i.

Für «Ohs», «Ahs» und Geschrei sorgt auch der «Burner» mit Mehrfach-Loops. Die Bahn dreht sich auf dem Kopf immer wieder um die eigene Achse – Nichts für schwache Nerven. Ansonsten wartet der Lunapark mit Klassikern auf. Wie immer hat es «Putschi-Autos», vor allem bei Jugendlichen sind die hoch im Kurs. Für die Kleineren gibt es zudem die Rutschbahn «Niagara» sowie mehrere weitere Achterbahnen.

Ein Klassiker an der Luga ist auch in diesem Jahr das Riesenrad. Besonders mit charmanter Begleitung kann es in der Gondel in luftiger Höhe romantisch sein. Doch aufgepasst: Wenn man nach unten schaut, kann einem auch dort mulmig zu Mute werden.

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