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ADLIGENSWIL: Bürger wollen schöneres Zentrum

Der Gemeinderat wollte von der Bevölkerung wissen, wie sie die Zukunft des Dorfes sieht. Fazit: Vermisst wird vor allem ein richtiger Dorfkern.
Roger Amberg
Der Adligenswiler Dorfplatz präsentiert sich nicht sehr attraktiv. Bild: Pius Amrein (17. Februar 2017)

Der Adligenswiler Dorfplatz präsentiert sich nicht sehr attraktiv. Bild: Pius Amrein (17. Februar 2017)

Roger Amberg

region@luzernerzeitung.ch

Wie soll sich Adligenswil in den nächsten Jahren entwickeln? Diese Frage stellte der Gemeinderat den Bürgern am vergangenen Donnerstag im Rahmen der «Zukunftswerkstatt», die vom Luzerner Büro Interface Politikstudien durchgeführt wurde. Rund 100 Personen diskutierten in zehn zufällig zusammengesetzten Gruppen die Stärken und Schwächen der Gemeinde Adligenswil. Anschliessend konnten die Teilnehmer Vorschläge machen, was sich in den nächsten Jahren verändern soll. Dabei kamen insbesondere zwei Themenpunkte zum Vorschein: ein attraktiveres Dorfzentrum sowie Schule und Bildung.

Das grösste Bedürfnis der Adligenswiler scheint dabei das Dorfzentrum zu betreffen. Die Anwesenden bemängelten die jetzige Situation und wünschten sich für die Zukunft mehr Begegnungszonen. «Ein richtiger Dorfkern, wo sich Alt und Jung trifft, fehlt momentan», brachte es ein Teilnehmer auf den Punkt. Gewünscht wird ein zentraler, ­attraktiver Ort, wo auch bei­spielsweise in einem Café verweilt werden kann. Das eigentliche Dorfzentrum ist heute der Platz zwischen Coop, Zentrum Teufmatt und Gemeindeverwaltung. Doch dieser ist nicht gerade eine Zierde. 2011 lancierte der Gemeinderat zwar einen Wettbewerb für eine Neugestaltung und präsentierte sogar bereits ein Siegerprojekt. Doch passiert ist bis jetzt nichts. Die Adligenswiler ­Gemeindepräsidentin Ursi Burkart (CVP) verspricht Besserung: «Beim Dorfzentrum sind wir bereits dran und planen eine Arealentwicklung. Das Zentrum darf an Attraktivität sicher noch ein bisschen zulegen.»

Ausserschulische Betreuung ist ungenügend

Als zweiter grosser Problempunkt wurde die momentane ­Situation rund um die Schule ­angesprochen. Insbesondere die ausserschulische Betreuung der Kinder sei mangelhaft. «Der Wunsch nach ausserschulischer Betreuung entspricht dem Zeitgeist», sagt Ursi Burkart. Es gelte, «Bedarf und Finanzierung fundiert zu prüfen». Aber auch die Schulqualität und die Infrastruktur soll in Zukunft verbessert werden, geht es nach der Meinung der Einwohner.

Bei den weiteren Themen, die angesprochen wurden, handelt es sich insbesondere um die regionale Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden sowie das Erreichen einer vielfältigen Bevölkerungsstruktur. Gerade Letzteres ist in Adligenswil eine drängende Frage. Die Gemeinde möchte wachsen und strebt dies mit Neueinzonungen an. Doch der juristische Streit um die Ortsplanung blockiert diese Entwicklung.

Gemeindepräsidentin Bur­kart zeigte sich am Ende der «Zukunftswerkstatt» überaus zufrieden mit der Veranstaltung: «Es ist absolut grossartig, einerseits von der Anzahl Besucher her, aber auch, wie sie interessiert mitgemacht haben.» Was aber geschieht nun mit den gesammelten Ideen? Innerhalb der nächsten zwei Wochen steht eine zweitägige Klausur des Gemeinderats an, in der eine neue Gemeindestrategie für Adligenswil erarbeitet werden soll. Dabei ­sollen Rückmeldungen aus der Bevölkerung in die Planung der nächsten Jahre miteinfliessen. «Wir haben jetzt eine gute Basis für die bevorstehende Klausur», erklärt Ursi Burkart.

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