ADLIGENSWIL: Hohes Defizit für Adligenswil

Die Rechnung 2012 der Gemeinde weist ein Minus von 835'000 Franken aus. Nur dank Fondsentnahmen fällt das Defizit nicht noch höher aus. Grund für das schlechte Resultat sind fehlende Steuereinnahmen.

Red
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Die Gemeinde Adligenswil mit dem Pilatus im Hintergrund. (Bild: PD)

Die Gemeinde Adligenswil mit dem Pilatus im Hintergrund. (Bild: PD)

Grund zur Freude bietet die Rechnung 2012 der Gemeinde Adligenswil nicht. Das Defizit beträgt gut 835'000 Franken und fällt somit schlechter aus als das budgetierte Minus von knapp 619'000 Franken. Könnte die Gemeinde nicht 630'000 Franken aus zwei Töpfen, dem Armenfonds und dem Steuerausgleich, entnehmen, würde das Defizit gar 1,47 Millionen Franken betragen. Die Gründe für das schlechte Resultat liegen etwa bei den Steuern. So lagen die Steuererträge letztes Jahr 1 Million Franken unter Budget. Dies wiederum als Folge von Wegzügen von Steuerzahlern und von einer sinkenden durchschnittlichen Steuerkraft, wie es heisst.

Brauchts eine Steuererhöhung?

Das Budget 2013 rechnet mit einem Defizit von 580'000 Franken. Neu geht der Gemeinderat davon aus, dass die Steuererträge fürs laufende Jahr etwa 700'000 Franken tiefer ausfallen werden als budgetiert. Deshalb müssten künftige Ausgaben «sehr genau im Auge behalten werden». Für den Voranschlag 2014 sei das Dienstleistungsangebot zu überprüfen. «Sowohl die Ausgabenseite als auch der Steuerfuss sind zu überprüfen», schreibt Finanzvorsteher Markus Sigrist, der gestern telefonisch nicht zu erreichen war.

Nein zum Kunstrasenfeld

Ebenfalls gestern Abend hat Bildungsvorsteher Peter Kälin mitgeteilt, dass der Adligenswiler Gemeinderat die Initiative für ein Kunstrasenfeld ablehnt. Diese wurde vom FC Adligenswil (FCA) lanciert und kommt am 28. Mai vors Volk. Mit Blick auf die trübe Finanzlage seien die Kosten für ein Kunstrasenfeld auf dem Sportareal Löösch zu hoch. «Der Gemeinderat ist überzeugt, dass durch den vermehrt getätigten Unterhalt der Sportanlagen den Bedürfnissen des FCA Rechnung getragen wird.»