ADLIGENSWIL: Kantonsgericht bemängelt Teil der Ortsplanung

Die Gemeinde Adligenswil darf das Gebiet Blatten nicht einzonen. Dies hat das Kantonsgericht entschieden, weil das Gebiet ein schutzwürdiges Reptilienbiotop sei. Die anderen Bereiche der kommunalen Ortsplanung sind vom Gericht nicht bemängelt worden.

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Das Gebiet Blatten in Adligenswil darf gemäss Kantonsgericht nicht eingezont werden. (Bild: map.search.ch)

Das Gebiet Blatten in Adligenswil darf gemäss Kantonsgericht nicht eingezont werden. (Bild: map.search.ch)

Wie das Kantonsgericht am Montag mitteilte, hat es eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz in wesentlichen Teilen abgewiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann an das Bundesgericht weitergezogen werden.

Das Gericht trat auf jene Teile der Beschwerde nicht ein, in denen die Stiftung Landschaftsschutz die neuen Bauzonen allgemein als überdimensioniert und nicht bedarfsgerecht kritisiert hatte. Die Stiftung könne nur so weit Beschwerde führen, als sie eine Bundesaufgabe wahrnehme, begründet das Gericht dies.

In einem Punkt war die Stiftung Landschaftsschutz aber erfolgreich. Das Kantonsgericht hob die Einzonung im Gebiet Blatten auf. Mit der Einzonung im Gebiet Blatten werde in eine Fläche eingegriffen, die im kantonalen Reptilieninventar als schutzwürdiges Biotop erfasst sei. Dies sei aber nur dann zulässig, wenn der Eingriff zwingend erforderlich sei, schreibt das Kantonsgericht.

Die Stimmberechtigten von Adligenswil hatten im Januar 2014 die Gesamtrevision der Ortsplanung gutgeheissen. Die Stiftung Landschaftsschutz erhoben dagegen Verwaltungsbeschwerde beim Luzerner Regierungsrat, blitzte bei diesem aber ab. (sda)