Adligenswil macht vorwärts mit Einführung von Tempo 30

Auf der Durchfahrtachse durch Adligenswil, inklusive Kantonsstrasse-Abschnitten, soll bald Tempo 30 gelten. Gemeinde und Kanton wollen damit die Sicherheit für Fussgänger und Velofahrer verbessern und den Lärm reduzieren.

Hugo Bischof
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Auf der markierten Strecke ist die Einführung von Tempo 30 in Adligenswil geplant.

Auf der markierten Strecke ist die Einführung von Tempo 30 in Adligenswil geplant.

Gemeinde Adligenswil

Noch dieses Jahr soll auf der Durchfahrtachse durch das Dorfzentrum von Adligenswil Tempo 30 eingeführt werden. Das teilte der Gemeinderat mit. Das neue Temporegime wird von Gemeinde und Kanton gemeinsam eingeführt; es wird also auch auf den entsprechenden Abschnitten der Kantonsstrasse gelten (Luzernerstrasse ab Meiersmattstrasse sowie Udligenswilerstrasse ab Unterführung vor dem Obmatt-Kreisel). Die Verkehrsanordnung des Kantons für den Kreisel Widspüel/Rössli liegt bei der Gemeinde bereits öffentlich auf. Die weiteren Bewilligungsgesuche folgen ab 13. August; beim Kanton sind sie bereits jetzt einsehbar.

Ziel sei es, die Signalisation von Tempo 30 zeitgleich zum Bus-Fahrplanwechsel am 8. Dezember 2020 vorzunehmen, sagt Gemeinderätin und Bauvorsteherin Gisela Widmer Reichlin: «Die baulichen Etappen werden mit der Anpassung der Bushaltestellen auf der Kantonsstrasse koordiniert. Diese Bauarbeiten des Kantons sollen ebenfalls zum Fahrplanwechsel im Dezember abgeschlossen sein.»

110'000 Franken Kosten

Dank Tempo 30 sollen insbesondere Fussgänger sowie Velofahrer mehr Schutz erhalten, speziell in den Bereichen der Schulhäuser, des «Rössli» und bei der Obgardi-Einmündung. Ebenso sollen die Anwohner der Dorfstrasse nicht mehr unter dem erhöhten Strassenlärm leiden. Bei einer Umfrage unserer Zeitung wurde Tempo 30 im Dorfzentrum Adligenswil von den politischen Parteien mehrheitlich positiv beurteilt, nur die SVP äusserte Bedenken.

Für die Einführung von Tempo 30 auf der Dorfstrasse rechnet die Gemeinde Adligenswil mit Kosten von 110'000 Franken. Diese sind mit dem Budget 2020 von den Stimmberechtigten genehmigt worden. Der hauptsächliche Teil der Kosten entfällt auf die Erstellung eines durchgehenden Trottoirs bei der Obgardi-Einmündung, wo kein Rechtsvortritt gilt. Mit der Gesamtsanierung der Dorfstrasse will der Gemeinderat noch zuwarten, «weil die Auswirkungen des erhöhten Lastwagenverkehrs wegen der geplanten Deponie Stuben auf Gemeindegebiet von Ebikon unklar sind».

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