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ADLIGENSWIL: Mit viel weniger Bauland endlich zum Ziel

Wie stark soll die Gemeinde wachsen? Diese Frage könnte nach langem Hin und Her bald geklärt sein. Der Gemeinderat musste dafür aber viele Kompromisse machen.
Robert Knobel

Robert Knobel

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

Eine turbulente Geschichte für Adligenswil nähert sich einem versöhnlichen Ende. Die revidierte Ortsplanung, die 2014 vom Volk beschlossen wurde, könnte 2018 endlich in Kraft treten. Allerdings wird von dem, was die Stimmbürger damals bewilligt haben, wohl nicht mehr allzu viel übrig bleiben. Wegen einer Beschwerde der Stiftung Landschaftsschutz, die bis vor Bundesgericht ging, musste die Gemeinde Adligenswil nochmals über die Bücher (wir berichteten).

Herausgekommen ist eine neue Version der Ortsplanung, die auf einen grossen Teil der ursprünglich geplanten Neu-Einzonungen verzichtet. Und diesmal ist auch der Landschaftsschutz einverstanden, wie Lucas Collenberg, Geschäftsführer der Gemeinde Adligenswil, auf Anfrage sagt. Gegen die aktualisierte Version der Ortsplanung habe die Stiftung keine Beschwerde mehr eingereicht. Judith Hüppi von der Stiftung Landschaftsschutz bestätigt, dass der Fall Adligenswil für sie nun erledigt sei.

Die Einsprachefrist ist am Dienstag abgelaufen. Gemäss Collenberg sind sechs Rückmeldungen aus der Bevölkerung eingegangen: drei Stellungnahmen und drei offizielle Einsprachen. Diese sollen nun in den nächsten Monaten bereinigt werden. Ziel ist, dass die Adligenswiler Stimmberechtigten Ende November nochmals über die Endfassung der Ortsplanung abstimmen können. Danach muss die Luzerner Regierung noch ihren Segen dazu geben.

Am Dorfrand wird auf Einzonungen verzichtet

So wie die Ortsplanung neu daherkommt, sticht vor allem eines ins Auge: Es gibt nur noch wenige Flächen, die neu als Bauland eingezont werden (siehe Grafik). Um mindestens 40 Prozent, so lautete die Vorgabe, sollten die Neu-Einzonungen reduziert werden. Weggefallen sind insbesondere Gebiete an der Peripherie der Gemeinde. So verbleibt etwa das Gebiet Chluse am südlichen Dorfrand grösstenteils in der Landwirtschaftszone.

Statt der ursprünglich vorgesehenen 17 000 Quadratmeter Neu-Bauland werden nur noch 2800 Quadratmeter eingezont. Ganz verzichtet wird auf die Einzonung des Gebiets Altmatt Nord (9500 Quadratmeter) sowie auf den Stöckenweg (3600 Quadratmeter). Am Stöckenweg wollte die Gemeinde Platz schaffen für die Ansiedlung neuer Firmen. Dieser Plan wird nun nicht umgesetzt. Auch in der Altmatt Süd ­fallen 6700 Quadratmeter neues Bauland weg. Ein dortiger Grundeigentümer ist inzwischen nicht mehr an einer Umzonung interessiert.

Wachstum wird stark begrenzt

Die Gemeinde Adligenswil hat heute rund 5400 Einwohner. Die 2014 verabschiedete Ortsplanung sollte es erlauben, die Einwohnerzahl auf bis zu 6200 zu steigern. Solche Wachstums­raten sind mit der jetzigen Version nicht mehr möglich. Das neue Bauland schafft Platz für rund 300 zusätzliche Einwohner in Adligenswil. Nochmals so viele könnten dank innerer Verdichtung im Dorfzentrum hinzukommen sowie durch die Überbauung des bestehenden, noch brachliegenden Baulandes.

Auch wenn der Gemeinderat insgesamt stark zurückbuchstabieren musste: Der Adligenswiler Bauvorsteher Peter Stutz (FDP) zeigt sich heute «erleichtert, dass wir zu einem Schluss kommen und die Ortsplanung bald umsetzen können».

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