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24. Adventsfenster: Dank diesem Wirtepaar aus Egolzwil is(s)t an Heiligabend niemand allein

Wir öffnen das 24. Adventsfenster: Während andere Wirte an Heiligabend eine Pause einlegen, decken Erika und Franz Hunkeler für ein offenes Weihnachtsessen den Tisch. Angefangen hat die Tradition im ganz kleinen Kreis.
Laden am 24. Dezember jeweils zu einem Weihnachtsessen der besonderen Art: Franz und Erika Hunkeler vom Gasthaus «St. Anton» in Egolzwil. (Bild: Eveline Beerkircher, 20. Dezember 2018)

Laden am 24. Dezember jeweils zu einem Weihnachtsessen der besonderen Art: Franz und Erika Hunkeler vom Gasthaus «St. Anton» in Egolzwil. (Bild: Eveline Beerkircher, 20. Dezember 2018)

«Wir versprechen Ihnen nicht den Himmel auf Erden, dafür aber die Gastlichkeit unserer Familie.» Andernorts wäre ein solcher Satz eine Plattitüde. Das Wirtepaar des «St. Anton» in Egolzwil darf man hingegen beim Wort nehmen, wenn jenes auf der Website für seine Gastfreundschaft wirbt. Vor allem an Heiligabend. Seit 1996 führen Erika und Franz Hunkeler-Häberli die Beiz im stattlichen Schindelhaus mitten im Dorf. Und seit anno dazumal bitten sie jeweils am 24. Dezember zu Tisch.

Mittlerweile sind es über zwei Dutzend Bekannte und Stammgäste aus der Region, die sich ab 19 Uhr im «Tenn» einfinden. Menschen, die sonst einsam wären; etwa, weil Verwandte weiter weg oder die Kinder längst ausgeflogen sind. Fürs offene Weihnachtsessen hat die Gemeinde dem Paar letztes Jahr den «Goldenen Stern» verliehen. Ein mit 500 Franken dotierter Anerkennungspreis. «Wir waren völlig verblüfft», so Erika Hunkeler (55).

Das Engagement von ihr und ihrem Mann Franz (60) nahm seinen Anfang im kleinen Kreis. Der damalige Koch der Hunkelers hätte Heiligabend mutterseelenallein verbringen müssen. «Das konnten wir nicht zulassen», sagt Erika Hunkeler. Auch, weil sie keine Kinder haben, dafür mit der Verwandtschaft am Weihnachtstag feiern, luden sie kurzerhand den Küchenkumpanen sowie einen Freund zum Znacht ein. «Weil es sich gut vorbereiten liess, gab es Fondue chinoise. Das Menü haben wir bis heute beibehalten.»

Persönliche Einladung geht dem Schmaus voraus

Auf die Idee unserer Zeitung, dieser Tradition im letzten Türchen unseres Adventskalenders Platz einzuräumen, reagierte das Wirtepaar zunächst skeptisch. Erika und Franz Hunkeler machen kein «Tamtam» darum. «Wir sind weder Gutmenschen, noch handelt es sich hier um einen plumpen Werbeversuch», sagt Erika Hunkeler. «Uns geht es gesundheitlich gut, im Geschäft läuft es rund. Dafür sind wir dankbar und geben gerne etwas zurück.» Besteht nicht Gefahr, dass ihre Grosszügigkeit ausgenützt wird? Hunkeler winkt ab. «Willkommen ist, wer persönlich eingeladen wurde – wobei die Türe im Prinzip für jedermann offensteht.» Dies war bereits bei Franz Hunkelers Mutter Tradition.

«Mit unserem Weihnachtsessen können wir mit wenig Aufwand viele auf andere Gedanken bringen.»

Erika Hunkeler, Wirtin im «St. Anton» in Egolzwil

Als Wirtin ist Erika Hunkeler oft auch ein Sorgentelefon, bekommt die Nöte ihrer Gäste hautnah mit. Gerade jene, die schwierige Zeiten durchlebten, hätten über die Festtage besonders zu beissen. «Hier können wir mit wenig Aufwand viele auf andere Gedanken bringen.»

Wenig Aufwand? «Für uns ist dieser Abend tatsächlich ein Vergnügen», so Erika Hunkeler. «Wir nehmen es gemütlich. Von Stress keine Spur.» Die Eingeladenen seien gut gelaunt, ein Wort ergebe das andere, manchmal stimme man sogar noch ein Weihnachtslied an. «Und am Schluss übernehmen drei Gäste den Abwasch.» Oft kämen um Mitternacht noch Kirchgänger zum Anstossen vorbei. «Bis zum Lichterlöschen reicht die Polizeistunde meist nicht aus», sagt Hunkeler und lacht. «Wir hoffen, auch heuer sind uns die Ordnungshüter gnädig gesinnt.» (fi)

23. Adventsfenster: Lichterkette erhellt die Ranftschlucht

Rund 1600 Kinder und Jugendliche pilgerten in die Ranftschlucht zum diesjährigen Ranfttreffen. (Bild: Manuela Jans-Koch (Flüeli-Ranft, 22. Dezember 2018)
Das Ranfttreffen wird seit 40 Jahren von Jungwacht und Blauring organisiert. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
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Ranfttreffen bringt Licht ins Dunkel

Es ist vielleicht die perfekte Einstimmung auf die bevorstehenden Festtage: das Ranfttreffen. Seit 40 Jahren wird dieses spirituelle Erlebnis von Jungwacht Blauring Schweiz organisiert. Es lädt Kinder und Jugendliche dazu ein, eine Winternacht zusammen zu verbringen und sich mit Themen, die sie beschäftigen, auseinanderzusetzen. In diesem Jahr waren es rund 1600 Teilnehmer aus der ganzen Deutschschweiz, die aufbrachen, um zur historischen Ranftkapelle zu pilgern. In Gottesdiensten und Gesprächsrunden wurde das Thema Gleichgültigkeit diskutiert. Dabei gingen sie Fragen wie beispielsweise: «Ist uns die Welt wirklich gleichgültig?» nach. Während die Jüngeren noch am Abend wieder den Heimweg antraten, blieben die Jugendlichen bis in die Morgenstunden in der Ranftschlucht. (io)

Mehr zum Ranfttreffen

22. Adventsfenster: Kinder besingen den Zimtstern

Die Hildisrieder Primarschüler und Kindergärtler beim gemeinsamen Singen. Bild: Philipp Schmidli (21. Dezember 2018)

Die Hildisrieder Primarschüler und Kindergärtler beim gemeinsamen Singen. Bild: Philipp Schmidli (21. Dezember 2018)

In der Kindheit hat die Adventszeit eine ganz besondere Bedeutung. Während sie für Erwachsene nur so verfliegt, scheint einem als Kind Heiligabend nicht näher zu rücken. Die Adventszeit hat auch im Klassenzimmer einen wichtigen Stellenwert. Jede Schule kennt dabei eigene Rituale.

Die Kindergärtler und Primarschüler aus Hildisrieden haben in der Adventszeit jede Woche einmal gemeinsam musiziert. Die Feier am Freitagmorgen bildete den krönenden Abschluss vor den Weihnachtsferien.

Lehrerband begleitet die 175 Schüler und Kindergärtler

«Zemetschtern han i gern, Mailänderli au», singen die 175 Kinder aus voller Kehle. Begleitet werden sie von einer Lehrerband und teils auch von Schülern auf dem Xylophon oder Djembalos. Unterstützung erhalten sie auch von einigen Eltern. Am gestrigen Freitag hat alles gepasst, haben die Schüler doch schon an den letzten zwei Freitagen jeweils in der ersten Stunde gemeinsam gesungen und die Adventslieder auch in ihren Klassen fleissig geübt.

Ganz still ist es in der Mehrzweckhalle von Hildisrieden, als den Kindern die Geschichte des kleinen Igels mit der roten Mütze erzählt wird – eine Erzählung über die Nächstenliebe. «Die Feier ist eine besinnliche Einstimmung auf die Festtage», sagt Schulleiter Benno Schnarwiler. «Erstaunt hat mich, wie sehr die Kinder das gemeinsame Singen schätzen.» Die Schule Hildisrieden hat mit dieser Form der Einstimmung auf Weihnachten im letztjährigen Advent begonnen. Eigentlich sollte es eine einmalige Sache werden. Doch wegen der positiven Rückmeldungen wurde an diesem Konzept festgehalten.

Für die Schüler im Kanton Luzern haben heute Samstag die Weihnachtsferien begonnen. Jetzt heisst es: Noch zweimal schlafen, bis das Christkind kommt.

21. Adventsfenster: Kommen Sie mit auf einen Rundgang durch Luzern

Eine muntere Gruppe versammelt sich auf dem Schwanenplatz. Hierhin bestellte André Bachmann, Präsident des Vereins Weihnachtsbeleuchtung als Vertreter der City Vereinigung, für die Lichterwanderung durch die Luzerner Altstadt. Mit von der Partie auch zwei Urgesteine in puncto Weihnachtsbeleuchtung. Zum einen Franz Schmid, zum anderen Pierre Rüglander. Beide haben sich über Jahrzehnte für die Weihnachtsbeleuchtung in «ihrer» Gasse eingesetzt. Schmid in der Kapellgasse, Rüglander in der Weggisgasse.

«Einfach so» ist das Lichtermeer nicht entstanden, denn immer wieder kam die Frage: «Wer soll das bezahlen?» Dazu Pierre Rüglander, Präsident Quartierverein Altstadt: «Wir mussten bei den einzelnen Geschäften kassieren, das war bei drei Vierteln problemlos. Doch das letzte Viertel harzte und forderte manchen Brief und manches Gespräch.» Franz Schmid, der ehemalige Patron des gleichnamigen Ledergeschäftes, kann ebenfalls ein Lied davon singen. Gehört er doch zu den zwei verbleibenden Hauseigentümern, die in der Kapellgasse auch noch ein Geschäft führen.

Die Solidarität überwiegt

Die anderen Lokalitäten sind Filialen, mit Hauptsitz meist ausserhalb von Luzern oder gar im Ausland. «In Hamburg ist das Interesse klein an den Lichtern», erzählt Schmid. Öfters haben Schmid und Rüglander in die eigene Tasche gegriffen und so die Finanzen gesichert. Doch die Solidarität überwiegt und die Lichter hängen.

Und hier kommt Energie Wasser Luzern mit einem Viererteam ins Spiel. Innert drei Wochen verlegen sie zwei Kilometer Kabel und hängen über 100 000 Lämpchen an den richtigen Ort. Peter Kreienbühl und Arlind Jusufi – zwei der EWL-Truppe - schildern, welche Probleme sie im Vorfeld zu lösen haben. So muss zum Beispiel jedes Mal, wenn eine Fassade saniert wird, nachher kontrolliert werden, ob die Sicherheitshaken für die Beleuchtung noch vorhanden sind und ob die Zugkraft von 500 Kilogramm gewährleistet ist.

«Das war leider nicht immer der Fall. Manchmal fehlten die Haken und wir mussten eine Lösung finden», sagt Kreienbühl. Seit über 12 Jahre hängt Arlind Jusufi die Lichter in den Gassen und auf den Brücken: «Für mich ist es das Schönste, egal wie das Wetter ist.»

Autor: Sandra Monika Ziegler. Bilder: Emanuel Ammon

Machen Sie sich selber ein Bild und begleiten Sie uns auf einen Rundgang zu den schönen Beleuchtungen

1. Schwanenplatz

Bis zum 6. Januar leuchten in der Stadt Luzern die Weihnachtslichter. Dunkel wird es trotzdem nicht, denn am 10. Januar findet erstmals das Lichtfestival Lilu statt (wir berichteten). Hier am Schwanenplatz beginnt unsere Lichterwanderung. Im Grendel scheint die Beleuchtung in warmem Licht. Denn in ihrem ersten Jahr – 2016 - hatte sie noch ein blaues Licht. Die Deko ist geleast und wurde durch das Engagement von Roberto Casagrande realisiert.

2. Hertensteinstrasse

Hier wurde die erste Beleuchtung im Jahr 1958 aufgehängt. Es waren leuchtende Kugeln mit Sternenglanz. Danach gab es für einige Jahre Sterne, und vor nicht allzu langer Zeit waren es 242 Leuchtstäbe. Diese kamen jedoch nicht bei allen gut an. Seit sechs Jahren sind es wieder Kugeln. Total hängen jetzt in nahem Abstand 39 Kugeln über der Strasse. Dazu mussten die meisten Befestigungen erneuert werden, weil die Kugeln viel schwerer als die Stäbe sind.

3. Weggisgasse

Die metallenen Rundbögen mit dem fünfzackigen Weihnachtsstern zählen ebenfalls zur historischen Festbeleuchtung. Sie wurden in der Weggisgasse erstmals 1956 aufgehängt und zwei Jahre später mit neun Bögen in die Rössligasse weitergezogen. Insgesamt schmücken heute 25 solcher Sternbögen die beiden Gassen. Sie wurden, wie die anderen Beleuchtungen auch, mit modernen LED-Lampen versehen. Ansonsten strahlen sie wie anno dazumal.

4. Kapellgasse

Hier hängt seit 1949 der älteste Weihnachtsschmuck der Stadt Luzern. Es sind die gelbschimmernden, fünfzackigen Sterne. Zu Beginn wurden 30 solcher Sterne montiert, heute sind es noch 18, die anderen 12 lagert das EWL ein. Alle wurden saniert und mit LED-Leuchtmittel versehen. Früher schmückten sie auch den Kapellplatz. Aus diversen Gründen – auch finanziellen – verschwanden dort die Sterne. Heute sind am Kapellplatz die Bäume mit Lichterketten geschmückt.

5. Rathaussteg

Jesuitenkirche RathausstegBild: Emanuel Ammon/AURA

Jesuitenkirche Rathaussteg

Bild: Emanuel Ammon/AURA

Diese Beleuchtung besteht bereits seit 10 Jahren. Für den Auf- und Abbau muss die Brücke jeweils für einen Tag gesperrt werden. Das nehmen nicht alle Passanten gelassen, wie Peter Kreienbühl weiss: «Wer schnell auf den Zug will, muss einen Umweg über die Kapell- oder Reussbrücke machen, das passt nicht jedem.» Die Monteure müssen sich deshalb öfter einiges Unschönes anhören. Doch aus Sicherheitsgründen ist eine Absperrung unumgänglich.

6. Pfistergasse

Erstmals beleuchtet wurde hier mit dem Kronenmotiv bereits im Jahr 1954. Die Beleuchtung wurde in die Burgenstrasse, die Rütligasse und über die Reussbrücke bis zur Rössligasse erweitert. Es kamen Jahr für Jahr immer mehr Kronen dazu, so auch auf dem Franziskanerplatz. Insgesamt sind es heute 22 an der Zahl. Die Krone ist eine gewichtige Dekoration und wiegt pro Stück 30 Kilogramm, ausser diejenige auf der Reussbrücke, sie bringt satte 45 Kilogramm auf die Waage.

Zahlen und Fakten zur Luzerner Weihnachtsbeleuchtung

  • Erste Weihnachtsbeleuchtung: 1949
  • Betriebskosten pro Jahr: 200'000 Franken
  • Energieverbrauch: 6000 Kilowatt
  • Geschäfte zahlen freiwillig einen Beitrag von: 50'000 Franken
  • Die Beleuchtung brennt bis am: 6. Januar 2019

20. Adventsfenster: In Hergiswil erhält ein Häxli einen ganz besonderen Weihnachtsbaum

Sie schmücken den Weihnachtsbaum fürs Häxli Lilli Gwonder (von links): Mirjam Aregger (2), Renate Ambühl, Nadja Flückiger und deren Tochter Saskia (5). (Bild: Pius Amrein, Hergiswil, 19. Dezember 2018)

Sie schmücken den Weihnachtsbaum fürs Häxli Lilli Gwonder (von links): Mirjam Aregger (2), Renate Ambühl, Nadja Flückiger und deren Tochter Saskia (5). (Bild: Pius Amrein, Hergiswil, 19. Dezember 2018)

Die naturverbundenen Frauen Nadja Flückiger und Renate Ambühl stellen in Hergiswil bei Willisau mit dem Themen- und Spielweg «Chrüterhäxli-Lilli-Gwonderwäg» Kindern und deren Familien Lebensraum zur Verfügung. «Die Besucher sollen dadurch den Bezug zur Natur und deren Vielfalt erleben können», erklärt Mitinitiantin Nadja Flückiger zum mittlerweile seit rund zwei Jahren umgesetzten Projekt.

Zum Weg gehören auch zwei öffentliche Grillanlagen und ein Spielplatz. Ein Häxehüsli und der Kräutergarten dürfen ebenfalls nicht fehlen. Zudem hat der Weg mit dem «Chrüterhäxli Lilli Gwonder» das stimmige Mädchengesicht bekommen. Wobei Nadja Flückiger sagt: «Wir wussten bis kurz vor der Eröffnung nicht, wie die Figur aussieht. Doch sie passt.»

Des Weiteren haben Stefan Schärli (Hergiswil) und Maria Zemp (Willisau) ein dazu passendes Buch geschrieben und dieses auch illustriert. Der zirka 550 Meter lange und entlang der Wigger verlaufende Weg zieht sich wie ein roter Faden durch den Band. Der Ausgangspunkt ist bei der Hergiswiler Dorfmitte.

Kräuter sind in Hergiswil Programm

Das Dorf am Napf ist bekannt für den Kräuteranbau, die Kräuterwanderwege, aber auch für den Kräutergarten. Chrüter sind Programm in Hergiswil. Deshalb erstaunt wenig, dass der Name der Figur damit in Zusammenhang gebracht wird. «Das Mädchen muss eine kleine Hexe sein, verbunden mit viel Gwunder, wie er bei kleinen Kindern oft vorhanden ist», weiss Nadja Flückiger. Die bisherige Resonanz sei sehr gross gewesen – über die Gemeindegrenze hinaus. «Die Post im Briefkasten beim Häxehus ist ein untrügliches Indiz dafür.»

Als Dank für die vielen bereichernden Begegnungen im Verlaufe des zur Neige gehenden Jahres haben die Initiantinnen beim Häxehüsli einen Weihnachtsbaum gestellt, der auch von den Besuchern verziert werden darf.

«Die erlebten, schönen Momente sind eine Genugtuung und motivieren uns natürlich, weiter zu machen», sagt Nadja Flückiger. Und so dürften das Oster- und Herbstbasteln oder auch das Wildchrütlibrot backen wohl erneut Themen des Jahresprogramms 2019 sein. (Autor Ernesto Piazza)

Hinweis: Das Buch kann für 15 Franken pro Stück (plus Porto) unter folgender Adresse bestellt werden: chrueterhaexli-lilli-gwonder@outlook.com.

19. Adventsfenster: Besinnliche Märchenstunde und Grillvergnügen

Das Kind verfolgt die Geschichte aufmerksam (Bild: Jakob Ineichen (Alberswil, 18. Dezember 2018))
Leonie Grunder liest weihnachtliche Geschichten vor (Bild: Jakob Ineichen (Alberswil, 18. Dezember 2018))
(Bild: Jakob Ineichen (Alberswil, 18. Dezember 2018))
Staunen bei den Kindern (Bild: Jakob Ineichen (Alberswil, 18. Dezember 2018))
Das Agrarmuseum in Alberswil (Bild: Jakob Ineichen (Alberswil, 18. Dezember 2018))
Kerzenlicht am Weg entlang (Bild: Jakob Ineichen (Alberswil, 18. Dezember 2018))
Leckere Cervelats am Stecken (Bild: Jakob Ineichen (Alberswil, 18. Dezember 2018))
Den Kindern schmeckt das Essen (Bild: Jakob Ineichen (Alberswil, 18. Dezember 2018))
Kerzen auf der Treppe (Bild: Jakob Ineichen (Alberswil, 18. Dezember 2018))
(Bild: Jakob Ineichen (Alberswil, 18. Dezember 2018))
(Bild: Jakob Ineichen (Alberswil, 18. Dezember 2018))
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Märlistunde im Agrarmuseum Burgrain

Seit Ende Oktober weilt das Agrarmuseum Burgrain in Alberswil in der Winterpause. Doch das heisst nicht, dass sich im Museum bis zur Wiedereröffnung am 3. April nichts tut. Gerade in der Adventszeit lockt es so einige Besucher zu sich. Grund sind die Adventsanlässe, die Museumsleiterin Beatrice Limacher veranstaltet. So strömten auch am Dienstag Familien und weitere Personen in das Agrarmuseum. Limacher lud zum gemütlichen Beisammensein. Laternen zierten den Vorplatz, durch die mit Seidenpapier verkleideten Fenster schimmerte das Licht in verschiedenen Farben.

Im liebevoll geschmückten Museumskeller las Leonie Grunder weihnächtliche Geschichten vor – zuerst für die Kleinsten, danach kamen aber auch Erwachsene auf ihre Kosten. Im Anschluss an die Märchenstunde war Zeit für Kulinarisches. Auf dem Vorplatz wurden Cervelats auf Stecken aufgespiesst und über dem offenen Feuer grilliert. Und das nur für einen freiwilligen Unkosten-Beitrag. Beatrice Limacher sagt, sie und ihr Team würden diese Anlässe ehrenamtlich durchführen, um sich selbst und ihre Gäste weg vom hektischen Alltag in Weihnachtsstimmung zu versetzen und die ruhige und besinnliche Stimmung zu geniessen. «Auch wenn die Kinder nach den Geschichten auf dem Platz herumspringen und zusammen spielen, ist es ein ruhiges Ambiente. Es gibt kein Festprogramm.»

Kein Stress dank Routine

Doch bedeutet das Organisieren so eines Anlasses nicht eher Stress als Ruhe? Beatrice Limacher lacht und winkt ab. «Nein, nein, wir sind bereits so routiniert und halten den Aufwand möglichst gering.» Das Team mache Leuten mit diesem Abend gerne eine Freude. «Und wenn ich sehe, wie viele Familien kommen und wie viele Kinder eine Laterne mitbringen und so die Stimmung noch weihnächtlicher machen, wärmt mir das das Herz.» (Autorin Martina Odermatt)

18. Adventsfenster: Das Christkind muss viele Wünsche erfüllen

Milow (gestreifte Kappe), Serena (gepunktete Kappe) und Arija beim Christkindli-Briefkasten. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 12. Dezember 2018))

Milow (gestreifte Kappe), Serena (gepunktete Kappe) und Arija beim Christkindli-Briefkasten. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 12. Dezember 2018))

Seit über 20 Jahren gibt es in Luzern den Christkindli-Briefkasten. Er steht von Ende November bis Mitte Januar vor dem Rathaus. Etwa 700 Briefe und Karten mit Wünschen, Nöten und Sorgen von Kindern und Erwachsenen werden hier jedes Jahr eingeworfen. Initiiert wurde das Angebot von Heidi Rothen. Die frühere Hausbeamtin im Rathaus wird in Luzern aufgrund ihres karitativen Engagements auch liebevoll «Stadtmutter» genannt.

Der Christkindli-Briefkasten ist aus dem «Kinderparadies Altstadt» hervorgegangen, das Heidi Rothen vor über 30 Jahren gegründet hat. Die Motivation war damals, einen kindgerechten Ort zu schaffen, wo Eltern ihre Schützlinge ohne komplizierte Bürokratie für ein paar Stunden in gute Hände geben konnten.

Matratze, Kleider, Essen und Roger Federer

Es sind denn auch vor allem Kinder, die Zeichnungen mit Wünschen einwerfen. «Aber auch immer mehr ältere und alleinstehende Personen nutzen das Angebot», sagt Rothen. «Oft offenbaren sich in den Briefen traurige, herrzerreissende Geschichten.» Eine Familie möchte wieder einmal mal gut und gesund essen. Eine Mutter wünscht sich anständige Kleider für ihre Kinder. Eine alte Frau möchte eine neue Matratze. Einsame Menschen wünschen sich ein gemeinsames Essen mit dem Christkind. Eine blinde Frau wünscht sich sehnlichst ein Treffen mit Roger Federer. Eine alleinstehende Frau bittet um einen lieben Mann. Sie versuche zu helfen, so weit es geht, sagt Rothen. «Wir verteilen Esswaren, Spielsachen, Kleider. Vielfach braucht es aber auch einfach ganz viel Trost.» Unterstützt wird sie von Bekannten und Sponsoren: «Wir erhalten Esswaren, das Warenhaus Globus schenkte uns dieses Jahr schöne Kleider.» Jugendliche helfen jeweils mit. Dieses Jahr sind es Oberstufenschülerinnen und -schüler vom Schulhaus Tribschen. Sie werden von Religionslehrer Matthias Gmür in diese Aufgabe eingeführt und von ihm begleitet.

Um möglichst viele Wünsche erfüllen zu können, ist das Christkindli-Team auf materielle Hilfe angewiesen. Insbesondere Sach- und Geldspenden oder unverderbliche Lebensmittel sind immer willkommen. In vielen Fällen werden hilfreiche Kontakte vermittelt, so auch zur Weihnachtsaktion der «Luzerner Zeitung». (Autor Hugo Bischof)

17. Adventsfenster: Friedenslicht ist in Luzern eingetroffen

Das Friedenslicht wird auf dem Europaplatz in Luzern weitergegeben. (Bild: Roger Grütter (16. Dezember 2018))
Kinder geben das Licht weiter. (Bild: Roger Grütter (16. Dezember 2018))
Alpnacher Schulkinder überbringen das Licht. (Bild: Roger Grütter (16. Dezember 2018))
Diese Kinder tragen das Licht in die weite Welt hinaus. (Bild: Roger Grütter (16. Dezember 2018))
Das Friedenslicht kommt via Schiff. (Bild: Roger Grütter (16. Dezember 2018))
Von der Hofkirche fuhr das Schiff auf den Europaplatz und weiter in Richtung Hergiswil, Stansstad und Alpnach. (Bild: Roger Grütter (16. Dezember 2018))
Die Friedenslicht-Idee entstand 1986 im ORF-Landesstudio Oberösterreich. Seither entzündet jeweils kurz vor Weihnachten ein Kind in der Geburtsgrotte von Bethlehem ein Licht, das in einer speziellen Laterne mit dem Flugzeug zunächst nach Wien gebracht wird. (Bild: Roger Grütter (16. Dezember 2018))
Von dort aus wird es an über 30 Länder Europas und in Übersee weitergegeben. (Bild: Roger Grütter (16. Dezember 2018))
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Friedenslicht ist in Luzern eingetroffen

Am Sonntag kurz vor 17 Uhr traf das Friedenslicht aus Bethlehem in Luzern ein. Per Schiff gelangte es von der Hofkirche zum Europaplatz. Dort entzündeten Kinder eine Feuerschale, aus der das Licht an die Anwesenden weitergereicht wurde. Um 17.20 Uhr reiste das Licht weiter – in alle Himmelsrichtungen. Auf drei Schiffen wurde das Friedenslicht unter dem Motto «Ein Funke Hoffnung» zunächst an verschiedene Uferstationen am Vierwaldstättersee gebracht. Unter anderem traf es um 19 Uhr beim Schiffsteg in Buochs ein, wo es in die Kirche getragen wurde.

Einige weitere Orte in der Zentralschweiz, wo das Friedenslicht schon gestern ankam, sind Ennetmoos, Goldau, Erstfeld, Rothenburg und Buchrain. Heute trifft es unter anderem in Sarnen, Zug, Arth und Brunnen ein.

Idee zum Friedenslicht entstand 1986

Die Friedenslicht-Idee entstand 1986 im ORF-Landesstudio Oberösterreich. Seither entzündet jeweils kurz vor Weihnachten ein Kind in der Geburtsgrotte von Bethlehem ein Licht, das in einer speziellen Laterne mit dem Flugzeug zunächst nach Wien gebracht wird. Von dort aus wird es an über 30 Länder Europas und in Übersee weitergegeben.

«Ein kleines Licht – als Zeichen des Friedens – wird von Mensch zu Mensch weitergeschenkt und bleibt doch immer dasselbe Licht; ein Licht, das Freude und Zuversicht ausstrahlt»: Das ist der Grundgedanke des Friedenslichts. Es soll Menschen verschiedener Kulturen und Weltanschauungen verbinden – zur Weihnachtszeit und darüber hinaus. Die Stiftung Denk an mich, Ferien und Freizeit für Menschen mit Behinderungen, übernahm auch dieses Jahr das Patronat. Die Spenden gehen an das Projekt «Barrierefreie Ferien mit Reka».

In der Schweiz hat das Friedenslicht zurzeit Hauptstützpunkte in Basel, Fribourg, Lugano, Luzern und Zürich. Hunderte von lokalen Stützpunkten beteiligen sich an der Aktion und geben das Licht aus Bethlehem in ihren Regionen von Hand zu Hand weiter. Das Licht wird in die Städte und Dörfer der ganzen Schweiz verteilt. Die Stadt Luzern war 2016 erstmals Hauptstützpunkt des Bethlehem-Friedenslichts. (Autor Hugo Bischof)

16. Adventsfenster: Kinder setzen ein Zeichen der Solidarität

Hunderte von Kerzen wurden angezündet, um an Menschen zu erinnern, die in Armut leben. (Bild: Boris Bürgisser (Hochdorf, 15. Dezember 2018))
Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen halfen mit, die Kerzen anzuzünden. (Bild: Boris Bürgisser (Hochdorf, 15. Dezember 2018))
(Bild: Boris Bürgisser (Hochdorf, 15. Dezember 2018))
(Bild: Boris Bürgisser (Hochdorf, 15. Dezember 2018))
(Bild: Boris Bürgisser (Hochdorf, 15. Dezember 2018))
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Lichtermeer als Zeichen der Solidarität

Über eine Million Menschen in der Schweiz sind von Armut betroffen oder akut gefährdet, in diese abzurutschen. Ein Sechstel davon sind Kinder und Jugendliche. Jeweils am Vorabend des dritten Advents wird daran erinnert. «Eine Million Sterne» ist eine Aktion der Caritas Schweiz, die mit Windlichtern ein Zeichen der Solidarität setzt – für Menschlichkeit und gegenseitigen Respekt. Mit dem Erlös werden betroffene Menschen unterstützt. Auch die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse in Hochdorf zeigten am Samstag ihr Mitgefühl mit Menschen, denen es schlechter geht. Sie haben dabei geholfen, die Kerzen auf dem Kirchplatz zu platzieren und die Lichter anzuzünden. Musikschüler spielten zudem adventliche Melodien und sorgten so für weihnächtliche Stimmung. (ber)

15. Adventsfenster: Hier entsteht eine Lego-Weihnachtskrippe

Auch der zweijährige Theodor hilft mit bei der Gestaltung der Lego-Weihnachtskrippe. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 13. Dezember 2018))

Auch der zweijährige Theodor hilft mit bei der Gestaltung der Lego-Weihnachtskrippe. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 13. Dezember 2018))

In der Zwitscher-Bar am Franziskanerplatz 14 mitten in Luzern entsteht zurzeit eine besondere Weihnachtskrippe. Sie besteht aus Lego-Steinen, und alle sind eingeladen, diese mitzugestalten. Was passierte im Jahr null unter dem Stern von Bethlehem? Wie stellst du dir Weihnachten 2018 vor? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Zwitscher-Bar ist täglich von 12 bis 18.30 Uhr geöffnet, ausser am Samstag und Sonntag. Zu diesen Zeiten können alle Interessierten eintreten und sich am speziellen Projekt beteiligen. Am 21. Dezember soll die Krippe fertiggestellt sein.

«Das Echo ist grösser, als wir zuerst dachten», sagt Zwitscher-Bar-Leiter Bruno Fluder. Die Landschaft sei weitgehend fertig, werde aber laufend umgestaltet. «Das macht es spannend.» Die Lego-Steine werden den Besuchern zur Verfügung gestellt. Man braucht also bloss ein paar gute Ideen mitzubringen. Die Zwitscher-Bar ist ein ökumenisches Angebot der Katholischen und der Reformierten Kirche. Sie steht allen Menschen offen – egal welchen Glaubens. Zum Team zählen Männer und Frauen, die eine theologische Ausbildung und seelsorgerische Berufserfahrung mitbringen. Sie engagieren sich ehrenamtlich. (Autor: Hugo Bischof)

14. Adventsfenster: Ihre Weihnächtlichen Bilder erwärmen die Herzen

Weihnachtskarte von Daniel Meier.
Weihnachtskarte von Ruedi Blättler.
Weihnachtskarte von Fredi Burch.
Weihnachtskarte von Daniel Meier.
Weihnachtskarte von Ruedi Blättler.
Weihnachtskarte von Claudio Lütolf.
Weihnachtskarte von Irene Wanner.
Weihnachtskarte von Daniel Meier.
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Weihnachtskarten aus dem Malatelier der Stiftung Brändi

Das Malatelier im AWB (Arbeiten, Betreuung, Wohnen) Sursee der Stiftung Brändi ist beliebt. Es ist eines von vier Angeboten der Werkgruppe. Hier arbeiten unter der Woche jeweils sechs bis acht Mitarbeitern mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung im kreativen Bereich. Sie malen und gestalten Bilder von grosser Ausdruckskraft. Dabei werden sie von ausgebildeten Mal- und Sozialpädagoginnen begleitet. «Niemand sagt, ‹ich kann das nicht›. Gemalt wird intuitiv, mit Freude an Farben und Formen, weniger vom Kopf sondern vom Herzen gesteuert», sagt Gruppenleiterin und Malpädagogin Pia Jungo. So entstehen warme, farbenprächtige Bilder, die auch die Herzen der Betrachter erwärmen.

Bei den Kunden besonders beliebt sind die Weihnachtskarten mit Motiven vom Weihnachtsbaum über Sterne, Engel bis hin zu Wintermotiven. «Die Mitarbeitenden können frei wählen, mit welchen Techniken, Materialien und Farben sie arbeiten wollen», so Pia Jungo. Häufig wird Gouache (wasserlösliche Farbe) verwendet. Aber auch Öl-, Aquarell- , Neocolor- oder Tusch-Farben sind möglich. «Die Wahl ist sehr individuell. Die Teilnehmer entwickeln über die Jahre ihre ganz eigenen Techniken», erklärt sie. Auch die Gruppe im Malatelier wechselt stetig, so dass sich alle innerhalb der Werkgruppe kreativ betätigen können. Jene, die im Malen begnadet sind, kommen vermehrt ins Malatelier. «Einige haben sich über die Jahre einen Namen gemacht, zum Beispiel Irene Wanner oder Ruedi Blättler, der soeben ein Bild für die katholische Landeskirche malen konnte.» Hin und wieder komme es auch zu Überraschungen, wie sich einzelne in dieser Tätigkeit entwickeln und ihr verborgenes Talent zeigen

Nächste Ausstellung im Rathaus Sursee

Die Weihnachtskarten werden im Bazar des AWB Sursee verkauft. Auch über den Online-Shop (www.braendi.ch/braendi-shops) und den Brändi Shop in Luzern können die Karten erworben werden. Die nächste Ausstellung des Malateliers wird im September 2019 im Rathaus Sursee stattfinden. «Es bedeutet unseren Mitarbeitenden viel, wenn sie auf ihre Werke Reaktionen und Wertschätzung erhalten», so Jungo.

Die Stiftung Brändi mit 15 Unternehmen im Ausbildungs-, Produktions- und Wohnbereich für Menschen mit einer Behinderung feiert heuer ihr 50-Jahre-Jubiläum; das AWB Sursee vor 40 Jahren. Es bietet 223 Menschen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung Arbeits- und Ausbildungsplätze. (Autorin Susanne Balli)

13. Adventsfenster: Wenn die Luzerner Stadtoriginale Weihnachten feiern

Johann Sommerhalder, der Kaminfeger, beehrte das Weihnachtsessen der Güüggali-Zunft Luzern. Links, leicht verdeckt hinter dem Christbaum, Zunftpräsident Hans Pfister. (Bild: Boris Bürgisser, 12. Dezember 2018)
Impressionen von der Weihnachtsfeier der Luzerner Originale: Anita Bucher (links) und Blanca Kammermann. (Bild: Boris Bürgisser, 12. Dezember 2018)
Impressionen von der Weihnachtsfeier der Luzerner Originale: Fridolin Emmenegger (De Tüüfel) begrüsst den Ehrengast, SVP-Nationalrätin Yvette Estermann. (Bild: Boris Bürgisser, 12. Dezember 2018)
Impressionen von der Weihnachtsfeier der Luzerner Originale: Stadtspaziergänger Angelo Bühler (links) ist zum 24. Mal an der Weihnachtsfeier mit dabei. Neben ihm Peter Gisler alias «Festredner».
(Bild: Boris Bürgisser, 12. Dezember 2018)
Impressionen von der Weihnachtsfeier der Luzerner Originale mit Zunftmusiker Alois Bucher. (Bild: Boris Bürgisser, 12. Dezember 2018)
Impressionen von der Weihnachtsfeier der Luzerner Originale: Joe Birrer (links) und Hans Ochsenbein. (Bild: Boris Bürgisser, 12. Dezember 2018)
Impressionen von der Weihnachtsfeier der Luzerner Originale: De Tüüfel und SVP-Nationalrätin Yvette Estermann. (Bild: Boris Bürgisser, 12. Dezember 2018)
Impressionen von der Weihnachtsfeier der Luzerner Originale: De Tüüfel. Rechts (leicht verdeckt) Jürg Studer, Historiker und Autor. (Bild: Boris Bürgisser, 12. Dezember 2018)
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Wenn Stadtoriginale Weihnachten feiern

Es geht stets fröhlich zu und her, wenn die Luzerner Originale Weihnachten feiern. Aber auch besinnliche Töne fehlen nie. Gestern Abend war es wieder so weit. Auch der Ort des Treffens ist ein spezieller. Es ist die Pro-Ticino-Bocciabahn, ein heimeliges Lokal beim Eichwäldli in Luzern, oberhalb des einstigen Restaurants Eichwald auf dem Weg Richtung Südpol/Kriens.

Nach und nach trudelten sie ein, die Protagonisten des Abends. Die Originale: Das sind Menschen mit einem besonderen Schicksal und meist einer speziellen, einzigartigen Begabung.

Chilesigrist, Tanzmüüsli, Worzuwädu

Sie haben es nicht immer einfach im Leben, ecken an, gehen eigene, unkonventionelle Wege. Sie wirken auf sympathische Weise eigenartig, gelten häufig als Aussenseiter und sind halt eben – originell. In Luzern gibt eine eigene Zunft, die sich um die Originale sorgt, die 1978 gegründete Güüggali-Zunft. Sie bietet Hilfeleistungen an und organisiert gemeinsame Anlässe, darunter eben die jährliche Weihnachtsfeier.

Güüggali-Zunftpräsident ist Hans Pfister; der neue Zunftmeister heisst Ruedi Gantenbein. Ihre Helfer tischten gestern wieder ein gediegenes Essen auf und verteilten viele Geschenke.

29 lebende Originale listet die Website der Güüggali-Zunft Luzern zurzeit auf. Es ist also ein erlesener Kreis von Menschen. Sie haben Namen wie Festredner, Chilesigrist, Kaminfeger, Tanzmüüsli, Worzuwädu. Viele sind stadtbekannt, einige leben eher im Stillen. Eines ist klar: Die Weihnachtsfeier ist für sie ein wichtiger Anlass. So waren denn auch gestern ganz viele von ihnen anwesend, erzählten sich gegenseitig Erlebnisse, sangen gemeinsam Weihnachtslieder und liessen für ein paar Stunden ihre Alltagssorgen hinter sich. (Autor Hugo Bischof)

12. Adventsfenster: Selber Kerzen ziehen ist «extrem gefragt»

Kerzenziehen im Kerzenhüsli im Luzerner Vögeligärtli: In einem Wachs-Topf können mehrere Kerzen gleichzeitig gezogen werden. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 11. Dezember 2018)
Die viereinhalbjährige Sara Brunner aus Rothenburg mit ihrer Gotte Denise Amhof beim Kerzenziehen. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 11. Dezember 2018)
Sara Brunner ist stolz auf ihre Kerze. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 11. Dezember 2018)
Auch der siebenjährige Rian Hunkeler aus Luzern ist ein begeisterter Kerzenzieher. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 11. Dezember 2018)
An jedem Zeigefinger eine Kerze: Auch so geht es. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 11. Dezember 2018)
Wichtig ist das richtige, mehermalige Eintauchen des Dochts in den Honigtopf. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 11. Dezember 2018)
Für jede Kerze gibt es die richtige Docht-Breite. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 11. Dezember 2018)
Die fertig gedrehten Kerzen werden in einer Reihe aufgehängt. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 11. Dezember 2018)
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Kerzenziehen im Vögeligärtli in Luzern

Das Kerzenziehen Luzern feiert heuer sein 40-Jahr-Jubiläum. Es ist ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit in Luzern. Auch dieses Jahr ist das Kerzenhüsli im Vögeligärtli (Sempacherplatz) wieder ein beliebter Treffpunkt. Jeder kann hier eintreten und täglich zwischen 10 und 18.30 Uhr Advents- und Weihnachtskerzen aus Bienenwachs herstellen.

«Der Anlass ist extrem gefragt, vor allem bei Kindern», sagt OK-Mitglied Elias Lötscher. «Ganze Schulklassen kommen. Aber auch viele Erwachsene machen begeistert mit.» Lötscher, heute 24-jährig, drehte hier einst als kleiner Bub selber seine erste Kerze. «Jetzt treffe ich hier wieder viele Kollegen, die mit mir aufgewachsen sind; die Freude bleibt.»

Unterstützung für Menschen mit Behinderung

Immer mehr finden im Kerzenhüsli auch Familien-und Firmenanlässe statt. Für Events ab acht Personen ist eine Anmeldung vor Ort oder auf der Website (www.luzernerkerzenziehen.ch) obligatorisch. 4 Franken zahlt man für 100 Gramm Wachs; das entspricht einer schlanken Tischkerze. Der Zeitaufwand beträgt ungefähr zwei Stunden, wobei man gleichzeitig vier bis sechs Kerzen ziehen kann. Rund 1,5 Tonnen Bienenwachs werden jährlich zu Kerzen verarbeitet.

Der Verein Luzerner Kerzenziehen wurde 1978 mit dem Ziel gegründet, Menschen mit einer Behinderung in der Zentralschweiz zu unterstützen. Unzählige freiwillige Helfer unterstützen die Besucher beim Kerzenziehen. Der Anlass wird von Sponsoren unterstützt. Mit dem Gewinn werden Ferienlager und Wohngemeinschaften sowie die Mobilität für Menschen mit Behinderung unterstützt. «Im Rahmen unseres 40-Jahr-Jubiläums konnten wir 10 000 Franken an Pro Infirmis überweisen, zur Wertschätzung von deren Tätigkeit», freut sich Lötscher. (Autor Hugo Bischof)

11. Adventsfenster: Diese Kreationen werden zum Treffpunkt im Dorf

Kindern bestaunen das Adventsfenster der Familie Kirchhofer. (Bild: Eveline Beerkircher (Büron, 9. Dezember 2018))

Kindern bestaunen das Adventsfenster der Familie Kirchhofer. (Bild: Eveline Beerkircher (Büron, 9. Dezember 2018))

Noch bevor sie das Sujet definiert hatten, war für die an der Bahnhofstrasse wohnhafte Familie Kirchhofer klar: «Diesmal melden wir uns wieder fürs Dekorieren eines Adventsfensters an», sagt Vater Walter. Zwar hätten sie die letzten zwei Jahre pausiert, «jetzt sind wir aber wieder dabei». Es sei immer ein Familienprojekt, und zusammen mit ihren vier Söhnen investieren die Eltern Sibylle und Walter jeweils einige Stunden Arbeit in das Fenster. Allerdings nicht allzu intensiv, da die Familie vor allem auch den gesellschaftlichen Teil geniesst. «Das gehört einfach dazu.»

Gebastelt haben die Kirchhofers ein kleines Holzhaus, welches sie vorgestern direkt vor das Haus transportiert und dort als Adventsfenster eröffnet haben. Darin zu sehen ist ein Samichlaus, der mit dem Esel durch den Wald zum nächsten Haus zieht. Ein kleines Kind blickt aus dem Fenster und wartet auf ihn. Apropos Fenster: Dasjenige an der Bahnhofstrasse in Büron soll bis Anfang Januar offenbleiben.

Zur Eröffnung des eigenen Fensters sagt Walter Kirchhofer: «Wir haben den stimmungsvollen Moment erneut genossen.» Es sei bestimmt das zehnte Mal gewesen. Bei Glühwein, Punsch und selbst gemachten Kuchen oder Magenbrot haben sie interessante Gespräche geführt. Das Adventshäuschen war für kurze Zeit ein Treffpunkt für jedermann. Kirchhofers freuen sich auf weitere Begegnungen bei anderen Fenstern im Dorf.

Initiiert wurde der weihnachtliche Brauch übrigens vom Verein Frauen plus Büron – Schlierbach, und speziell von Rita Hutmacher und Sohn Michael. (Autor Ernesto Piazza)

10. Adventsfenster: Päckli-Flut vor Weihnachten

Im Postverteilzentrum in Rothenburg wird auf Hochtouren gearbeitet. (Bild: Dominik Wunderli (Rothenburg, 6. Dezember 2018))
Frühmorgens ist eine Rekordmenge an Paketen bereit zur Verteilung an die Verträger. (Bild: Dominik Wunderli (Rothenburg, 6. Dezember 2018))
Es werden deutlich mehr Pakete verarbeitet als unter dem Jahr. (Bild: Dominik Wunderli (Rothenburg, 6. Dezember 2018))
Es wird auf Hochtouren gearbeitet. (Bild: Dominik Wunderli (Rothenburg, 6. Dezember 2018)). (Bild: Dominik Wunderli (Rothenburg, 6. Dezember 2018))

Die Pakete werden in eines der Fahrzeuge verpackt, mit denen die Verträger zu den Adressaten fahren. (Bild: Dominik Wunderli (Rothenburg, 6. Dezember 2018))
Jasmine Birrer räumt den Lieferwagen ein. (Bild: Dominik Wunderli (Rothenburg, 6. Dezember 2018))
Othmar Helfenstein füllt seinen Lieferwagen mit Pakete. (Bild: Dominik Wunderli (Rothenburg, 6. Dezember 2018))
Quelle: Die Post / Grafik jn
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Verteilzentrum der Post in Rothenburg

Das Video ging um die Welt – und ist unter den Luzerner Paketboten bereits Kult: Der Blick in ein chinesisches Paketverteilzentrum, dessen Pöstler mit ihrer Arbeit sichtlich überfordert sind. Sie stolpern über die Paketberge, stossen die Kartonboxen von links nach rechts, schieben Pakete vor sich hin.

Ein solches Chaos könne in Rothenburg niemals ausbrechen, lacht Beat Odermatt. Er ist Produktionsleiter der Distributionsbasis der Post in Rothenburg. Alle Pakete aus den Kantonen Luzern, Ob- und Nidwalden sowie Uri kommen zunächst nach Rothenburg, um dann von den Boten an die jeweilige Zieladresse ausgeliefert zu werden. In diesen Tagen herrscht hier in Rothenburg Hochbetrieb – noch nie war die Paketmenge so gross wie jetzt.

30 000er-Marke geknackt

Es ist Donnerstagmorgen, kurz vor 5:45 Uhr. In der Rothenburger Verteilhalle wird nicht viel gesprochen; die rund 80 Postboten, die ihre Fahrzeuge beladen, arbeiten fast wortlos. Hie und da fallen Kommentare, kurzes Absprechen, Handklatschen, ein «guten Morgen». Die meisten sind schon seit rund zwei Stunden hier; dann nämlich verlassen die ersten Pakete das Zentrum.

Beat Odermatt greift zu einem Zettel, auf dem die Paketmengen von heute dokumentiert sind. «Sehen Sie, heute bewältigen wir genau 29 542 Pakete.» Das sind rund 8000 mehr als in den Monaten zwischen Januar bis Oktober. Grund für diesen Paketboom sind etwa der «Black Friday» und die «Cyber Week» Mitte November: Der Online- Handel lockte mit attraktiven Spezialangeboten – und brachte das Verteilzentrum in Dichtestress: Im November gab es Tage, da wurden über 30 000 Pakete täglich ausgeliefert – Rekord!

Auf die Billigwochen folgt nun das Weihnachtsgeschäft, das der Post eine weitere Paketflut mit Rekordmengen bescheren wird. Odermatt rechnet in den nächsten Wochen mit bis zu 35 000 Paketen pro Tag. Schweizweit sortiert die Post an einem gewöhnlichen Arbeitstag rund 80 000 Pakete pro Tag, sagt Post-Mediensprecher Markus Flückiger. «Während der Rekordtage vor Weihnachten schnellt die Tagesmenge auf rund 1,3 Millionen Pakete.» Einen steilen Anstieg gibt es nach dem Black Friday (siehe Grafik). «Danach bleibt die Paketmenge bis Weihnachten kontinuierlich hoch», sagt Flückiger. «Aktuell haben wir 6,7 Prozent mehr Pakete verarbeitet im Vergleich zum Vorjahr.»

Für die Arbeiter in Rothenburg bedeuten diese Paketmengen vor allem eines: Feriensperre, Fünfzigstundenwochen, Samstagslieferungen. Odermatts Finger deutete nochmals auf sein DIN-A4-Papier: «Das maximale Füllgewicht der Fahrzeuge beträgt eine Tonne. Schauen Sie, wie viele Boten diese Marke überschreiten würden.» Er zeigt auf lauter rot markierte Kästchen. Jetzt hat die Post deshalb ihre Fahrzeugflotte um 25 Busse aufgestockt. Damit sei die Kapazität des Verteilzentrums aber «voll ausgelastet – sonst würden wir auf dem Areal unser eigenes Verkehrschaos produzieren».

«Noch mehr Menschen eine Freude bereiten»

Seit der Eröffnung des Verteilzentrums 2011 wurden pro Jahr rund 10 Prozent mehr Pakete verarbeitet. Statt 160 Arbeiter wie zu Beginn sind heute 240 Leute im Einsatz. Das Paketgeschäft boomt – ganz im Gegensatz zur Briefpost, die jährlich einen Rückgang von etwa 5 Prozent hinnehmen muss.

Auch Jasmine Birrer, seit vier Jahren Paketbotin, kurvt in diesen Tagen statt mit 250 mit über 300 Paketen durch die Gemeinden. Heute fährt sie die Route 370: eine Strecke von Emmen nach Ballwil. Dass auch sie schlagartig einen Drittel mehr Pakete verteilen muss, stört sie jedoch nicht – im Gegenteil: «Ist doch schön, wenn ich noch mehr Menschen eine Freude bereiten kann.» Solange die Pakete klein und handlich seien, sei ihre Arbeit angenehm. Seien sie aber schwer und sperrig, werde es anstrengend. Hinzu komme der Zeitdruck: «Jeder möchte sein Paket pünktlich bekommen, sonst gibt es Reklamationen.»

Interessanterweise laufe der Betrieb seit Mitte November effizienter als in den anderen Monaten, sagt Odermatt: «Der Kunde bestellt seine Ware, wann er will; wir müssen nun darauf reagieren.» Sinnbildlich dafür dürfte etwa der Pausenraum sein, der in diesen Tagen ungewohnt leer steht. So zehren die Paketmengen an der Pausenzeit der Boten und fordern Disziplin.

Spätestens um halb fünf Uhr nachmittags werden alle mit ihrer Arbeit fertig sein. Am nächsten Morgen werden sie vor Sonnenaufgang wieder aufstehen. Jeder von ihnen, um die nächsten 300 Pakete zu verteilen – und damit insgesamt rund 30 000 Menschen eine Freude zu bereiten. (Autorin Larissa Haas)

9. Adventsfenster: Das kleine Wunderland im Schatten des Klosters von Einsiedeln

Dieser findet vor imposanter Kulisse statt - direkt vor dem Kloster Einsiedeln. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
Strahlende Gesichter am Weihnachtsmarkt Einsiedeln. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
Es gibt bezaubernde Kleinigkeiten zu entdecken, vieles davon ist selbst gemacht. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
Über 140 Stände umfasst der Weihnachtsmarkt in Einsiedeln. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
Viele Standbetreiber sind seit Jahrzehnten dabei. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
Der Weihnachtsmarkt lockt jeden Tag hunderte von Besuchern an. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
Es ist ein Anlass, bei dem Traditionen gelebt werden. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
Für Adventsstimmung sorgen auch die zahlreichen Lichter, mit denen die Stände beleuchtet sind. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
Selbst die erwachsenen Besucher leben die Vorfreude auf Weihnachten voll aus. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
Und die jüngeren Besucher lassen sich erst recht von der vorweihnachtlichen Stimmung verzaubern. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
Überall locken Kleinigkeiten, welche die Besucher ihren Liebsten mitbringen können. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
Es gibt eine grosse Vielfalt an Handwerksarbeiten zu kaufen. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
Es gibt Geschenke für die Erwachsenen. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
Und auch viele Geschenke für die Kleinen. (Bild: Philipp Schmidli (8. Dezember 2018))
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Zauberhafter Weihnachtsmarkt in Einsiedeln

Wenn hier keine Weihnachtsstimmung aufkommt, sind Hopfen und Malz verloren. Vorweihnachtlicher als im Klosterdorf Einsiedeln wird’s nämlich kaum mehr. Dafür sorgt natürlich in erster Linie die Kulisse vor dem unverkennbaren Kloster. Der riesige Weihnachtsmarkt lässt seine Besucher tief in eine Welt aus Kerzen, Fellmützen, Traumfängern, Küchenhilfen, Lebkuchen und Glühwein abtauchen. Nicht weniger als 140 Verkaufsstände bieten heuer wieder ihre Waren feil und laden zum Schlendergang zwischen den Holzhäuschen ein.

Organisiert wird der Grossanlass jeweils vom Detaillistenverein Einsiedeln Ybrig. Die Organisatoren sind denn jeweils auch um ein umfassendes Rahmenprogramm besorgt. Zu sehen gibt es alles von Konzerten, über Lichterumzüge und das Lebkuchenmuseum, bis hin zur gewaltigen Weihnachtskrippe – nach eigenen Angaben die weltgrösste – mit stolzen 450 handgeschnitzten Figuren.

Wer sich überlegt noch ein bisschen Weihnachtsluft zu schnuppern, muss sich allerdings beeilen. Heute ist der letzte Tag des diesjährigen Einsiedler Weihnachtsmarkts. (Autor Ismail Osman)

8. Adventsfenster: 750 Sterne funkeln beim Hallenbad auf der Luzerner Allmend

Das Hallenbad Luzern mit seiner Weihnachtsbeleuchtung. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 4. Dezember 2018))

Das Hallenbad Luzern mit seiner Weihnachtsbeleuchtung. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 4. Dezember 2018))

Insgesamt 750 an Stahlseilen befestigte LED-Lampen verströmen warmes Licht. Sie sind entlang der Gebäude-Fassade des Hallenbades auf der Luzerner Allmend drapiert und bilden dessen Weihnachtsbeleuchtung. Ursprünglich wurden solche Lampen für die Automobilindustrie konzipiert. Der Sterneneffekt entstehe dann durch speziell angefertigte Abdeckungskolben über den LEDs, erklärt Michèle Bucher, Leiterin Kommunikation des Hallenbades.

Das Hallenbad wird in der Adventszeit bereits seit dem Jahr 2015 beleuchtet. Heuer gingen die Lichter am 1. Dezember an, zu bewundern gibt es sie noch bis am 6. Januar. Eingeschaltet wird das Sternennetz jeweils von 6 bis 8.30 Uhr morgens und von 16 bis 24 Uhr abends. So verbraucht die Weihnachtsbeleuchtung gemäss den Verantwortlichen des Hallenbades rund 10.2 kWh Strom am Tag. Dies sei etwa gleich viel, wie ein eingeschaltetes Bügeleisen für eine halbe Stunde benötige.

Die Reaktionen auf das Sternennetz fallen gemäss Bucher positiv aus; Es sorge für eine schöne Stimmung im Hallenbad, auch im Innenbereich beim Schwimmen, und das warme Licht sei in der kalten Jahreszeit eine Wohltat fürs Gemüt.

Die Lichtstränge montiert jeweils das Unternehmen MK Illumination. Auch das Konzept dafür stammt von der Schweizer Firma, respektive deren Vorgängerin Kronux. Hergestellt wurde die Beleuchtung in der Schweiz. Wie viel die Weihnachtsbeleuchtung pro Jahr kostet, möchte das Hallenbad nicht preisgeben.

7. Adventsfenster aus Schüpfheim: Für diese Tradition braucht es die richtige Technik

Wir öffnen das siebte Fenster in unserem LZ-Adventskalender: Zwei bis vier Geislechlöpfer begleiten in Schüpfheim den Samichlaus jedes Jahr beim Auszug aus der Kirche und bei den Hausbesuchen. Der Samichlaus verzeichnet heuer sogar einen Rekord.

Ein Geislechlöpfer mit dem Samichlaus und seinem Gefolge auf dem Areal des Schulhauses Moosmättili in Schüpfheim. (Bild: Dominik Wunderli, 5. Dezember 2018)

Ein Geislechlöpfer mit dem Samichlaus und seinem Gefolge auf dem Areal des Schulhauses Moosmättili in Schüpfheim. (Bild: Dominik Wunderli, 5. Dezember 2018)

Aktuell sind sie in Schüpfheim wieder überall unterwegs. Erneut machen die Geislechlöpfer mit ihren zuweilen ohrenbetäubenden Klängen, mit ihrem «fätzigen Getätsche» auf sich aufmerksam. «Für uns ist es ein grosses Anliegen, diesen schönen Brauch in unserer Gemeinde zu erhalten», erklärt Tony Weibel, welcher den Verein «Schüpfheimer Samichlaus» präsidiert.

Auch deshalb können Interessierte seit Ende Oktober jeden Dienstagabend im Rahmen eines Kurzseminars das Handwerk bei Toni Thalmann erlernen. «Er ist ein Profi auf dem Gebiet», schwärmt Tony Weibel. Das ist auch umso wichtiger, denn bei der Ausübung dieses traditionellen Hobbys ist die Technik ein entscheidender Faktor.

Die Geisel richtig «zwicken» zu lassen, dass es richtig chlöpft, sei immer wieder faszinierend, erklärt der Vereinspräsident. Und bei manch einem tönt das Geräusch in den Ohren fast wie Musik. Für die routinierteren Geislechlöpfer wird in Schüpfheim während dieser Zeit abends zwischen fünf und acht Uhr fürs Training sogar ein Fabrikareal beleuchtet.

Rund 100 Freiwillige engagieren sich

Zwischen zwei und vier «Chlöpfer» begleiten – neben Schmutzlis und Diener – jeden Samichlaus beim Auszug aus der Kirche und an den drei Abenden bei den Hausbesuchen.

In diesem Jahr verzeichnet der Schüpfheimer Samichlaus mit über 60 Anmeldungen sogar ein Rekordergebnis. Dafür engagieren sich in Schüpfheim immer wieder auch rund 100 Freiwillige. Und Adrian Sommer sorgt seit vielen Jahren als Organisator und Koordinator für einen reibungslosen Einsatz- und Ablaufplan bei dieser Tradition.

Dass der Event im Entlebucher Amtshauptort in der Bevölkerung breit verankert ist, zeigt ebenfalls die grosse Resonanz aus der Bevölkerung. «Wir wollen das Brauchtum würdig leben und nicht verkitschen», ist für Weibel ein wichtiges Anliegen. Und wie Ernst die Verantwortlichen diese Ansage nehmen, zeigt, dass sie sich für den mehrtägigen Samichlaus-Anlass achtmal zu Vorstandssitzungen trafen. (Autor Ernesto Piazza)

6. Adventsfenster: Mit Barney auf der Rigi

Mit den Bernhardinern auf einer Winterwanderung auf der Rigi. (Bild: Roger Grütter, 1. Dezember 2018)
Mit den Bernhardinern auf einer Winterwanderung auf der Rigi. (Bild: Roger Grütter, 1. Dezember 2018)
Mit den Bernhardinern auf einer Winterwanderung auf der Rigi. (Bild: Roger Grütter, 1. Dezember 2018)
Mit den Bernhardinern auf einer Winterwanderung auf der Rigi. (Bild: Roger Grütter, 1. Dezember 2018)
Mit den Bernhardinern auf einer Winterwanderung auf der Rigi. (Bild: Roger Grütter, 1. Dezember 2018)
Mit den Bernhardinern auf einer Winterwanderung auf der Rigi. (Bild: Roger Grütter, 1. Dezember 2018)
Mit den Bernhardinern auf einer Winterwanderung auf der Rigi. (Bild: Roger Grütter, 1. Dezember 2018)
Mit den Bernhardinern auf einer Winterwanderung auf der Rigi. (Bild: Roger Grütter, 1. Dezember 2018)
Mit den Bernhardinern auf einer Winterwanderung auf der Rigi. (Bild: Roger Grütter, 1. Dezember 2018)
Mit den Bernhardinern auf einer Winterwanderung auf der Rigi. (Bild: Roger Grütter, 1. Dezember 2018)
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6. Adventsfenster: Mit Barney auf die Rigi

Sie heissen Barry oder Barney und gehören seit jeher zur Rigi: Bernhardiner-Hunde. Während die Vierbeiner Anfang des 20. Jahrhunderts den Bewohnern noch bei der täglichen Arbeit halfen, sind sie heute vielmehr zur Touristenattraktion geworden. Von Dezember bis März führt der Verein Barry & Friends jeweils mittwochs und samstags eine Winterwanderung mit den Bernhardinern durch (siehe Hinweis).

Immer waren die Hunde allerdings nicht auf der Rigi zugegen. Die seit 1884 offiziell als Schweizer Nationalhund geltenden Bernhardiner verschwanden in den 1980er-Jahren vom Berg. Wieso, ist nicht belegt. Ebenso wenig, ob die Bernhardiner für Einsätze bei Lawinenniedergängen abgezogen wurden und mit ihrem Schnapsfässchen um den Hals den einen oder anderen Verschütteten wieder aufgewärmt haben.

So oder so: Mit der Vereinsgründung im Jahr 2015 sind die braun-weiss gefleckten Hunde auf die Rigi zurückgekehrt. Geplant ist zudem, eine Zucht aufzubauen, wie das schon um 1900 der Fall war. Lawineneinsätze müssen die Hunde auf der Rigi glücklicherweise keine bewältigen. Denn abseits des Winterwanderwegs bewegen sich die Teilnehmer der besagten Wanderung kaum. Diese führt jeweils strikt von der Station Rigi Kaltbad zum Chalet Schild in Rigi-First. Dort gibt es dann zwar etwas Aufwärmendes zu trinken – allerdings aus der Glühwein- und Punschpfanne, und nicht aus dem Holzfässchen. (Autor Niels Jost)

Hinweis: Winterwanderung mit Bernhardiner-Hunden, mittwochs und samstags, 13.40 Uhr. Kosten: 24 Franken pro Person. Reservation unter www.rigi.ch

5. Adventsfenster: Päckli voller Hoffnung in Rain

Die Fünftklässler verteilen nach ihren Aufführungen in der Kirche Rain rote Pakete an die Senioren.Bild: Nadia Schärli (4. Dezember 2018)
Sie tragen Pakete. Bild: Nadia Schärli (4. Dezember 2018)
Sie singt. Bild: Nadia Schärli (4. Dezember 2018)
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5. Adventsfenster: Theaterstück in Rain

Es ist eine bekannte Geschichte, die besonders in der besinnlichen Adventszeit immer wieder gerne erzählt wird: jene vom roten Paket. Dieses ist gefüllt mit Glück, Zufriedenheit und neuer Hoffnung, dass sich alles zum Guten wendet. Bloss öffnen darf man dieses spezielle Päckchen nicht. In der Geschichte wandert das Paket von Bewohner zu Bewohner des Dorfes. Den Anfang macht Annas Grossmutter, die das Paket gemacht hat. Sie gibt es weiter an den einsamen Förster. Als dieser neuen Mut geschöpft hat, reicht er es wiederum weiter an einen niedergeschlagenen Handwerker. Auch ein krankes Mädchen und ein Bäcker-Lehrling, der ein Brot verbrannt hatte, sowie ein Mädchen mit Liebeskummer erhalten danach das Paket.

Am Schluss, so gehört es sich bei einem richtigen Märchen, kommt das rote Paket wieder in die Hände der Grossmutter, die ab der Abreise ihrer Nichte betrübt ist. Glück, Zufriedenheit und Hoffnung: Das versprühten gestern auch die Fünftklässler des Religionsunterrichts von Irene Meyer in Rain. In der Kirche führten sie die Geschichte des roten Pakets für die Senioren der Gemeinde auf, begleitet von Gesang und den Melodien von Panflöten. Organisiert wird diese Adventsfeier, die jedes Jahr stattfindet, vom Frauenbund Rain, Team Aktives Alter. Die Senioren waren sichtlich gerührt ab der Aufführung. Nach dem besinnlichen Schauspiel wartete in der Pfarrei noch Kaffee und Kuchen auf die Senioren – und natürlich auch ein kleines rotes Paket. (Autorin Martina Odermatt)

4. Adventsfenster: Neuer Lichterweg in Gisikon

Der Lichterweg in Gisikon: Gemeindepräsident Alois Muri (links) und der Pfarreileiter Lukas Briellmann. (Bild: Corinne Glanzmann; 30. November 2018)
Eine Krippe und um die 70 Laternen - der Lichterweg in Gisikon. (Bild: Corinne Glanzmann; 30. November 2018)
Über der Krippe fliegt ein Engel. (Bild: Corinne Glanzmann; 30. November 2018)
Alois Muri, Gemeindepräsident von Gisikon, zündet eine Laterne an. (Bild: Corinne Glanzmann; 30. November 2018)
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4. Adventsfenster: Neuer Lichterweg in Gisikon stösst auf grossen Anklang

Startpunkt ist die Figurengruppe «Maria, Josef mit Esel» in der Nähe des Gemeindehauses. Der Weg führt von der Kreuzung der Mühlehof- und Wissehrlistrasse über den Panoramaweg (wo es eine Grillstelle mit Engel und den Kneipp-Garten mit Krippe gibt) bis zur Feldhofstrasse. Den richtigen Weg weisen alle paar Meter Holzlaternen, deren Kerzen rund ein Dutzend Freiwillige während der Adventszeit bei Dämmerung anzünden, und um 22 Uhr wieder löschen. «Die Idee dazu hatte eine Bürgerin aus der Gemeinde», sagt Gemeindepräsident Alois Muri (parteilos). Für die Umsetzung habe man sich Wege in Hünenberg und Oberägeri als Vorbild genommen.

Kerzen und Laternen von Privaten finanziert

Schön findet Alois Muri, dass Private das Projekt umgesetzt haben und keine Steuergelder aufgewendet werden mussten. Für den Weg hat man Sponsoren gefunden: Kerzen für einen Abend konnte man sich für 100 Franken kaufen, eine Laterne für 150 Franken, und die Krippenfiguren für einen «etwas höheren Beitrag», so Muri. «Der Lichterweg soll zum Innehalten und Geniessen einladen.» Die Kerzen brennen mindestens noch bis zum Drei-Königs-Tag am 6. Januar – je nach Interesse sogar noch länger. (Autor Niels Jost)

3. Adventsfenster: Der Luzerner (Hof-)Samichlaus ist auch eine Integrationsfigur

Hier zieht der Samichlaus mit seinem Gefolge aus der Hofkirche aus. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 02. Dezember 2018))
Ein Zwergli. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 02. Dezember 2018))
Der Anlass wird musikalisch begleitet. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 02. Dezember 2018))
Der Samichlaus hält eine Ansprache. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 02. Dezember 2018))
Die Schmutzlis (Bild: Pius Amrein (Luzern, 02. Dezember 2018))
Bild: Pius Amrein (Luzern, 02. Dezember 2018)
Bild: Pius Amrein (Luzern, 02. Dezember 2018)
Bild: Pius Amrein (Luzern, 02. Dezember 2018)
Bild: Pius Amrein (Luzern, 02. Dezember 2018)
Bild: Pius Amrein (Luzern, 02. Dezember 2018)
Der Auszug des Hofsamichlaus findet schon seit mehr als 100 Jahren statt. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 02. Dezember 2018))
Bild: Pius Amrein (Luzern, 02. Dezember 2018)
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3. Adventsfenster: Samichlaus-Auszug aus der Hofkirche

Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Am ersten Dezember-Sonntag zieht in der Stadt Luzern der Hofsamichlaus aus der Hofkirche aus. Der Anlass zieht viel Publikum an – egal, ob es regnet, windet oder gar schneit. Gestern um 17 Uhr war es wieder so weit. Das Ritual ist stets gleich: Der Hofsamichlaus, in rotem Gewand und rotgoldener Mitra, tritt vor die Hofkirche. Sein Gefolge aus Zwergli, Ministranten, Dienern und Schmutzli postiert sich auf der grossen Treppe vor der Hofkirche.

Umrahmt von Trompetenklängen seiner Herolde, hält der Samichlaus eine kurze Ansprache an die vielen grossen und kleinen Zuhörer. Dann macht er sich auf den Weg zu den Familien im Gebiet der Pfarrei St. Leodegar, um deren Kinder zu besuchen, sie zu loben, zu ermahnen, zu bescheren und ihre Verslein anzuhören.

Von gefürchteter Person zum fürsorglichen Freund

Der Auszug des Hofsamichlaus findet schon seit mehr als 100 Jahren statt. Früher war der Samichlaus für viele Kinder noch eine gefürchtete Person, vor der man sich in Acht nahm. Heute tritt er als fürsorglicher väterlicher Freund auf. Wichtig ist der katholischen Kirchgemeinde, dass der Samichlaus alle Kinder besucht, egal von welcher Konfession. So ist der Samichlaus heute auch eine Figur, die zur Integration der Menschen in unsere Gesellschaft beiträgt. Interessant auch: In den letzten Jahren hat die Anzahl Familien, die den Samichlaus zu sich nach Hause einladen, zugenommen. (Autor Hugo Bischof)

2. Adventsfenster: Den Samichlaus zieht's zur «Riviera der Zentralschweiz»

Der Klausenumzug in Weggis mit Samichlaus, Trychlern und Infulnträgern. (Bild: Roger Grütter (Weggis, 1. Dezember 2018)
Auch Esel sind am Umzug mit dabei. (Bild: Roger Grütter (Weggis, 1. Dezember 2018)
Der Samichlaus schreitet mit seinem Diener und dem Schmutzli durch die Gassen. (Bild: Roger Grütter (Weggis, 1. Dezember 2018)
Leuchtende Laternen spenden Licht in der Dunkelheit. (Bild: Roger Grütter (Weggis, 1. Dezember 2018)
Sie sind fester Bestandteil des Klausenumzugs in Weggis. (Bild: Roger Grütter (Weggis, 1. Dezember 2018)
Zahlreiche Leute laufen am Umzug mit. (Bild: Roger Grütter (Weggis, 1. Dezember 2018)
Auch die Trychler sind in grosser Anzahl vertreten. (Bild: Roger Grütter (Weggis, 1. Dezember 2018)
Mit Fackeln leuchtet ein Kind den Trychlern den Weg. (Bild: Roger Grütter (Weggis, 1. Dezember 2018)
Weitere Impressionen vom Umzug in Weggis. (Bild: Roger Grütter (Weggis, 1. Dezember 2018)
Auch Musik begleitete den Umzug. (Bild: Roger Grütter (Weggis, 1. Dezember 2018)
Hornbläser im Einsatz am Klausenumzug. (Bild: Roger Grütter (Weggis, 1. Dezember 2018)
Die Kinder tragen Fackeln und spenden Licht. (Bild: Roger Grütter (Weggis, 1. Dezember 2018)
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Klausenumzug in Weggis

Es ist unüberhörbar: Der Klang von rund 300 Trycheln erfüllt die kühle Nachtluft und breitet sich bis in die hintersten Winkel des Dorfes aus – und das ist erst der Anfang. Gestern war es wieder soweit: Der St. Nikolaus zog im Rahmen des Weggiser Klausenjagens entlang der Seestrasse. Dabei wurde er standesgemäss von seinem lautstarken Gefolge begleitet. Dazu gehörten nebst den erwähnten Trychlern auch rund 60 Infulnträger, Schmutzlis und diverse Musikanten. Organisiert wird der Anlass von der St. Niklausengesellschaft Weggis.

«Generalprobe» für Küssnacht

Es ist ein urchiges Spektakel, dass bei diesen Umzügen jeweils geboten wird. Jener gestern in Weggis macht den auch Lust auf das Küssnachter Klausjagen, das am kommenden Mittwoch stattfinden wird. An die Küssnachter Variante des Klausjagens strömen jeweils rund 20'000 Besucher von nah und fern – vor allem um die 250 Iffelen zu bestaunen. Der Weggiser Umzug kann in diesem Sinne als Generalprobe für den Mega-Event verstanden werden. Und diese ist einmal mehr perfekt gelungen. (Autor Ismail Osman)

1. Adventsfenster: Zum Schmücken der Tanne in Horw braucht es einen Haken

Werkdienst-Mitarbeiter Urs Wicky (links) und Hans Frei schmücken im Kreisel Merkur den Horwer Weihnachtsbaum. (Bild: Corinne Glanzmann, 29. November 2018)
Dani Imbach (im Vordergrund), Urs Wicky (oben links) und Hans Frei vom Horwer Werkdienst schmücken die Tanne. (Bild: Corinne Glanzmann, 29. November 2018)
Jetzt steht die Tanne im Horwer Merkur-Kreisel. (Bild: Corinne Glanzmann, 29. November 2018)
Noch haben nicht alle Kugeln ihren Platz - die Tanne im Horwer Merkur-Kreisel. (Bild: Corinne Glanzmann, 29. November 2018)
Werkdienst-Mitarbeiter Urs Wicky (links) und Hans Frei schmücken im Kreisel Merkur den Horwer Weihnachtsbaum. (Bild: Corinne Glanzmann, 29. November 2018)
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1. Adventsfenster: Zum Schmücken braucht es hier einen Hebekran

An vielen Orten steht sie schon, die Weihnachtstanne, für alle gut sichtbar im Dorfzentrum. Sie kündet die Adventszeit an, die heute Samstag beginnt. Als grösster weit und breit preist sich seit Jahren jeweils jener in Luzern auf dem Schweizerhofquai beim Luzernerhof an. Dabei gibts auch viele andere prächtige Exemplare. Etwa jenen im Horwer Zentrum, beim Kreisel Merkur.

Anfang Woche wurde er aufgerichtet. Am Donnerstag haben ihn Mitarbeiter des Horwer Werkdienstes dekoriert. Mithilfe eines Hebekrans hievten sie sich bis ganz zuoberst und brachten Kugeln und Lämpchen an. «Wir verwenden zum Energiesparen LED-Lampen», sagt Daniel Imbach vom Werkdienst.

Wärmender Lichtblick im kalten Dezember

Nun steht er also da. Er trotzt Regen, Wind und auch dem Verkehr. In der Dämmerung beginnt er dezent zu leuchten. Erst wenn’s ganz dunkel wird, zeigt der Baum sich in voller Pracht – zur Freude vieler Passanten. Viele nehmen ihn bewusst wahr, andere vielleicht erst beim zweiten oder dritten Vorbeigehen. Für viele ist er gerade im kalten, oft dunklen Dezember ein wärmender Lichtblick.

Der diesjährige Horwer Weihnachtsbaum stammt aus dem Horwer Hochwald. «Häufig verwenden wir aber auch Tannen aus privaten Gärten, die für deren Besitzer zu gross geworden sind», sagt Daniel Imbach. Man erhalte ab und zu solche Angebote und nutze sie, «wenn der Transport nicht zu aufwendig ist». Hauptsache, die Tanne ist schön und wohlgeformt. (Autor Hugo Bischof)

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