AESCH: Eisklötze stammen nicht von Flugzeugen

Die Eisklötze, die auf das Hausdach einer Familie in Aesch gefallen sein sollen, gehen nicht auf Flugzeuge zurück. Das hat eine Untersuchung ergeben.

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Die Untersuchung wurde vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) beauftragt und vom Paul Scherer Institut durchgeführt. «Bei den Eisklötzen handelt es sich um gefrorenes Regenwasser», sagt Daniel Göring vom Bazl, auf Anfrage. «Sie stammen definitiv nicht von Flugzeugen.»

Hätten sie sich von Flugzeugen gelöst, hätten die Eisstücke Verunreinigungen, etwa Dreckpartikel, aufweisen müssen. Auch könne ausgeschlossen werden, dass die Eisbrocken aus Flugzeuglavabos stammen. «Die Konzentration von Magnesium und Kalzium wäre zwischen 200 und 500 Mal höher», so Göring. 

Gemäss Aussagen der betroffenen Familie Renggli wurde ihr Hausdach insgesamt 13 Mal von einem Eisklotz getroffen.  

Das Ehepaar Renggli zweifelt an der Richtigkeit der Untersuchung. «Wir können mit dem Bericht nicht zufrieden sein und wollen eine richtige Untersuchung», forderte Josef Renggli in der Sendung «Schweiz Aktuell».

Harry Tresch / Neue LZ