AFRIKAMISSIONARE: Die Weissen Väter verlassen die Stadt Luzern

Der Generalrat in Rom hat entschieden: Nach 68 Jahren wird das Haus der Weissen Väter an der Reckenbühlstrasse 14 in Luzern verkauft.

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Das Haus der Weissen Väter in Luzern, das verkauft wird. (Bild pd)

Das Haus der Weissen Väter in Luzern, das verkauft wird. (Bild pd)

Die Niederlassungen der Weissen Väter in Fribourg und Veyras (VS) werden beibehalten, das Haus in Luzern wird verkauft. Die sechs Luzerner Brüder kommen je zur Hälfte nach Fribourg und Veyras. Der Grund für den Verkauf sind Nachwuchsprobleme, wie es in einer Medienmitteilung heisst: In den 1960er-Jahren zählte die Missionsgesellschaft international gegen 4000 und schweizweit 140 Mitglieder.

Heute leben nur noch 35 Brüder in der Schweiz (wovon noch 8 in Afrika aktiv sind), viele davon sind weit über dem Pensionsalter. Dass gerade der Standort Luzern aufgegeben wird, gründe wohl darauf, dass der Aufstieg zum Reckenbühl 14 für ältere Leute beschwerlich sei, wie es weiter heisst. Dies vor dem Hintergrund, dass der Standort Veyras speziell als Seniorenheim gebaut worden sei.

«Wir bedauern sehr, Luzern und besonders die Pfarrei St. Paul verlassen zu müssen. Das war für uns alle ein Schock», sagt Superior Hans Zoller.

Dave Schläpfer/Neue LZ