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Agglo, Land oder Stadt? Das sagen die Experten

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Lozärner Fasnacht total seit dem frühen Donnerstagmorgen grollt das rüüdige Gewitter mit nur wenigen Unterbrüchen durch den ganzen Kanton. Die Gewitterherde blitzen indes lokal an unterschiedlichen Orten auf. Am vergangenen Wochenende insbesondere auch in den Vorstadtgemeinden und auf der Landschaft. Agglo-, Land- oder Stadtfasnacht: Wo sind die Unterschiede? Oder fasziniert die fünfte Jahreszeit auf kleinen, mittleren und grossen Bühnen gleichermassen? Wir haben bei den Machern nachgefragt.

sam/jem

«Hier kennt jeder jeden»

Für die Emmer Um­zugschefin Antoinette Siegrist ist es keine Frage, in der Agglo geht die Post ab: «Altbekannte, Weggezogene und Neuzuzüger, die Ämmer Fasnacht ist Treffpunkt für alle. Speziell auch unsere Umzugsroute, denn nirgends sonst gehts bergauf und bergab, führt durch Tunnels und um scharfe Kurven», schwärmt die Umzugschefin des Emmer Fasnachtskomitees. Einzigartig sei auch die anschliessende Uslompete vor dem Gersag: keine Spur von Anonymität, quasi ein Dorffest. Sigrist: «Hier kennt meist jeder jeden. Und wenn nicht von Beginn an, dann sicher bis morgens um vier.»

«Ventil darf auch mal aufgehen»

Der Krienser Gallivater Thomas Fischer nutzte den gestrigen Sonntag zum Energie tanken. Wenn Fischer die Spezialitäten der Agglo-Fasnacht erklären müsste, dann so: «Tradition und Brauchtum werden in Kriens sehr hoch gehalten, das ganze Jahr über. Und bei uns prägen die Urmasken Wöschwyb, Deckel und Bärnerwyb – das Geschehen.» Der Gallivater zählt «seine» Fasnacht «zu den Hauptplätzen, zusammen mit der Stadt». Am wichtigsten sei aber dies: «Fasnacht ist überall pure Lebensfreude. Ein paar Tage abschalten, vergessen – das Ventil darf auch mal aufgehen.»

«Gefeiert wird überall»

Volles Programm gestern für den Hochdorfer Martinivater Franz Arnold: Fasnachtsgottesdienst und zwei Umzugsbesuche in Hildisrieden und Hitzkirch. Arnold stellt fest, dass die Fasnacht auf der Landschaft persönlicher sei, «man kennt mehr Leute». Die Martini-Zunft halte insbesondere die Besuche in anderen, vor allem benachbarten Gemeinden hoch, auch wenn man natürlich nicht überall dabei sein könne. «Gefeiert wird letztlich überall, das ist doch riesig schön! Und selbst wir in Hochdorf haben am Schmutzigen Donnerstag einen Urknall», so Arnold stolz.

«Intrigieren ist einfacher»

Den Präsidenten der Stadtluzerner Wey-Zunft, Roger Gehri, erreichen wir in Littau, wo er in der Maskengruppe «Rara Avis» als wilde Nummer mitlief. Für Gehri ist klar: «Ausserhalb der Stadt sind die Fasnachtssujets lokalpolitischer und aktueller. Als externer Besucher verstehe ich das aber vielleicht nicht immer.» Da für den grossen Fritschi- und Wey-Umzug die Sujets bereits im Sommer festgelegt werden, sei es in kleineren Gemeinden einfacher, kurzfristig zu reagieren. Für Gehri auch klar: «Das Intrigieren ist ausserhalb der Stadt einfacher, man kennt sich einfach besser.»

Der Krienser Gallivater Thomas Fischer. (Bild: Philipp Schmidli)

Der Krienser Gallivater Thomas Fischer. (Bild: Philipp Schmidli)

Der Hochdorfer Martinivater Franz Arnold. (Bild: PD)

Der Hochdorfer Martinivater Franz Arnold. (Bild: PD)

Roger Gehri, Präsident der Stadtluzerner Wey-Zunft. (Bild: Archiv Neue LZ)

Roger Gehri, Präsident der Stadtluzerner Wey-Zunft. (Bild: Archiv Neue LZ)

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