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Airbrush: Diese Altishoferin behält für die Fasnachtsschminke das Gesamtbild im Auge

Für Severina Gogg (45) ist nach der Fasnacht bereits wieder vor der Fasnacht. Denn die Airbrush-Technik, mit der die Altishoferin sich, ihre Kinder und Freunde jeweils schminkt, erfordert viel Vorbereitung.
Jessica Bamford
Severina Gogg schminkt Karin Siegrist mit der Airbrush-Technik. (Bilder: Nadia Schärli (Altishofen, 2. Februar 2019)

Severina Gogg schminkt Karin Siegrist mit der Airbrush-Technik. (Bilder: Nadia Schärli (Altishofen, 2. Februar 2019)

Jede Form, die auf das Gesicht gesprüht wird, muss im Voraus aus einer Plastikfolie ausgeschnitten werden. Die Sujets bestimmen ihre Freunde jeweils selbst, ausgestaltet werden die Ideen von Severina Gogg. Diese sagt:

«Wenn sie mir am Telefon davon erzählen, habe ich meist schon ein Bild im Kopf, wie es am Ende aussehen soll.»

Die künstlerische Ader zeigt sich bei ihr nicht nur beim fasnächtlichen Schminken. «Ich malte früher Kinderbilder und habe Geburtstafeln gestaltet.» Nun habe sie wegen ihrer Familie mit zwei Kindern und der Arbeit bei der Spitex leider weniger Zeit für diese Hobbies.

Tochter hat das Talent, um nachzurücken

Severina Goggs persönliches «Airbrush-Reich» ist in ihrem Dachstock in Altishofen. Dieser ist mit einem kleinen, gemütlichen «Stübli» ausgestattet, sowie einer Schminkecke – bestehend aus schubladenweise Vorlagen, den Farbtuben, einer beeindruckenden Palette an Perücken und natürlich der Airbrush-Pistole. «Hier treffen wir uns auch, um uns für die Maskenbälle vorzubereiten und gemütlich etwas zu trinken.»

Das Schminken benötigt Zeit – pro Person ungefähr 15 Minuten. «Dies ist aber viel weniger, als von Hand zu schminken», sagt Severina Gogg. «Das ist natürlich ein grosser Vorteil der Technik. Ausserdem kann man viel mehr Details malen, was mich besonders fasziniert.» Die grösste Herausforderung von Airbrush sei, mit den Vorlagen während des Schminkens nicht zu verrutschen. «Ausserdem darf man nie das Gesamtbild aus den Augen verlieren.» Diese Fähigkeit habe auch ihre Tochter, Sina, geerbt:

«Meine Tochter schaut mir immer zu beim Schminken, und hat auch schon öfters selbst was ausprobiert.»

Seit Severina Gogg im Jahr 2002 begonnen hat, mit Airbrush zu schminken, hat sie die Vorlagen für bis zu elf Guuggenmusigen gemacht. «Das wurde mir aber zu aufwendig, weshalb ich jetzt nur noch für Freunde schminke – es soll ja ein Hobby bleiben.» Die Ausnahme bildet die heimische Altishofer Guuggenmusig. Für sie macht Severina Gogg mehrere Vorlagen und veranstaltet ein Probeschminken. Während der Fasnacht schminken die Guuggenmusigen jedoch selbst. Grundsätzlich schminkt sie gerne viele unterschiedliche Sujets «bei den Guuggenmusigen wäre es mit der Zeit deshalb auch langweilig», meint Severina Gogg.

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