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Aktenzeichen «Bodum-Villa» Luzern ungelöst

Der Luzerner Stadtrat kritisiert den mangelnden Unterhalt der beiden Liegenschaften an der Obergrundstrasse 99 und 101 zwar, doch daran ändern kann er kaum etwas. Das zeigt die Antwort auf eine Interpellation von SP/Juso.
Hugo Bischof
Die «Bodum-Villa» an der Obergrundstrasse 99 in Luzern. Bild: Pius Amrein (4. Juli 2017)

Die «Bodum-Villa» an der Obergrundstrasse 99 in Luzern. Bild: Pius Amrein (4. Juli 2017)

Die beiden seit längerer Zeit leerstehenden Liegenschaften an der Obergrundstrasse 99 und 101 seien in einem kritischen Zustand, die Situation sei «unbefriedigend». Das schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf eine Interpellation der SP/Juso-Fraktion. Diese wollte wissen, ob es Grundeigentümer gibt, die eine Verschlechterung des Zustandes ihrer Liegenschaft «bewusst in Kauf nehmen» oder sie gar «aktiv beeinflussen». Mit dem Ziel, «einfacher eine Abbruchbewilligung zugunsten eines Neubaus erwirken zu können». Man dürfe fahrlässige Kulturgutzerstörung nicht mit einem Neubau entschädigen, so die SP/Juso.

«Es kann tatsächlich festgestellt werden, dass bei diesen Objekten der Unterhalt vernachlässigt wurde», schreibt der Stadtrat. Die Bodum Invest AG, die der gleichnamigen international bekannten Haushalt- und Küchenzubehörfirma gehört, hatte die beiden Grundstücke 2013 gekauft. Sie wollte darauf Wohnraum schaffen sowie ein Design- und Servicecenter eröffnen. Sie will eines der beiden Gebäude deshalb abreissen und durch einen Neubau ersetzen.

Bodum und die Stadt konnten sich nicht einigen

Wie der Neubau aussehen soll, darüber konnten sich Bodum und die Stadt Luzern bisher nicht einigen. Die Baudirektion stehe in regelmässigem Kontakt mit dem Grundeigentümer, beziehungsweise dessen Planern, sagt Baudirektorin Manuela Jost (GLP). Bis jetzt sei es aber nicht gelungen, «eine einvernehmliche Lösung zu finden». Schlagzeilen erregten die beiden Villen durch mehrere Hausbesetzungen.

Dass Liegenschaften in der Stadt Luzern vernachlässigt werden oder leerstehen, seien «Einzelfälle», sagt Baudirektorin Jost. Man suche stets Lösungen, um die Situation zu verbessern. Sie betont:

«Zur Sanierung einer Liegenschaft zwingen kann man niemanden, ausser wenn man dem Eigentümer starke Fahrlässigkeit vorwerfen kann oder die öffentliche Sicherheit gefährdet ist.»

Das sei bei den beiden Villen an der Obergrundstrasse nicht der Fall, betont die Baudirektorin.

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