AKTION FREIRAUM: Der Sprecher der Aktion ist ein Phantom

Sandro Hofstetter ist das Sprachrohr der Aktion Freiraum. Aber hinter seinem Namen stecken gleich mehrere Personen.

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Sei es die Banneraktion am Montagmorgen oder das Fest in der besetzten ehemaligen UD-Druckerei an der Kellerstrasse: Die Aktion Freiraum schafft es immer wieder, die Aufmerksamkeit der Stadtbevölkerung auf sich zu ziehen. Wenn Medien über die Aktionen berichten, dann gibt ihnen jeweils der Sprecher der Aktion Freiraum, Sandro Hofstetter, Auskunft. Seine Aussagen wurden schon des öfteren zitiert.

«Wir stehen zu dem, was wir sagen»
Nur: diesen Sandro Hofstetter gibt es gar nicht. Recherchen der Neuen Luzerner Zeitung haben ergeben, dass der Name bloss ein Pseudonym ist und in der Vergangenheit von verschiedenen Personen verwendet worden ist. Auf schriftliche Anfrage nimmt die Aktion Freiraum dazu wie folgt Stellung: «Wir sind eine sehr heterogene Gruppe, also macht es Sinn, dass die Person, die Auskunft gibt, nicht exakt einer bestimmten Gruppe zugeordnet werden kann.»

Man wolle, dass sich die Aufmerksamkeit voll und ganz auf die Gruppe und deren Anliegen richte, und nicht auf einzelne Personen. Zudem seien auch schon andere Mitglieder mit ihrem richtigen Namen öffentlich aufgetreten. «Wir fürchten uns nicht, zu dem zu stehen, was wir sagen.»

Erste Aktion im Dezember 2007 im Vögeligärtli
Die Aktion Freiraum gibt es seit Oktober 2007. Wie viele Personen aktiv mitmachen, wird nicht kommuniziert. Das Ziel der Gruppierung indes ist klar: «Wir wollen den nötigen Raum für einen autonomen, alternativen Freiraum in der Stadt Luzern zurückerobern.»

In den Fokus der Öffentlichkeit gelangte die Aktion Freiraum erstmals Anfang Dezember 2007. Damals organisierte sie eine unbewilligte Demonstration mit rund 800 Teilnehmern an mehreren Plätzen in der Stadt Luzern. Im Vögeligärtli kesselte die Polizei dann die Teilnehmer ein und schaffte 245 Demonstranten in die Zivilschutzanlage Sonnenberg.

Stefan Roschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.