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AKTIONSTAG: Luzerner Museen sind auch soziale Netzwerke

Am Sonntag ist der Internationale Museumstag. Viele Museen im Kanton laden ein, Sonderschauen und Aktivitäten zu entdecken. Aber Achtung: Gratiseintritte gibt es nur in der Region Willisau und in Sursee.
Museum Sturbanhof in Sursee. (Bild: PD)

Museum Sturbanhof in Sursee. (Bild: PD)

«Taggen, liken, sharen – das hypervernetzte Museum» ist das Motto des Internationalen Museumstages am kommenden Sonntag. Oder zu deutsch: «Markieren», «Gefällt-mir-drücken» und «Teilen». Die Idee: Besucher teilen ihr Museumserlebnis, schaffen damit eine Öffentlichkeit für bekannte, aber auch eher unbekannte Häuser und tragen ihre Erlebnisse in die Welt hinaus.

Nicht alle Aussteller setzen dabei selbst auf interaktive Aktivitäten, Apps oder sonstige digitale Helferlein, um die Besucher zum (sozialen) Netzwerkeln zu bewegen. So sind etwa viele Ausstellungen in der Region Willisau von 10 bis 17 Uhr ganz analog zu begehen. Der Eintritt ist an diesem Tag in sieben Museen gratis. Zum Beispiel im einzigen Spanschachtelmuseum der Schweiz in der alten Mühle Alberswil. Dort wird zum kreativen Gestalten, zum «Trücklen» eingeladen, wie das alte Handwerk der Herstellung von Aufbewahrungstruhen aller Art genannt wird. Die «Tupperware» früherer Zeiten dienten bereits Steinzeitmann Ötzi als Aufbewahrungsmittel für Zündmaterial.

Natürlich wird auch das sich im Umbau befindliche Agrarmuseum an diesem Tag geöffnet sein und «vom Göppel über Dampfantrieb zu Benzin- und Dieselstandmotoren» verschiedene Antriebsarten im Wandel der Zeit zeigen.

Klingen, Küchen, Flaschen und mehr

In Schötz ist ebenfalls ein Blick in die Geschichte möglich: Unter dem Stichwort «Netzwerk Fernhandel» werden wichtige Importwaren gezeigt – nämlich Klingen aus der Steinzeit. Mit Führungen soll «das Netzwerk von Handelsbeziehungen unserer Vorfahren weit über die Landesgrenzen hinaus» aufgezeigt werden. Messer kommen in der alten Küche des Museums zur Ronmühle in Schötz ebenfalls zum Einsatz – wo natürlich auch für das leibliche Wohl der Besucher in Form von Süssigkeiten gesorgt sein wird.

Um Musik und Glasflaschen dreht sich vieles dann in Willisau. Die Musikinstrumentesammlung wartet dabei in der Hochburg der Blasmusik mit der Sonderausstellung «Von Tuten und Blasen» auf. Im Flaschenmuseum und dem Flaschenforum wird weiterhin «die grösste je dem Flaschensepp geschenkte Sammlung» gezeigt, wo sie auch gerne «getagged, geliket und geshared» werden darf.

Wer lieber draussen statt drinnen ist, der wird in Sursee fündig. Der Sankturbahnhof lockt nicht nur mit freiem Eintritt, sondern um 11 Uhr auch mit einer Führung durch einen Surseer Garten, der vom jeweiligen Gärtner gleich selbst vorgestellt wird. Auch im Sankturbahnhof gilt: Netzwerkeln wird auf die alte Art gepflegt – digital sind höchstens die auf dem Smartphone festgehaltenen Erinnerungen.

Rätsel in der Stadt Luzern

Wörtlich nehmen das digitale Motto schliesslich die Veranstalter in der Stadt Luzern: Mit einem Rätselparcours, der sich über neun Museen erstreckt, werden Besucher motiviert, sich zwischen verschiedenen Häusern zu vernetzen. Dabei gilt es, Aufgaben zu lösen und sich die richtige Lösung bei der jeweiligen Museumskasse abstempeln zu lassen. Der Haken an der Sache: Im Bourbaki Panorama, dem Gletschergarten, aber auch im Kunstmuseum Luzern, dem Natur-Museum, dem Historischen Museum und im Richard Wagner Museum gelten die normalen Eintrittspreise. Auch in der Sammlung Rosengart, dem Hans Erni Museum und im Verkehrshaus. Ein Pass für alle Museen kostet 36 Franken für Erwachsene.

Der Internationale Museumstag wurde 1977 vom Internationalen Museumsrat ins Leben gerufen, um die öffentliche Wahrnehmung der soziokulturellen Rolle der Museen zu fördern. Weltweit beteiligen sich über 30000 Museen daran. Urs-Ueli Schorno ursueli.schorno@luzernerzeitung.ch

Hinweis
Weitere Informationen zu Museen und Aktivitäten unter: www.museums.ch

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