Nach Uri verschärft auch Nidwalden die Waldbrandgefahr 

101 Sonnenstunden und nur 16 Liter pro Quadratmeter Regen gab es bisher im Oktober. Das schöne Herbstwetter hat nicht nur Positives. Die anhaltende Trockenheit und der Föhneinfluss macht den Wäldern zu schaffen. Immer mehr Zentralschweizer Kantone erhöhen deshalb die Gefahrenstufe.

Zéline Odermatt / Chiara Zgraggen
Drucken
Teilen
Die aktuelle Waldbrandgefahr in der Schweiz. (Bild: www.naturgefahren.ch)

Die aktuelle Waldbrandgefahr in der Schweiz. (Bild: www.naturgefahren.ch)

Das Amt für Forst und Jagd des Kantons Uri bittet die Bevölkerung in einer Mitteilung zum sorgfältigen Umgang mit Feuern im Wald und in Waldesnähe. Es bestehe die Gefahr, dass aufgrund weggeworfener Raucherwaren oder Funkenflug eines Grillfeuers Brände entstehen.

Auch in Luzern wird zur Vorsicht gemahnt. Dort wird die Waldbrandgefahr vorerst jedoch noch als mässig (Stufe 2) eingestuft. Am nächsten Montag solle die Lage neu beurteilt werden, teilt das Amt für Landwirtschaft und Wald auf Anfrage mit. Auch für den Kanton Schwyz gilt weiterhin Stufe 2.

Bis Donnerstag galt auch noch im Kanton Nidwalden diese Stufe. Sie wurde aber, wie bereits von Feuerwehrinspektor Toni Käslin am Mittwoch befürchtet, am Donnerstag auf Stufe 3 (von 5) erhöht. Dies teil das Feuerwehrinspektorat der Kantone Nid- und Obwalden am Donnerstag mit. 

Eine Übersicht der Kantone:

Waldbrandgefahr

UR Stufe 3 Mahnung zu sorgfältigem Umgang mit Feuer im Wald und in Waldesnähe/im Freien
LU Stufe 2 Mahnung zu sorgfältigem Umgang mit Feuer im Wald und in Waldesnähe/im Freien
NW Stufe 3 Mahnung zu sorgfältigem Umgang mit Feuer im Wald und in Waldesnähe/im Freien
OW Stufe 2 Keine Massnahmen in Kraft
SZ Stufe 2 Keine Massnahmen in Kraft
ZG Stufe 2 Mahnung zu sorgfältigem Umgang mit Feuer im Wald und in Waldesnähe/im Freien

Folgende Verhaltensregeln werden empfohlen:

  • Feuern im Wald und in Waldesnähe/im Freien möglichst unterlassen
  • Keine brennenden Raucherwaren und Streichhölzer wegwerfen
  • Feste Feuerstellen benutzen
  • Bei starkem Wind – vornehmlich vor und während Gewittern – wegen des starken Funkenflugs kein Feuer entfachen
  • Feuer nie unbeaufsichtigt lassen
  • Feuer vor dem Weggehen immer löschen und sicherstellen, dass Feuer und Glut tatsächlich erloschen sind
  • Den Anweisungen der lokalen Behörden ist Folge zu leisten

Nächste Woche regnet es

Laut «MeteoNews» herrscht seit mehreren Monaten zu trockenes Wetter. Der letzte grossflächige Regen fiel Anfang Oktober, wie es in einer Mitteilung heisst. Abgesehen vom Hochnebel auf beiden Seiten der Alpen bleibt das Wetter in den kommenden Tagen sonnig und warm.
Das milde Klima dürfte laut «Meteonews» aber nicht mehr lange andauern, denn:  Die Temperaturen werden in der nächsten Woche im Norden zurückgehen. Zudem muss wieder mit Niederschlägen gerechnet werden.

Weitere Informationen über die aktuelle Lage finden Sie unter www.naturgefahren.ch oder unter www.waldbrandgefahr.ch sowie auf der App von MeteoSchweiz.

In Uri herrscht erhebliche Waldbrandgefahr

Die Waldbrandgefahr ist aufgrund der aktuellen Trockenheit und des Föhneinflusses erheblich. Die Bevölkerung wird deshalb zu einem sorgfältigen Umgang mit Feuern im Wald und in Waldesnähe sowie im Freien aufgefordert.

In den meisten Kantonen gilt kein Feuerverbot mehr

Passend zum Herbstbeginn haben zahlreiche Kantone das Feuerverbot aufgehoben oder zurückgestuft. Einzig im Oberwallis muss bei Spätsommerwanderungen wegen des generellen Feuerverbots noch darauf verzichtet werden, eine Cervelat auf einem offenen Feuer zu bräteln.