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Alatalo top, McIntyre flop – das sind die EVZ-Noten der Saison 2018/19

Der Verteidiger Santeri Alatalo hat sich im EV Zug zu einem Leistungsträger entwickelt. Ebenfalls gute Noten verdienen sich drei Schweizer Stürmer und zwei Ausländer, Letztere verlassen allerdings den Klub.
Sven Aregger

Es ist nicht leicht, aus dem Schatten von Raphael Diaz zu treten. Diaz ist Captain des EV Zug und der Schweizer Nationalmannschaft. Er hat für Montreal, Calgary, Vancouver und die New York Rangers in der NHL gespielt und mit der Schweiz 2013 und 2018 WM-Silber gewonnen. Diaz ist eine Institution im Schweizer Eishockey und vor allem in Zug, wo er aufgewachsen ist.

Aber beim EVZ ist Diaz nun nicht mehr der Alleinherrscher in der Verteidigung. Santeri Alatalo hat seine Position in der abgelaufenen Saison deutlich gestärkt und sich zum unverzichtbaren Leistungsträger entwickelt (siehe Noten weiter unten). Das war so nicht unbedingt zu erwarten. Der 28-jährige Finne mit Schweizer Lizenz, der 2012 beim HC Davos in der obersten Spielklasse debütierte, galt lange als hoffnungsvolles Talent. Aber ihm haftete der Makel an, bisweilen zu nonchalant zu agieren.

Man kann Alatalos Aufstieg als Reifeprozess sehen. Doch naheliegend ist, dass Trainer Dan Tangnes dabei eine entscheidende Rolle einnimmt. Das Tempohockey, das der Norweger etabliert hat, kommt dem spielstarken und schnellen Verteidiger entgegen. Er kann sich mehr in der offensiven Zone entfalten und erhält das Vertrauen des Trainers. Tangnes gab Alatalo die meiste Eiszeit und machte ihn zu einem Schlüsselspieler im Powerplay. Alatalo, der seinen Vertrag bis 2021 verlängert hat, dankte es dem Coach mit Leistung. In der Qualifikation realisierte er 23 Punkte, und in den Playoffs war er mit 11 Assists der produktivste Verteidiger im Team. Nur im Final verkaufte er sich wie fast alle Teamkollegen unter Wert.

Torhüter

Tobias Stephan. Note 4,5

Bilder: PD

Bilder: PD

Die Kritik an ihm war teilweise überrissen. Im Final wurde er aber vom künftigen EVZ-Keeper Genoni ausgestochen. Stephan verlässt Zug ohne Meistertitel.

Quali: 36 Spiele, Fangquote: 92,48 Prozent. – Playoffs: 14 Spiele, 91,83 Prozent.


Sandro Aeschlimann. Note 5

Der Backup erhielt regelmässig seine Chance und nutzte sie. Er führte das Team zum Cupsieg. Nun versucht der Emmentaler sein Glück in Davos.

Quali: 16 Spiele, Fangquote: 93,21 Prozent. – Playoffs: nicht eingesetzt.


Verteidiger

Raphael Diaz. Note 5

Der Captain zeigte seine beste Saison seit der Rückkehr aus den USA. Zusammen mit Alatalo der spielstärkste Verteidiger, aber im Playoff-Final ohne Einfluss.

Quali: 43 Spiele, 12 Tore/19 Assists. – Playoffs: 14 Spiele, 1 Tor/5 Assists.


Santeri Alatalo. Note 5,5

Der Finne mit Schweizer Lizenz war in seiner Karriere noch nie so stark. Er erhielt die meiste Eiszeit im Team und orchestrierte magistral das Powerplay.

Quali: 50 Spiele, 9 Tore/12 Assists. – Playoffs: 14 Spiele, 0 Tore/11 Assists.


Jesse Zgraggen. Note 5

Nach einem holprigen Start entwickelte sich der Kanada-Schweizer zu einem grundsoliden Abräumer. Viele Beobachter hatten ihm das nicht zugetraut.

Quali: 50 Spiele, 0 Tore/6 Assists. – Playoffs: 14 Spiele, 1 Tor/1 Assist.


Dominik Schlumpf. Note 5

Ein sicherer Wert in der Defensive, aber nicht mehr so herausragend wie in der Vorsaison. Teamintern in der Qualifikation mit der besten Plus/Minus-Bilanz (plus 16).

Quali: 45 Spiele, 2 Tore/4 Assists. – Playoffs: 14 Spiele, 0 Tore/1 Assist.


Livio Stadler. Note 4

Das Zuger Eigengewächs hat gute Fortschritte gemacht, er strahlt aber noch nicht die absolute Sicherheit aus. In den Playoffs oft überzählig.

Quali: 50 Spiele, 0 Tore/10 Assists. – Playoffs: 6 Spiele, 0 Tore/0 Assists.


Johann Morant. Note 4,5

Seine Kernkompetenzen haben sich nicht verändert: Kampf, Kampf, Kampf. Er kann dem Gegner unter die Haut fahren, der meistbestrafte Spieler im Team.

Quali: 35 Spiele, 0 Tore/9 Assists. – Playoffs: 13 Spiele, 1 Tor/2 Assists.


Miro Zryd. Note 4

Der Neu-Zuger hat den Mut zum offensiven Risiko, aber auch noch eine relativ hohe Fehlerquote. Er war lange verletzt und kam erst in den Playoffs zurück.

Quali: 28 Spiele, 0 Tore/11 Assists. – Playoffs: 10 Spiele, 0 Tore/1 Assist.


Thomas Thiry. Note 5

Der junge Franzose mit Schweizer Lizenz ist ein resoluter, ehrlicher Arbeiter, der durch eine vorbildliche Arbeitsmoral glänzt. Jedes Team ist froh um solche Spieler.

Quali: 50 Spiele, 3 Tore/3 Assists. – Playoffs: 14 Spiele, 0 Tore/1 Assist.


Stürmer

Lino Martschini. Note 5,5

Der Zuger Topskorer hat endlich bewiesen, dass er auch in Playoffs ein grosser Faktor sein kann. Mental und körperlich ist er robuster geworden.

Quali: 50 Spiele, 22 Tore/22 Assists. – Playoffs: 14 Spiele, 7 Tore/10 Assists.


Garrett Roe. Note 5,5

Der Center, der zum ZSC wechselt, bringt alles mit: Stocktechnik, Übersicht, Schussgewalt, Tempo, Härte. Er überzeugte auch in den Playoffs. Manchmal zu hitzköpfig.

Quali: 31 Spiele, 9 Tore/31 Assists. – Playoffs: 13 Spiele, 6 Tore/11 Assists.


Carl Klingberg. Note 4,5

Der schwedische Powerflügel begann die Saison fulminant, bevor er durch eine Halswirbelverletzung ausgebremst wurde. Er kämpft um einen neuen Vertrag.

Quali: 29 Spiele, 8 Tore/14 Assists. – Playoffs: 11 Spiele, 2 Tore/1 Assist.


Reto Suri. Note 5,5

Ein Vorzeigeprofi, wie ihn sich jede Mannschaft wünscht. Der Zürcher war ein Antreiber und emotionaler Leader. Sein Abgang nach Lugano ist für den EVZ ein Verlust.

Quali: 50 Spiele, 18 Tore/17 Assists. – Playoffs: 13 Spiele, 4 Tore/5 Assists.


Dennis Everberg. Note 5,5

Der Schwede kam für den abgewanderten Viktor Stalberg – und schlug sofort ein. Mit seiner Wucht war er ein ständiger Unruhestifter in der Offensive. Verlässt Zug.

Quali: 31 Spiele, 12 Tore/16 Assists. – Playoffs: 10 Spiele, 4 Tore/4 Assists.


Dominic Lammer. Note 4

Lange war der agile Flügel mental blockiert wegen seiner ungewissen Zukunft. Erst in den Playoffs zeigte er Aufwärtstendenz. Wechselt wie Suri nach Lugano.

Quali: 45 Spiele, 3 Tore/10 Assists. – Playoffs: 14 Spiele, 3 Tore/4 Assists.


Dario Simion. Note 4,5

Der Tessiner Flügel, der vor allem das physische Element einbringt, spielte eine solide erste Saison beim EVZ – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Quali: 44 Spiele, 9 Tore/5 Assists. – Playoffs: 14 Spiele, 3 Tore/4 Assists.


David McIntyre. Note 3

Der verletzungsanfällige Kanadier bekundete Mühe mit dem Zuger Tempohockey. Es wäre nicht verwunderlich, wenn er den EVZ vorzeitig verlassen würde.

Quali: 30 Spiele, 5 Tore/15 Assists. – Playoffs: 9 Spiele, 3 Tore/2 Assists.


Sven Senteler. Note 5,5

Der Zürcher ist in dieser Saison regelrecht über sich hinausgewachsen, noch nie war er so wertvoll für Zug. Zur Belohnung erhielt er eine Vertragsverlängerung.

Quali: 50 Spiele, 17 Tore/9 Assists. – Playoffs: 14 Spiele, 2 Tore/2 Assists.


Yannick Zehnder. Note 4,5

Licht und Schatten beim Zuger Nachwuchstalent. Der polyvalent einsetzbare Stürmer hat zweifellos grosses Potenzial, er muss nur noch konstanter werden.

Quali: 48 Spiele, 5 Tore/7 Assists. – Playoffs: 14 Tore, 0 Tore/2 Assists.


Fabian Schnyder. Note 4,5

Alles wie gehabt beim Urgestein, das seine 16. EVZ-Profisaison bestritt: Schnyder ist mit seinem Fleiss, seinem Arbeitsethos und seiner Loyalität eine Leaderfigur.

Quali: 50 Spiele, 4 Tore/6 Assists. – Playoffs: 14 Spiele, 0 Tore, 1 Assist.


Yannick-Lennart Albrecht. Note 4

Verhaltene erste Saison in Zug. Der Center kam nicht über den Rang eines Mitläufers hinaus, auch wenn er sein Können immer mal wieder andeutete.

Quali: 49 Spiele, 6 Tore/9 Assists. – Playoffs: 13 Spiele, 3 Tore/1 Assist.


Sven Leuenberger. Note 5

Der Zuger Aufsteiger der Saison. Im ersten Profi-Jahr überzeugte er durch seine unerschrockene Spielweise. Der Zürcher hat eine grosse Zukunft vor sich.

Quali: 33 Spiele, 1 Tor/6 Assists. – Playoffs: 14 Spiele, 2 Tore/4 Assists.


Pontius Widerström. Note 4,5

Der arbeitsame Schwede wurde fürs Farmteam verpflichtet, aber wegen Verletzungen bei den Ausländern oft in der National League eingesetzt. Technisch limitiert.

Quali: 33 Spiele, 5 Tore/5 Assists. – Playoffs: nicht eingesetzt.


Brian Flynn. Note 4,5

Der smarte Amerikaner stiess erst im Januar zum EVZ. Er spielte meist unauffällig, punktete aber regelmässig. Genügt das für eine Vertragsverlängerung?

Quali: 13 Spiele, 5 Tore/4 Assists. – Playoffs: 13 Spiele, 4 Tore/2 Assists.


Viktor Stalberg. Note 4

Der divenhafte Flügel aus Schweden folgte dem Ruf des Geldes und wechselte während der Saison in die KHL. Die Enttäuschung in Zug hielt sich in Grenzen.

Quali: 10 Spiele, 3 Tore/4 Assists.

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