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Alberswil: Einsprache des Heimatschutzes blockiert Baustelle von Bio-Händler «RegioFair»

Der Bio-Händler «RegioFair» lud bereits zum Spatenstich für seinen Neubau beim Agrarmuseum Burgrain. Doch dann machte ihm der Heimatschutz einen Strich durch die Rechnung.
Urs-Ueli Schorno
Produkte des Bio-Händlers «RegioFair». (Bild: Corinne Glanzmann (Zell, 31. März 2016))

Produkte des Bio-Händlers «RegioFair». (Bild: Corinne Glanzmann (Zell, 31. März 2016))

Vor rund drei Monaten feierte RegioFair, eine Handelsplattform für Bio-Lebensmittel, ihren Spatenstich in Alberswil. Dort will man mit einem Neubau der steigenden Nachfrage und dem erhöhten Lagerbedarf gerecht werden. Die bisherigen Räumlichkeiten bei der ehemaligen Ei AG in Zell reichen offenbar nicht mehr aus.

Neben dem Agrarmuseum Burgrain soll auf einer Fläche von rund 2400 Quadratmetern ein 30 Meter breites, 80 Meter langes und 12 Meter hohes Gebäude entstehen. Nur: Der Spatenstich erfolgte just nach Ablauf der Beschwerdefrist. Da aber eine Beschwerde mit gültigem Poststempel erst ein paar Tage später eintraf, ist es nun seit drei Monaten still auf der Baustelle.

Wie der «Willisauer Bote» am Freitag berichtete, reichte der Innerschweizer Heimatschutz (IHS) eine Verwaltungsbeschwerde beim Luzerner Kantonsgericht ein.

Agrarmuseum steht unter Heimatschutz

Konkret geht es um das Agrarmuseum Burgrain, das im kantonalen Bauinventar als schützenswert eingestuft ist. «Die Beschwerde haben wir eingereicht, weil der Bebauungsplan für die Bauherrschaft keinen Blankoscheck darstellt», lässt sich IHS-Präsident Conrad Wagner zitieren. Der Heimatschutz will einerseits eine möglichst landschaftsverträgliche Umgebungsgestaltung erwirken. Andererseits fordert er, dass das Gebäude auf mehrere Baukörper aufgegliedert wird. Wagner hofft auf eine aussergerichtliche Einigung. Die Gespräche laufen.

Andi Lieberherr. (Bild: Corinne Glanzmann (Zell, 31. März 2016))

Andi Lieberherr. (Bild: Corinne Glanzmann (Zell, 31. März 2016))

Andi Lieberherr, Geschäftsführer von RegioFair, rechnet deshalb mit einem «erheblichen Mehr­aufwand». Einerseits müsse man ein Lager einrichten, die Arbeitswege würden länger und es fielen weitere Mehrkosten an. Im Neubau wurden auch bereits die Räumlichkeiten an das Reformhaus Vital AG vermietet. Dieses wird nun vorerst die Hallen in der ehemaligen Ei AG beziehen. Weiter wird durch die Verwaltungsbe­schwerde auch ein Teil des Museumsbetriebes auf Burgrain eingeschränkt, welcher durch RegioFair weitergeführt werden soll. Denn das Museumskonzept muss ebenfalls überarbeitet werden.

Wann das Kantonsgericht über die Beschwerde entscheidet, ist offen. «Das kann zwischen einem Monat und drei Jahren dauern», schätzt Lieberherr.

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